Mut zum Hut

Ein Strohhut. Ein Strohhut mit einem bunten Band. Ein Strohhut, der mich nach Paris, auf meine Maturareise nach Kroatien und auf das Nova Rock begleitete. Ein Strohhut, der etwas Großes auslöste: meine riesige Liebe für Hüte aller Art.

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Ich kann mich noch genau erinnern, als ich diesen Strohhut das erste Mal im Geschäft sah und mir dachte: ja, den will ich. Bis dahin war ich lieber unauffällig, schüchtern und so gar nicht das Ich, welches ich heute bin. Und es war mehr als eine Überwindung diesen Strohhut zu kaufen, aber vor allem dann auch zu tragen. Denn seien wir uns ehrlich, egal wann und wo, ein Hut wird immer ein Hut sein und somit die Aufmerksamkeit auf den Träger ziehen. Es ist ein Accessoire, welches schon längst etabliert ist und doch für Aufsehen sorgt. Etwas Normales mit einem Touch Ungewohntheit. Ein Hut braucht Mut.

Aber zurück zu meinem Strohhut. Als ich aus dem Geschäft ging, war ich überglücklich, doch da war dieser Funken von Unsicherheit. Gefällt mir der Hut wirklich so gut? Wie style ich ihn?  Und am wichtigsten: würde ich den Hut jemals in der Öffentlichkeit tragen?

Doch siehe da, keine Woche später nahm ich all meinen Mut zusammen, platzierte den Strohhut auf meinem Kopf und ging damit in die Schule. Hatte ich auf jegliche dumme Kommentare oder Beleidigungen meiner Mitschüler gewartet, wurde ich enttäuscht – sie blieben aus. Stattdessen wurde ich mit Komplimenten zu meinem Outfit überhäuft und das große Lächeln in meinem Gesicht blieb den ganzen Tag.

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Das Jahr darauf kam dann meine erste Melone. Mehrere Freunde und ich waren in Wien unterwegs und unternahmen einen kleinen Shoppingtrip, als mir dieser Hut das erste Mal ins Auge stach. Eine kleine, aber feine Melone thronte mitten im Forever21 in der Wiener Innenstadt. Es war diese Art von Accessoire, die man ansah und ohne großes Nachdenken haben wollte, dieser „Liebe-auf-den-ersten-Blick“ Moment, den jeder Shoppingfan sicher schon ein paar Mal in seinem Leben hatte und dieser Moment, in dem man wusste, dass ein kleiner (oder manchmal auch größerer) Teil des Modeherzes brechen würde, wenn man den Shop ohne das begehrte Teil verlassen würde. Und da ich meinem Herzen und mir den traurigen Moment ersparen wollte, wanderte die Melone ruckzuck in meine Einkaufstasche. Und ich werde es nie bereuen sie gekauft zu haben, da dieser Hut so außergewöhnlich und aufregend ist. Für eine lange Zeit wurde die Melone zu meinem Lieblingsaccessoire, ich trug sie wann immer es ging und fühlte mich so unglaublich wohl und auch etwas einzigartig damit, da ich fast keinen kenne, der diese Art von Hut besitzt bzw. trägt. Auch heute trage ich sie noch sehr gerne, da sie so ein wunderbares französisches Flair versprüht und jedes Outfit zu etwas Besonderem macht.

Von: Forever21

Da aber jede Liste einen Spitzenreiter und jede Modekategorie einen absoluten Liebling braucht, möchte ich euch nun meinen all-time-favourite Hut präsentieren: ein schwarzer Hut mit etwas breiterer Krempe. Dieser Hut ist das kleine Schwarze unter den Hüten, ein wirklicher Klassiker und etwas was jede Frau im Schrank haben sollte. Ab dem ersten Moment habe ich mich Hals über Kopf in diesen Hut verliebt und diese Liebe wird ein Leben lang halten. Ich könnte ihn jeden Tag tragen, liebe es ihn zu stylen und fühle mich rundum zufrieden, sobald er auf meinem Kopf sitzt. Und das Beste daran, ist der Fakt, dass man ihn immer, wirklich immer tragen kann: egal ob im Winter zum dicken Schal und langem Mantel oder im Sommer zu Sandalen und kurzen Röcken, der Hut macht jedes Outfit noch besser. Er ist zeitlos und einfach wunderschön. Und hat sich sogar zu meinem eigenen kleinen Markenzeichen entwickelt.

Von: H&M

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In diesem Sinne: Mehr Mut zum Hut. Glaubt mir, ihr werdet es nicht bereuen!

Liebe Grüße,

Coco

 

 

 

Portugaldiary: Porto

Eine ewig lange Zugfahrt, die uns zwar schöne Landschaften zeigte, doch auch genug Nerven raubte, brachte uns direkt vom warmen Süden Richtung Norden in die etwas kältere und zweitgrößte Stadt Portugals: Porto.

Porto

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Von Porto selbst hatte ich ehrlich gesagt weder Erwartungen noch Vorstellungen, und auch jene Vorfreude wie bei Lissabon fehlte mir, als wir quer durch das Land fuhren. Eigentlich wurde Porto vor allem durch Überzeugungskraft von Freunden auf unserer Städteliste hinzugefügt und auch dies geschah erst relativ spät. Doch vielleicht war gerade diese Unwissenheit und dieses Desinteresse an der Stadt der ausschlaggebende Punkt dafür, dass ich mich ab der ersten Sekunde in den laut Einwohnern „alten Mann Portugals“ verliebte. Der übrigens den Titel ‚alt‘ so gar nicht verdiente. Denn Porto ist jung, pulsierend, aufstrebend und noch so vieles, was man in Worten nicht beschreiben kann, sondern erlebt haben muss. In jeder noch so kleinen Gasse lässt sich ein Abenteuer finden, hinter jedem der unzähligen Graffitis versteckt sich eine Geschichte, nach jeder der insgesamt sechs Brücken, die über den Fluss Douro führen, findet man einen neuen Ort. Die Stadt verbindet Alt mit Neu, Mystik mit Realität, graue Häuser mit grünen Parks, und schafft daraus eine einzigartige Mischung, in die man ein- und am liebsten nie mehr auftauchen möchte. Spätestens ab dem Moment, als wir mitten in der Nacht das Treiben am Fluss und auf der gegenüberliegenden Seite beobachteten, während Porto mit all seinen Lichtern unter uns glitzerte, wusste ich, dass ich nie mehr weg wollte und sich diese Stadt (natürlich neben Paris) zu einem meiner absoluten Lieblingsplätze entwickelte.

What to do:

Get lost: Porto ist die perfekte Stadt, um einfach loszugehen, sich zu verirren und sich währenddessen in die Stadt zu verlieben. Neben unglaublich süßen und schönen Gassen, eine meiner Lieblingsstraßen war die Rua das Flores (flower`s street), findet man unzählige hippe Lokale, Bars und auch Shops. Gelegentlich landet man auf einem Aussichtspunkt der Stadt oder findet sich auf der anderen Seite der Brücke wieder, was ich wirklich nur jedem empfehlen kann, denn neben den ganzen Portwein-Kellereien, hat man Ufer des Vila Nova da Gaia eine wunderbare Aussicht Porto selbst. Ebenso passiert man am Weg durch die Stadt zahlreiche kleine oder größere Gärten bzw. Parks, die sich perfekt für laue Abende mit Freunden eignen oder einen ausgezeichneten Blick auf den Sonnenuntergang bieten. Mein Lieblingspark war gegenüber der Livraria Lello (später mehr dazu) und befand sich am Dach einer kleinen Einkaufsstraße, mitten im Zentrum.

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Livraria Lello: Die Livraria Lello ist jene Bibliothek, in der J.K.Rowling Harry Potter schrieb – und somit ein Muss für jeden Harry Potter Fan, jeden, der Harry Potter ansatzweise mag (was so ziemlich jeder tun sollte) und jeden, der auch nur eine Szene eines Filmes kennt. Der Eintritt kostet zwar vier Euro, aber ist es definitiv wert und beim Kauf eines Buches werden die vier Euro auch abgezogen. Ebenso wurde das letzte Buch hier vorgestellt. Alles in allem ist Porto generell eine tolle Stadt für jeden, der ein Fan des Zauberschülers mit der blitzartigen Narbe ist, da sich die Autorin von vielen Dingen inspirieren ließ – so waren z.B. die Umhänge von den Uniformen der Studenten in Portugal das Vorbild für jene Umhänge, welche Schüler in Hogwarts tragen.

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Portwein: Porto zu verlassen ohne Portwein zu kosten, wäre so ziemlich das Gleiche als nach Irland zu fahren und kein Pub zu besuchen – schier undenkbar. Zwar schmeckt mir persönlich der etwas dunklere Wein, den man übrigens in kleinen Gläsern trinkt, so gar nicht, doch Geschmäcker sind ja verschieden und eine Verkostung sollte auf jeden Fall ganz oben auf der To-do-Liste in Porto stehen.

Art Spot: Wie bereits erwähnt, findet man in ganz Porto an so ziemlich jeder Straßenecke Graffitis und die meisten davon sind wirklich wahre Kunstwerke und verschönern die Stadt nur noch mehr. Doch besonders im Art Spot der Stadt, eine Straße in der sich Kunstgalerien und Ausstellungen aneinanderreihen, findet man diese Graffitis in konzentrierter Form vor. Jede Hausmauer, jede Wand und sogar die Stromkästen wurden hier in bunte Farben getaucht und verziert. Eine Wand ohne Zeichnungen zu finden, wird hier schon fast zur Herausforderung.

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Vintage Shops: Ich liebe Vintagekleidung und bin immer wieder begeistert davon neue Shops, die diese Art von Kleidung vertreiben, zu finden. Und so war ich im Himmel als wir durch Zufall auf einen wunderbaren Vintage Shop stießen, der sich direkt neben unserem Hostel befand. Noch besser war dann jener Augenblick als wir auf die Idee kamen, eine Vintage Shop Tour zu machen, da es erstens in Porto extrem viele dieser Shops gibt und sie zweitens alle sehr nah beieinander liegen. So schlenderten wir von Laden zu Laden und mein Modeherz schlug jedes Mal, wenn wir einen neuen Shop betraten und die tolle Kleidung sowie Einrichtung sahen, höher und höher. Leider waren wir eben mit dem Rucksack unterwegs und so gingen sich nur zwei Stücke aus. Auf jeden Fall sollte jeder, der in Porto ist und dessen Herz genauso für Vintage schlägt wie meines, diese Tour machen. Glaubt mir ihr werdet begeistert sein.

Meine Favoriten waren übrigens Mon père vintage und UR.

Bridge Climb: Auch durch Zufall hörten wir von einem Bridge Climb, den man in Porto machen konnte und beschlossen recht schnell dies zu tun. Die Tour kostet 12,50, dauert circa eine halbe Stunde und findet ein paar Mal am Tag statt. Und war eines der besten Erlebnisse, die ich in meinem bisherigen Leben hatte. Da wir die Tour um 19 Uhr machten und es an diesem Tag auch etwas neblig war, hatten wir die besten Voraussetzungen für spektakuläre Augenblicke. Gerade als wir am höchsten Punkt der Brücke ankamen und wir über uns die Autos hörten, ging die Sonne unter, versank in einem Nebelmeer und ließ den Douro das letzte Mal an diesem Tag in Gelb- und Rottönen leuchten. Während man aber rechts den Sonnenuntergang beobachten konnte, sah man links wie sich Porto vom Tag verabschiedete und die ersten Lichter zu leuchten begannen. Wäre in diesem Moment die Zeit stehengeblieben, hätte ich wahrscheinlich kein Problem damit gehabt.

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Übrigens ist die Tour weder gefährlich, noch anstrengend, da man im Endeffekt durch Treppen die Bücke „erklimmt“. Auch erwartet einem am Ziel eine kleine Überraschung, die aus einer Portwein –  und Schokoladenverkostung besteht.

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Palacio de Cristal: Leider findet man heute, an jener Stelle des ehemaligen Kristallpalasts, eine nicht ganz so schöne, runde Kuppel vor, in der Sportveranstaltungen abgehalten werden. Doch dafür lohnt sich ein Besuch des Parks, der sich um die Kuppel herum befindet, nur noch mehr. Der Park ist riesig, bietet wundervolle Aussichtsplätze, Brunnen, Pflanzen und Teiche. Während des Rundgangs trifft man hier und da einen Pfau, Enten oder andere Vögel. An unterschiedlichen Tagen finden sich hier Märkte oder Stände und der Eintritt in den Park ist frei.

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Tipp: In Porto fanden wir die besten Restaurants und Lokale in ganz Portugal! Für Veganer bzw. Vegetarier kann ich vor allem das Restaurant daTerra empfehlen, welches ein all-you-can-eat-buffet bietet, das schwer zu übertreffen ist. Auch eines meiner Lieblingsrestaurants war das Reitoria, bei dem es Tapas und Focaccia gibt, die eine regelrechte Geschmacksexplosion auslösen. Unbedingt sollte man in Porto auch in den schönsten McDonalds der Welt gehen, der neben Suppen auch Gemüseburger für Vegetarier anbietet. Und Naschmäuler sollten einer der vielen Nutellandias einen Besuch abstatten – und vergesst ja nicht dort die Pancakes zu probieren.

 

 

Our hostel:

Besonders gespannt waren wir auf unser Hostel in Porto, das Pilot Design Hostel & Bar, welches mit vielen Awards ausgezeichnet wurde. Und unsere Erwartungen übertrafen sich. Das Hostel wirkte nicht ansatzweise wie ein Hostel, sondern eher wie ein Hotel mit Schlafsälen. Das Design des Hostels war unglaublich modern, auf jeder Wand fanden sich Zitate zum Reisen oder Backpacken und das Hostel lag fast mitten im Zentrum. Jedes Zimmer hatte neben einem verschließbaren Kasten noch ein kleines Fach für jeden Gast. Ebenso befand sich in jedem Zimmer ein Spiegel, was besonders für uns, da wir in einem Schlafsaal für Mädchen mit acht Betten schliefen, sehr praktisch war. Die Betten waren wie immer Stockbetten und so ziemlich die Bequemsten, die wir auf unserer ganzen Reise hatten. Auch hatte jedes Bett eine eigene Steckdose sowie eine kleine Ablage für die wichtigsten Dinge. Im Gegensatz zu allen anderen Hostes war dies das Erste, bei dem es Vorhänge neben den Betten gab, die man zuziehen konnte. Auch die Badezimmer waren toll eingerichtet und es gab genauso wie in Lissabon ein Gemeinschafts- sowie ein Einzelbadezimmer pro Stock. Was mich aber besonders begeistert hat, war das Frühstück, welches zwar drei Euro extra kostete, aber sich mehr als sehen lassen konnte. Das Angebot war riesig, neben vielen verschiedenen Müslisorten, gab es Pancakes, Waffeln (mit sogar zwei verschiedene Waffelteigen), Toast, Eierspeis, Kipferl sowie unzählige Fruchtsäfte und Kaffee. Ein weiterer großer Pluspunkt war die Tatsache, dass das Frühstück bis 11 Uhr ging. Gleich wie in Lissabon wurden auch hier gratis Walking Touren angeboten, die man auch wirklich nützen sollte.

Fun fact: Jeden Abend um 22 Uhr gab es in unserem Hostel free shots. Sobald das Lied „Shots“ von LMFAO ertönte, wusste jeder, dass es wieder Zeit war, sich zur Bar zu begeben. Im Generellen kann ich auch die Bar dort sehr empfehlen, weil es wirklich studentenfreundliche Preise sind.

Leider habe ich keine Fotos vom Hostel, da mein Handy diese (warum auch immer) gelöscht hat.

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Fazit: Porto war auch schon der letzte Stopp unserer Portugalrundreise und ich muss zugeben, dass ich wirklich nicht mehr nach Hause wollte. Ich habe mich in Lissabon, aber vor allem in Porto; in die Algarve mit ihrer wunderschönen Küste; in die Kultur und die Leute; einfach in das ganze Land verliebt. Portugal ist so anders und doch so gleich. Als wir nach zehn wundervollen Tagen im Flugzeug saßen und Richtung Wien abhoben, erstreckte sich das leuchtende Porto ein letztes Mal unter uns und ich hab mir selbst das Versprechen gegeben wiederzukommen.

I lost my heart in Porto and I am perfectly fine with never getting it back.

 

Liebe Grüße,

Coco

 

 

 

Portugaldiary: Lagos

Unser zweiter Stopp führte uns in den Süden Portugals, direkt an die Algarve und ans Meer: Lagos.

Lagos

Als wir nach 4h Fahrt mit dem Zug in Lagos ankamen, war ich anfangs etwas perplex. Meine Vorstellungen lagen etwa im Bereich eines Fischerdorfes. Klein, gemütlich und sehr ruhig. Dabei präsentierte sich uns eine Stadt, in der es doch bunt zuging und besonders das Nachtleben schien hier eine große Rolle zu spielen. Viele Bars, Clubs und Pubs säumten die Straßen. Leider war das auch schon das einzige Highlight. Die Stadt ist zwar hübsch, vor allem die Promenade gefiel mir gut, da sie sich perfekt für Abendspaziergänge eignete, doch sonst war sie nicht wirklich spannend. Im Gegensatz zu Lissabon gab es keine einzige Straße oder Gasse, welche mich in ihren Bann gezogen hätte, keinen einzigen Augenblick an dem ich wirklich stehen blieb und mir dachte: Schau wie schön! Lagos kam mir eher wie eine Abwandlung von kroatischen Touristenstädten wie Umag vor. Aber auch wenn es diese Wow-Momente nicht in der Stadt gab, so gab es diese doch zu genüge in den vier Tagen, die wir an der Algarve verbrachten – und zwar an den Stränden, Küsten oder Klippen. Die Landschaft im Süden des Landes ist atemberaubend, riesige Felsen ragen aus dem Atlantik, hohe Klippen in Braun- und Gelbtönen reihen sich nacheinander an der Küste an und das Wasser glitzert in wunderschönem Blau. Am liebsten würde man sich den ganzen Tag an den Strand legen, die Füße im warmen Sand vergraben und den Wellen zusehen.

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What to do:

Beach hopping: Der cliff walk von Lagos, ein ausgetretener Pfad auf den Klippen, welcher zu den schönsten Stränden führt, bietet sich perfekt zum beach hopping an. Selbst ‚faule Abenteurer‘ müssen hier beim Wort cliff walk nicht zurückschrecken, denn der Pfad ist weder gefährlich, noch anstrengend und zu jedem Strand führt ein Weg oder eine Stiege hinunter. Doch allein der Ausblick während des Weges zahlt sich aus, denn hier kann man meilenweit den Horizont sowie die Küste beobachten – Postkartenflair inklusive. Wem es dann doch zu fad ist, den ganzen Tag im Sand zu liegen und sich für jeweils fünf Minuten im eiskalten Meer aufzuhalten (denn länger hält man es nicht aus), dem kann ich es nur wärmstens empfehlen Muscheln zu sammeln. Denn erstens gibt es davon viel zu viel, der ganze Strand ist damit übersät, und zweitens erlebt man dadurch das ein oder andere ‚kleine‘ Abenteuer. Wir zum Beispiel fanden eine Art Höhle durch welche wir an einen verlassenen Strand kamen.

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Surfen: Hoch oben auf meiner Bucket List und ein großer Grund, wieso ich mich so unbeschreiblich auf die Algarve freute, war das Surfen. Seit Monaten redete ich schon begeistert davon und ich sah mich bereits mit dem Surfboard unter dem Arm durch das Meer laufen. Dieses Bild vor meinem inneren Auge verschwand aber sofort wieder, als ich das Board sah. Es war riesig, da man sich als Anfänger mit einem größeren Surfboard etwas leichter tut, und man konnte es sich nicht einmal ansatzweise unter den Arm klemmen. Auch das Surfen selbst stellte sich anders als erwartet heraus und es war so ziemlich der anstrengendste Sport, den ich jemals gemacht habe. Trotzdem zahlte sich das ständige ‚Kämpfen-gegen-die-Wellen‘ und die unzähligen Male, die ich länger unter Wasser als am Board verbrachte aus, als ich es am Ende des Tages schaffte aufzustehen und ein paar Sekunden zu surfen. Leider ging sich bei uns nur ein Kurstag aus, doch ich hatte so viel Spaß, dass ich nächstes Jahr unbedingt einen längeren Kurs machen möchte. Auch kann man bereits nach einem Tag kleine Erfolge verzeichnen, weshalb ich es wirklich jedem ans Herz legen möchte mindestens einen Tag diesen Sport auszuprobieren. Glaubt mir dieses Gefühl zu surfen, auch wenn nur für ein paar Sekunden, ist wirklich unbeschreiblich.

Übrigens hieß unsere Surfschule: The Salty Wave

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Sagres: Ein Ort, der bei jeder Portugalrundreise besucht werden sollte, ist Sagres, der südwestlichste Punkt des europäischen Festlandes. Zwar ist die Stadt selbst eher klein und wenig spektakulär, doch dafür sind die Klippen und der kleine Leuchtturm einige Kilometer entfernt wirklich sehenswert und bieten einem ein Gefühl von Freiheit. Stündlich fahren Busse aus Lagos nach Sagres, doch leider geht nur ein Bus pro Tag direkt zu jenem Leuchtturm. Als Alternative würde es sich hier anbieten Fahrräder in Sagres zu mieten, denn zu Fuß ist es doch etwas weit. Wir hatten Glück und lernten zwei nette Deutsche im Hostel kennen, mit denen wir einen kleinen Roadtrip dorthin starteten.

22375474_1536501563103474_2146820332_oFun fact: Direkt neben den Klippen befindet sich die letzte Bratwurst vor Amerika, bei der man sogar ein Zertifikat bekommt, wenn man einen Hotdog bestellt.

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Our hostel:

Lagos war der einzige Ort unserer Reise, bei dem wir unsere Unterkunft erst recht spontan in Portugal buchten. Und so kamen wir durch Zufall zu „The Shelter“ – ein kleines, aber recht feines Hostel nahe der Innenstadt. Besonders der Ausdruck ‚Surfhostel‘ beschreibt diese Unterkunft recht gut, da das Hostel nicht nur von zwei Brüdern betrieben wird, welche beide richtige Surfer sind (der eine nimmt sogar an Wettbewerben teil), sondern auch die Einrichtung sowie die Atmosphäre sehr treffend auf diese Beschreibung passen. Da das Hostel wie bereits gesagt eher klein ist und Platz für wenig Leute bietet, lernt man auch extrem leicht neue Leute kennen und kommt auch mit den Betreibern sehr schnell ins Gespräch. Leider gab es nur zwei Badezimmer, was für diese Anzahl an Leuten zu wenig war, doch einer der zwei Brüder erzählte uns, dass sie ab Herbst mit Renovierungsarbeiten und einem Umbau beginnen werden. Ebenso sollte jeder, der wenig Lust auf Abenteuer hat und neuen Menschen nicht gerade schnell vertraut, nicht in dieses Hostel gehen, da man weder die Zimmer zusperren konnte, noch gab es einen Kasten für die Rucksäcke. Auch war die Haustüre selbst nie verschlossen und der Schlüssel steckte immer. Einen großen Pluspunkt gibt es aber vor allem für die toll eingerichtete Terrasse mit Lichterketten, vielen Pflanzen und Palettenmöbeln. Und auch das Frühstück, welches zwar nicht die größte Auswahl hatte, aber in den Preis inkludiert war, fand dort statt. Alles in allem gefiel mir „The Shelter“ sehr, da es im Gegensatz zu allen anderen Hostels, welche sich bei Design und Angebot nur mehr übertrumpfen und somit fast schon eher an Hotels erinnern (nicht, dass das schlecht ist), ein Gefühl von Einfachheit und Leichtigkeit übermittelt. Es zeigt einfach, dass man neben tollen Leuten und der warmen Sonne auf der Haut wenig braucht, um glücklich zu sein.

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Highlight: Im Hostel gab es einen extrem süßen und flauschigen Golden Retriever namens Luca, der sozusagen der Haushund ist und den ich ab der ersten Sekunde in mein Herz schloss. Man kann ihm sogar auf Instagram unter white_luca folgen.

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Tipp: Noch ein kleiner Tipp zum Schluss – probiert unbedingt ein, zwei, drei….zehn Gläser des portugiesischen Grünweins. Und trinkt ihn kalt!

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Liebe Grüße,

Coco

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Portugaldiary: Lissabon

Zehn Tage, drei Städte, ein Rucksack.

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Mitte September entflohen zwei Freunde und ich für zehn Tage dem kalten Österreich und es ging nach Portugal. Mit im (Hand-)Gepäck: ein Rucksack. Es war das erste Mal, dass ich auf Backpackerreise ging und ich war sehr gespannt, da ich erstens leicht dazu tendiere, extrem viele Souvenirs und neue Kleidungsstücke im Urlaub zu kaufen und zweitens oftmals gerade noch mit einem großen Koffer auskomme. So musste ich also nun, gewappnet für jedes Wetter, meine eigentliche Reisegarderobe für den Sommer auf einen Rucksack reduzieren. Da aber Not erfinderisch macht, wurden somit Tücher zu Tops umgewandelt und nur leicht kombinierbare Teile durften mit in den Westen Europas. Nach unzähligen Neuinterpretationen meiner Outfits und Besuchen im Waschsalon war ich restlos davon begeistert, wie wenig Kleidung man doch für zehn Tage braucht (auch wenn sich dadurch trotzdem nichts an meinem Shoppingverhalten ändern wird). Aber genug von Reiseoutfits und Backpackermode, kommen wir zum eigentlichen Thema dieses, und den folgenden, Blogposts: Portugal. Da wir ja nicht nur eine Stadt, sondern Drei und auch dort nahegelegene Orte besuchten, kam ich auf die Idee eine dreiteilige Blogserie über jede einzelne Stadt zu schreiben. Beginnen möchte ich mit der, laut Einwohnern, „jungen Dame Portugals“: Lissabon.

Lissabon

Der erste Gedanke der mir durch den Kopf gingen, als wir nach 18-stündiger Reise endlich die Hauptstadt erreichten, war: San Francisco, Triest oder Wien? In Lissabon scheinen sich all diese Städte zu vereinen. Zwar war ich noch nie in San Francisco, doch die rote Brücke über den Fluss Tejo (welche übrigens den selben Architekten wie die Golden Gate Bridge hat) und die schmalen Gassen , lassen schnell auf die amerikanische Stadt schließen. Und auch Wien und Triest lassen sich in der Architektur schnell wieder finden. Doch Lissabon ist mehr als eine Erinnerung an diese drei Orte: es ist wunderschön, freundlich, hell und perfekt, um sich selbst zu verlieren und gleich danach wieder zu finden. Die unzähligen bunten Gassen und die wunderschönen Häuser mit Fassaden aus Fliesen machen die „weiße Stadt“ unglaublich charmant und laden nur so zum Flanieren und Entdecken ein. Unglaublich viele Tuk-Tuks und die weltbekannten Trams in allen Farben zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht. Und der Fluss Tejo ist nicht nur ein toller Entspannungsplatz, sondern auch die perfekte Orientierungshilfe, da der Süden der Stadt immer beim Fluss liegt. Anzukommen fühlt sich richtig an, abzureisen viel zu falsch.

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What to do:

Pastéis:

Wer die kleinen Blätterteigkuchen mit Puddingfüllung nicht kostet, der ist selbst schuld. Wer sie nicht mag, der sollte ganz schnell nach Hause fliegen. Ein Biss in dieses Nationalgericht ist wie der Himmel auf Erden, besonders warm sind sie noch besser. Zu kaufen gibt es sie überall in Portugal, doch man sollte sie unbedingt in Belem, in jenem Cafe, in dem sie entstanden sind, kosten. Zwar schreckt die lange Schlange vor dem Cafe schnell ab, doch uns wurde geraten einfach an den Leuten vorbei hineinzugehen und auf einen Tisch zu warten, was meistens nicht länger als fünf Minuten dauern sollte. Und siehe da nach ca. zwei Minuten saßen wir schon an einem Tisch und bestellten Pastéis.

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Ginjinha:

Schmecken tut es zwar nicht, kosten sollte man es trotzdem. Das Nationalgetränk Portugals ist ein Sauerkirschlikör mit jeweils 1-2 Kirschen pro Glas. Erst die Kirschen bringen den sauren und bitteren Geschmack mit sich. Kosten tut es zwischen ein und zwei Euro, vor allem im ältesten Ginjinhashop sollte man es probieren.

Pensao Amor:

Am Ende bzw. am Anfang der Pink Street, dem Clubviertel Lissabons, befindet sich das Haus der Liebe, ein früheres Bordell und jetziger Club und wenn man in Lissabon ist, muss man dort feiern. Gleich nach dem Eingang befindet sich eine Art Lounge, welche im Stil des Bordells gehalten ist. Im nächsten Raum befindet sich eine Bar mit exzellenten Cocktails, welche bei uns nicht zu finden sind, und eine Tanzfläche. Vor der Toilette gibt es einen Spiegelraum mit Sesseln aus Samt und sogar eine Wahrsagerin findet man hier. Überall hängen Bilder aus früheren Zeiten, die Decke ist gesäumt von anzüglichen Zeichnungen. Die Musik ist toll, perfekt zum Tanzen und der Eintritt ist kostenlos – definitiv einen Besuch wert.

Belem:

Dieses Stadtviertel von Lissabon liegt etwas außerhalb und ist mit der Straßenbahn in circa einer Viertelstunde erreichbar. Dort findet man das berühmte Kloster von Lissabon, den Turm Torre de Belém und das Entdeckerdenkmal. Besonders hier kommt einem der Name „Weiße Stadt“ in den Sinn, da dieses Viertel und die Sehenswürdigkeiten sich vor allem durch die Nicht-Farbe auszeichnen. Ebenso ist es der perfekte Platz, um sich ans Ufer des Tejo zu setzen, Straßenmusikanten zuzuhören und Schiffe zu beobachten.

Sintra:

Etwa 40 Minuten mit dem Zug entfernt, liegt Sintra, jenes Städtchen, das für seine vielen Burgen und Schlösser bekannt ist. Ist man erst einmal dort, kann man zwischen Märchen und Realität schwer unterscheiden. Besonders zu empfehlen ist der Palast Palácio Nacional da Pena, welcher stark an das Disneyland erinnert, und die Burg Castelo dos Mouros, welche mit ihren alten Mauern eine verwunschene Aura hervorbringt. Ebenso sind die Ausblicke, die man von beiden Plätzen hat wirklich atemberaubend. Zwar muss man für beides Eintritt bezahlen, doch es lohnt sich wirklich.

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Cabo da Roca:

Last but not least einer der schönsten Orte auf der ganzen Welt und der westlichste Punkt des europäischen Festlandes: Cabo da Roca. Schroffe Klippen, peitschender Wind und ein Leuchtturm – das Ende der Welt scheint in Portugal zu finden zu sein. Zwar fährt man mit dem Bus ab Sintra noch immer eine Stunde dorthin, doch es zahlt sich wirklich aus. Wenn man am Ende einer Klippe sitzt, Wellen gegen Stein brechen und die Sonne sich mit dem Meer vermischt, scheinen alle Probleme auf einmal ganz klein.

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Our hostel:

In Lissabon übernachteten wir im Lisbon Lounge Hostel. Es war das erste Mal, dass ich wirklich nur Hostel gebucht hatte und ich war mehr als positiv überrascht. Das Hostel selbst geht über mehrere Stockwerke, im Untergeschoss befindet sich ein schön eingerichtetes Wohnzimmer sowie eine gemütliche Küche mit einem großen Tisch. Wir schliefen in einem Sechsbettzimmer und ich kann es nur empfehlen. Die Leute waren sehr angenehm, es gab für jeden einen Kasten, in dem man seinen Rucksack einsperren konnte und das Zimmer war groß und hatte sogar einen Balkon. In jedem Stockwerk gab es ein Gemeinschafts- sowie ein Einzelbadezimmer und auch ein „kleines“ Wohnzimmer mit einem Bücherregal und einem Computer. Vor allem hat mich aber die Sauberkeit überzeugt, da man an dieser wirklich gar nichts aussetzen konnte. Ebenso war auch das Frühstück im Preis inkludiert und neben Müsli, Semmeln und Kaffee, fand man hier auch Palatschinken. Sehr zu empfehlen ist das Dinner, welches jeden Abend angeboten wird. Für 10 Euro bekommt man Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise sowie Wein als Getränk und ich muss zugeben, dass es das beste Essen war, welches wir in Lissabon hatten. Falls es sich anbietet, sollte man unbedingt eine „Free Walkers Walking Tour“ machen. Die Touren sind kostenlos und basieren auf Trinkgeld. Es gibt unterschiedliche Touren mit verschiedenen Stops, welche von Portugiesen durchgeführt werden. So lernt man nicht nur die Kultur und Geschichte etwas näher kennen, sondern weiß auch, was man auf keinen Fall machen sollte und bekommt eventuell einige Insidertipps.

 

Besonders toll fand ich, dass jede Lampe im Hostel aus Materialien wie Plastikbecher gemacht wurde.

Tipp: Noch ein kleiner Tipp zum Schluss – geht nicht in Lokale, in denen die Speisekarte auf so ziemlich allen Sprachen übersetzt ist oder jene, welche Fotos vom Essen vor dem Lokal hängen haben. Sucht eher kleine typisch portugiesische Restaurants. Als Vegetarier hingegen würde ich es empfehlen in pure vegane oder vegetarische Restaurants zu gehen, da es in den meisten Lokalen fast nichts für Vegetarier und schon gar nichts für Veganer gibt.

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Liebe Grüße,

Coco

Sweater Weather

Während die Tage wieder kürzer werden und die ersten Blätter ihren Weg Richtung Boden finden, verliebte sich ein hellrosa Pullover in einen schwarz-weiß karierten Rock mit Rüschen. Es war Liebe auf den ersten Spiegelblick und die Beiden wurden zu einem unschlagbaren Team. Auf ihrem Weg begegneten sie einer nicht ganz so gewöhnlichen Jeansjacke, welche vom Pullover und vom Rock sofort als Kind adoptiert wurde. Ebenso trafen sie ein Paar Boots aus Samt, welches die Beiden durch anfängliche Zwistigkeiten fast auseinanderbrachte. Doch da die Jacke und die Schuhe so gut miteinander harmonierten, und auch der Pulli und der Rock sich langsam aber sicher an sie gewöhnten, wurde auch dieses Paar in die Familie aufgenommen. Geendet hat diese Geschichte in den Straßen von Graz. Getragen von mir. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht.

schuhe

Könnt ihr euch noch daran erinnern, als ich in einem meiner ersten Blogposts (Pretty in Pink) mir selbst die Frage gestellt habe, ob meine Pink-Verliebtheit nur eine Sommerromanze ist, welche nicht mal bis September andauert? Es ist Herbst und in meinem Kleiderschrank hat sich in Richtung rosa Farbexplosion nichts geändert. Sogar das Gegenteil ist eingetreten. Es wird immer mehr. Auch mein neuester Lieblingsbegleiter für die kalten Tage strahlt in wunderschönem Hellrosa. Selten habe ich einen Pullover angezogen und wollte ihn am Liebsten nie wieder ausziehen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Pullis kratzt dieser nicht einmal ansatzweise, sondern ist total weich. Ebenso lässt er sich super einfach kombinieren und hat die perfekte Länge, egal ob bei den Ärmeln oder bei der Taille.

pink

Da ich aber seit Jahren treuer Fan der Kombination ‚Pulli mit Rock‘ bin, musste auch für diesen Herbst ein neuer Lieblingsrock her. Und prompt fand ich den perfekten Begleiter für den Traum aus Rosa: einen engen schwarz-weiß karierten Minirock mit Rüschen. Am Anfang wollte ich den Rock auf keinen Fall anprobieren, da mir normalerweise solche Schnitte nicht stehen, aber nach einer langen Überzeugungspredigt meiner Mama huschte ich in die Umkleidekabine. Und ich bin ihr mehr als dankbar. Der Rock sitzt perfekt und kaschiert genau an den richtigen Stellen. Ebenso bekommt er durch die Rüschen das gewisse Etwas und man fühlt sich trotz der Länge und der anliegenden Form sehr wohl.

rosa

So weit, so gut, doch um das Outfit etwas weniger mädchenhaft zu machen, wurde mit der Jacke und den Schuhen Abhilfe geschaffen und ein Hauch von ‚Bikergirl‘ fand seinen Weg in diesen Look. Die Jeansjacke mit dem Vogelmotiv am Rücken bringt einen Stilbruch in das etwas bravere Outfit und lockert es auf. Die Schuhe hingegen sind aus Samt und mit den Schnallen und den Verzierungen Statement pur. Sie sind die perfekten Begleiter für wärmere aber auch kühlere Herbsttage und sind ein wahrer Blickfang.

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Das perfekte Outfit um die Welt im Sturm zu erobern, während Blätter von den Bäumen fallen.

Liebe Grüße,

Coco

 

Grazguide: Where to shop – Dogdays of Summer

Wo aus zweiter Hand zu Liebe auf den ersten Blick wird.

Drei Mädchen – eine Mission: Die Welt, vor allem Graz, mit Second-Hand-Mode zu verschönern. Passend zum dritten Geburtstag von Dogdays of Summer durfte ich Diana, eine der drei Betreiberinnen, in ihrem Shop am Lend in Graz besuchen und mit ihr über die Idee hinter Graz coolstem Vintagelieferanten sprechen.

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Die Köpfe hinter Dogdays of Summer:

Bereits seit dem Kindergarten kennen sich die zwei Studentinnen Diana und Clarissa, welche Dogdays of Summer ins Leben gerufen haben. Durch die Liebe zur Mode und auch zur Vintagekleidung kam dann die Dritte im Bunde, Johanna, hinzu. Seitdem sind sie ein unschlagbares Team, denn jede der Drei bringt das gewisse Etwas mit – so sind Clarissa und Diana durch ihr Studium vor allem für den Grafikbereich zuständig, während sie mit Johanna eine wahre Modeexpertin an Land gezogen haben, da sie eine Modeschule besuchte.

Der Name und das Logo: 

Heißer Sand, Kakteen und ein Roadtrip mit Freunden durch die sengende Hitze einer Wüste – all das assoziieren wir mit cooler Vintagekleidung und Westernflair. So auch Diana, Clarissa und Johanna und prompt fiel ihnen auch ein Name für ihren Shop ein: Dogdays of Summer – die sogenannten Hundstage und somit auch heißesten Tage des Jahres. Denn sind wir ehrlich? An diesen brennend heißen Tagen brauchen wir nichts mehr als gute Freunde und tolle Kleidung – der Rest ergibt sich dann spontan. Und auch das Logo passt perfekt zum Wüstenszenario: es zeigt einen Stierkopf und hat sich als Markenzeichen des Shops etabliert – wer diesen Kopf sieht, bekommt sofort das Gefühl von Freiheit und Sommer – aber bitte nur in genialen Outfits!

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Das Konzept:

Berlin hat es. Amsterdam auch. Wieso nicht Graz? Diese Frage stellten sich Diana und Clarissa, als sie einen Städtetrip nach Berlin machten und kamen schnell zur Entscheidung dies zu ändern. Und das mit Erfolg, denn ihr Shop ist einzigartig und bereits über die Grenzen der Steiermark hinweg bekannt. Im Gegensatz zu anderen Geschäften wie Carla oder Humana sind ihre Produkte speziell und sorgfältig ausgewählt, denn ihr Ziel war es einen Shop zu eröffnen, den man ungerne mit leeren Händen verlässt.

Das Sortiment:

Eines vorweg – das Sortiment im Store und im Online-Shop ist komplett verschieden. Das liegt aber daran, um zu verhindern, dass manche Dinge doppelt verkauft werden. ABER es ist möglich Dinge im Online Shop zu bestellen und sie dann im Store anzuprobieren, um zu sehen, ob es wirklich gefällt. Die Produkte werden von allen Drei selbst ausgesucht – sie kommen von Flohmärkten, privaten Leuten oder Seiten wie willhaben –  so ziemlich von allen Quellen, die mit Second-Hand in Verbindung stehen. Ebenso werden permanent verschiedene Kollektionen angeboten, welche auch von ihnen persönlich zusammengestellt werden. So gibt es nun z.B. die Back to School Kollektion. Auch gab es bereits eine eigene Dogdays of Summer Kollektion, bei der jedes Stück durch ihr eigene Handschrift noch individueller als sonst gestaltet wurde.

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Der Shop:

Erst seit Mai gibt es auch einen physischen Laden des bis zurzeit eigentlichen Online-Shops. Der Standort Lend ist gut gewählt, da das Viertel nicht nur jung und aufstrebend, sondern auch im Generellen sehr vielfältig ist – der perfekte Platz für einen Vintagestore in Graz. Der Shop selbst ist sehr liebevoll eingerichtet – besonders auffallend sind die vielen Pflanzen, die sich zwischen der Kleidung finden lassen. Ebenso fühlt man sich sofort wohl, sobald man den Shop betritt und auch die Musik schafft ein tolles Flair.

Fazit:

Ich persönlich bin restlos begeistert von Dogdays of Summer. Diana, Clarissa und Johanna haben mit ihrem Store etwas Außergewöhnliches und Individuelles geschaffen, was vor allem in Graz gefehlt hat. Hier wird jeder fündig, der einzigartige Stücke bevorzugt. Die Produkte sind wunderschön und kein Wunsch bleibt offen, es gibt von Schuhen bis zu Haarbändern alles. Da es alles nur einmal gibt, kann es leider passieren, dass das gewünschte Stück nicht in der richtigen Größe vorhanden ist, doch meistens findet man eine Entschädigung. Meiner Meinung nach haben sie ihr Motto verwirklicht, denn ich verlasse den Laden ungerne ohne ein neues Lieblingsstück. Definitiv einen Besuch wert!

 

Where to find:

Laden: Josefigasse 3, 8020 Graz

Öffnungszeiten: Mittwoch – Freitag: 12:00 – 19:00 Uhr

Samstag: 10:00 – 17:00 Uhr

Online-Shop: http://www.dogdaysofsummer.at

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Liebe Grüße,

Coco

 

 

 

 

Der Hipster in mir

Anders. Ein so kleines Wort mit einer so großen Bedeutung. Wir benutzen es für so vieles – beschreiben damit Gutes sowie Schlechtes. Es ist so unglaublich facettenreich. Und doch haben wir alle etwas mit diesem Wort gemeinsam: jeder von uns möchte es sein.

„Ich bin anders, ich möchte aus der Masse hervorstechen, ich möchte nicht 0815 sein!“ Ein Satz, der mir oft genug durch meinen Kopf ging, als ich durch die Läden schlenderte. Ich war der Meinung, dass früher alles besser war und sich die Leute individueller kleideten als heute. Sobald ich grüne Parkas in Kombination mit schwarzen Leggings und Adidas-Sneakern sah, musste ich meinen Blick abwenden. Ich wollte regelrecht zu den Leuten hingehen und sie schütteln und fragen: „Trägst du das, weil es dir gefällt oder weil es alle tun?“ Ich wollte mehr Individualität und Kreativität sehen, mir kam die Welt nur schwarz-weiß vor. Trends wie Boyfriend – Jeans, Rucksäcke oder Netzsocken umging ich in einem großen Bogen und betrachtete sie mit Abscheu. Und dann landeten genau diese drei Trends nacheinander in meinem Kleiderschrank. Das Wort „Hipster“ fiel immer öfter aus dem Mund meiner Freunde, sobald es um mich ging. Und ich fragte mich, ob ich mich nun selbst verraten hatte und ich zum Mitläufer wurde, der ich nie sein wollte.

Und irgendwann kam ich zu jener Antwort: NEIN. Heißt es jetzt automatisch ich bin gleich wie alle anderen, nur weil ich einen Rucksack trage? NEIN. Je mehr ich darüber nachdachte, desto absurder kam mir dieser Gedanke vor. Auch meine heißgeliebten schwarzen Jeans waren kein neuer Trend, den ich in die Welt gesetzt habe – fast jeder trägt schwarze Jeans. Und trotzdem hatte ich dort das Gefühl anders zu sein.

Jede Generation hat gewisse Trends und Markenzeichen, die sie auszeichnen. Die 60er, 70er, 80er, 90er – die Jugend hat in all diesen Jahren verschiedene Richtungen in der Modewelt eingeschlagen. Unsere Generation brachte den Hipster hervor, einen Typus, den man unzählig oft auf verschiedene Art und Weise interpretieren kann. Dieser sogenannte Hipster vermischt Alt mit Neu, holt sich die 90er Jahre zurück und kombiniert sie mit etwas Zeitgerechtem. Die Mode kommt und geht, was einmal In war, wird wieder In sein. Vielleicht ist aber gerade das, diese Fähigkeit das alte In mit dem neuen In zu mixen, unser Anders-sein. Natürlich folgt jeder von uns Trends, so entstehen sie ja auch. Auch die Jugend früher hat das getan. Ich habe nur sehr lange gebraucht, um das zu verstehen und um von meinem Leitfaden des Anders-sein abzukommen und neue Wurzeln zu schlagen. Die Scheuklappen abzulegen, nur um dann zu sehen, dass die Welt noch immer bunt ist, wenn man genau hinschaut.

Ich bin nicht gleich, wenn ich einem Trend folge, der mir gefällt. Ich bin auch nicht gleich, wenn ich allen Trends folge. Wenn sie mir gefallen, wieso nicht. Solange ich sie mit Überzeugung, Spaß und Liebe trage, bin ich nicht gleich. Ich kann Trends kombinieren wie ich möchte, kann einen neuen Trend entstehen lassen, wenn ich nur ein Teil daran ändere. Das ist das Schöne an der Mode, sie ist so vielfältig, man kann sich so unglaublich gut damit ausdrücken, kann seine Persönlichkeit oder Gefühle nur durch Outfits zum Vorschein bringen. Solange ich das tu und ich anziehe was mir gefällt und was zu mir passt, werde ich nie gleich sein. Jutebeutel hin oder her.

Anders bedeutet nicht immer gut, gleich bedeutet nicht immer schlecht. Am Wichtigsten ist hier noch immer das Gefühl Ich zu sein, und es zu bleiben.

Liebe Grüße,

Coco

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August Favourites

Die sogenannten „Hundstage“ des Sommers sind vorüber und langsam, aber sicher, müssen wir uns jenem Gefühl hingeben, welches wir so lange wie möglich hinauszögern wollten: es wird Herbst. Mein Sommer hingegen steht erst in den Startlöchern, denn der September hält noch so einiges für mich bereit: ein Konzertbesuch, das Finale der FashionWg, ein Wochenendtrip nach Kroatien sowie eine mehrtägige Reise nach Portugal stehen auf dem Plan. Trotzdem kann auch ich mich nicht vor den ersten Herbsttagen retten, egal in welche Länder es mich führt. Um den Sommer aber noch etwas länger aufleben zu lassen, möchte ich euch nun meine Sommerfavoriten präsentieren, welche mich den ganzen August begleitet haben.

Parov Stelar: Was braucht ein Sommerabend, um ihn perfekt zu machen? Genau, die richtige Musik. Und diese liefert Parov Stelar. Sobald die ersten Töne eines Songs von ihm erklingen, hebt sich die Stimmung schlagartig und so gut wie jeder ist in Tanzstimmung. Diese Musik macht einfach gute Laune und passt bei jeder Gelegenheit, egal ob beim Zelten am See, bei einer ausgelassenen Party oder einem gemütlichen Abend zu Hause. Meine Lieblingslieder sind ganz klar: Catgroove, Booty Swing und All Night. Wer bei diesen Songs nicht in Tanzlaune kommt ist selbst schuld.

TAS – Take a shot Sonnenbrille: Es ist eine unglaublich schwierige Aufgabe die perfekte Sonnenbrille zu finden. Besonders für mich, da nur wenige Brillen zu meiner Gesichtsform passen bzw. mir auch gefallen. Umso überraschter war ich dann, als ich heuer beim Feschmarkt in Graz schon nach kurzem Suchen die perfekte Sonnenbrille fand: von TAS – Take a shot. Die Brille ist aus Holz und somit ultraleicht. Ebenso schaut sie extrem gut aus und ist ein kleines Highlight. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis passt, da die Brille eine sehr gute Qualität aufweist. Seit ich sie besitze, trage ich sie fast täglich, selbst an Regentagen habe ich sie immer dabei.

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Rucksack mit Ankermotiv: Diesen Rucksack hat mir meine Schwester aus ihrem heurigen Sommerurlaub mitgebracht und ich liebe ihn. Das Muster ist herrlich erfrischend und sommerlich, und der Rucksack peppt auch jedes langweilige Outfit im Nu auf. Egal ob Sightseeingtour, ein Tag am Meer bzw. am See oder ein Shoppingtag – der Rucksack ist für alles geeignet und bietet auch genügend Platz für den nötigen Krimskrams.

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Aja, und falls jemand Reisetipps für Portugal hat, immer her damit 🙂

Liebe Grüße,

Coco

 

 

 

 

 

 

 

 

FM4 Frequeny Festival 2017

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr schnappte ich mir meine Sonnenbrille, meine roten Converse und mein Bandana und es ging auf ein Festival: diesmal in den Greenpark nach St.Pölten, wo das FM4 Frequency stattfand. Leider ging sich aus zeittechnischen Gründen nur einer von drei Tagen aus, aber das LineUp war einfach so gut, dass sich auch ein Tag auszahlte. So packten vier Freunde und ich alles zusammen und fuhren direkt in die Festivalhölle des dritten und letzten Tages hinein. Und ich war mehr als gespannt, denn das letzte Mal, als ich den Greenpark besuchte, wurde ich etwas enttäuscht. Und so fuhr ich nun mit gemischten Gefühlen hin und wartete darauf, was der Tag so bringen würde.

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Schon bei der Ankunft gab es den ersten Pluspunkt. Die Parkplätze für das Tagesparken waren mehr als gut gewählt, denn nur einige hundert Meter trennten uns vom Festivalgelände. Keine langen Wege zu den Bühnen, kein Stau am Parkplatz und wir fanden sofort einen Platz – es begann toll. Der zweite Pluspunkt folgte sogleich als wir unsere Bänder bekamen – im Gegensatz zum heurigen NovaRock blieb das Frequency den gewebten Bändern samt Metallverschluss treu und auch das Design konnte sich sehen lassen. Normalerweise gefallen mir die Tagesbänder nie, doch heuer waren diese schöner als die eigentlichen Festivalbänder. Und auch der dritte Pluspunkt ließ nicht lange auf sich warten – die Space Stage. Ein neues Design zierte die Bühne und machte sie zum Herzstück des Festivals. Mehrere Leinwände waren auf beiden Seiten in absteigender Richtung angebracht, riesige Katzenköpfe (die heuer überall zu finden waren) thronten auf die Menge herab – die Bühne war riesig und extrem präsent. Was leider auch zum ersten Minuspunkt führt – die Green Stage. Es wirkt fast so, als wäre diese Bühne die verhasste Stiefschwester der Space Stage. Neben der neuen imposanten Space Stage ging die Green Stage im wahrsten Sinne des Wortes unter. Kein neues Design, schlechter Sound am Rand der Bühne und keine einzige Leinwand – das war das traurige Fazit. Aber kommen wir nun zum wichtigsten Teil auf einem Festival – die Acts.

Alan Walker:

You were the shadow to my light

Dafür, dass Alan Walker die Space Stage am dritten Tag eröffnet hat und somit der erste Act an diesem Festivaltag war, konnte er bereits eine Menge Leute verzeichnen. Ehrlich gesagt habe ich selten so viele Leute bei einem so frühen Act gesehen. Für eine Dreiviertelstunde verwandelte er den Platz in einen Hexenkessel und bei Hits wie Faded, Tired und Sing Me To Sleep blieb keiner still stehen. Alles, was man als DJ richtig machen kann, hat er richtig gemacht. Ein guter Einstieg in einer Festivaltag.

Jennifer Rostock:

Reiß dich vom Riemen, es ist nie zu spät

Eines muss man Jennifer Weist lassen: sie ist eine der wenig Frauen, die auf vielen namenhaften Festivals vertreten ist und rockt die Bühnen mehr als genug. In einem Hauch von Nichts springt sie über die Bühne, trinkt Schnaps und gibt all ihre Lieder zum Besten. Zwischendurch gleicht ihre Stimme die eines Mannes – hier gilt hohe Verwechslungsgefahr. Sie polarisiert und zeigt auf, besonders den Song Hengstin bekommt man lange nicht mehr aus dem Kopf und man beginnt nachzudenken.

Kraftklub:

Und nein ich war nie Anti-Alles, ich war immer Anti-Ihr

Ich LIEBE Kraftklub. Ihre Lieder sind der Wahnsinn, sie sprechen so viel aus, was wir uns oft nicht zu sagen trauen und man kann sich in jeden einzelnen Song hineinversetzen. Sie sind meiner Meinung nach eine der bestens Bands, die es gerade gibt, besonders im deutschsprachigen Raum. Vor zwei Jahren durfte ich sie bereits am NovaRock sehen und war extrem begeistert. Natürlich war meine Vorfreude riesig und ich hörte seit Wochen Tag ein und aus alle Lieder. Nur um dann mehr als enttäuscht zu werden. Und zwar nicht von der Band, sondern vom Publikum. Ich persönlich bin generell ein größerer Fan von den Leuten am NovaRock als von jenen am Frequency und dieses Konzert zeigte mir mal wieder warum. Moshpits, Circle Pits und Wall of Deaths – ich habe schon alles erlebt und noch nie hatte ich so eine Panik in einem Wavebreaker wie bei Kraftklub am Frequency. Die Leute drehten durch, einige lagen am Boden und einige wurden sogar bewusstlos weggetragen. Das Konzert wurde fast abgebrochen. Und das alles wegen Fans, die es nicht schaffen normal zu feiern. Immerhin war die Band sehr gut und hat mir einen kleinen Teil vom Konzert gerettet.

Wanda:

1,2,3,4 – es ist so schön bei dir

Auch Wanda durfte ich nun zum zweiten Mal erleben und es war damals wie jetzt einfach urleiwand. Diese Band muss man einfach mögen. Sie lassen alles so locker und leicht wirken und machen den Eindruck, dass man selbst die schlimmsten Probleme mit einer Flasche Schnaps lösen kann. Sobald die ersten Lieder erklingen, wird mitgesungen was das Zeug hält und spätestens ab Bologna gibt es kein Halten mehr. Das ganze Konzert wird nur getanzt, getanzt, getanzt. Aja und Schnaps getrunken. Bussi Wanda, ganz viel Amore für euch, bis nächstes Mal.

Rise Against:

He said: „Son, have you seen the world?“

Vor zwei Jahren sah ich Rise Against das erste Mal live und fand das Konzert sehr gut. Bis auf die Tatsache, dass sie damals nicht Hero of War spielten. Heuer am Frequency änderte sich das und ich hörte endlich diesen Song. Leider war das auch der einzige positive Aspekt an ihrem Auftritt. Die Band spielte viel zu schnell und sie waren so gar nicht im Takt. Es wirkte fast so als hätten sie großen Stress und konnten es nicht erwarten von der Bühne zu gehen. Auch der Sound war nicht unbedingt gut. Eine kleine Entschädigung waren die Lieder, die sie spielten – alle Klassiker waren dabei.

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Highlight: Ein kleines Highlight waren die Kokosnüsse, die es überall am Festivalgelände zu kaufen gab. Sie wurden live aufgeschnitten und man konnte sie entweder pur oder mit Rum gemischt trinken. Ebenso war Meine kleine Kokosnuss eingraviert. Das perfekte Getränk für einen Festivaltag.

kokosnuss

Fazit: Im Großen und Ganzen war es ein toller Festivaltag mit Höhen und Tiefen. Es war das erste Mal, dass ich nur einen Tag auf ein Festival fuhr und es war angenehm nicht Zelte, Pavillons und Campingsessel schleppen zu müssen. Auch das Essen in der Foodarea war wieder einmal sehr gut – der kleine Streetfoodmarket und die Chill-out-area schreien nur so nach Gemütlichkeit und Entspannung. Einen großen Pluspunkt gibt es für das Aussehen des Festivalgeländes – man merkt einfach, dass sich die Veranstalter einiges dabei denken und auch ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Trotz des Zwischenfalls bei Kraftklub war es ein perfekter Sommertag und wir hatten ordentlich Spaß.

mary und me

Liebe Grüße,

Coco

 

Über Falten und Herrenschuhe

Fünf. Das ist die Anzahl von Paaren, die ich an Budapesterschuhen besitze. Tendenz steigend. In allen möglichen Farben und Variationen kuscheln sie sich in meinem Schuhschrank aneinander. Wäre ich ein Mann, würde ich meinen riesigen Kleiderschrank gegen ein großes Schuhregal ersetzen, die Auswahl an schicken Männerschuhen ist einfach viel zu groß. Und wenn ich hin und wieder durch die Herrenabteilungen einzelner Labels wie Ralph Lauren schlendere, wünsche ich mir oft, dass mich jemand schnappt und in eine Zeitmaschine zieht, die 20er Jahre in blinkender Schrift auf der Zielscheibe eingetragen. Dort möchte ich dann in einem Duesenberger à la Great Gatsby die Straßen entlang düsen und in einer Bar zu Swing und Jazz tanzen. Ebenso hätte ich kein Problem damit, dort für einen Tag das Geschlecht zu wechseln – waren Hüte, Fliege und Anzug doch nur den Männern vorbehalten. Gut, dass wir aber im 21 Jahrhundert leben und die Mode die Grenzen zwischen Mann und Frau schon längst verwischt hat.

Jeder der mich kennt, weiß, wie sehr ich den Dandy Look verehre. Wie schon gesagt bin ich stolze Besitzerin von fünf Budapesterpaaren, bin begnadete Hutträgerin und liebe es meinen Anzug samt Fliege auszuführen. Kein anderer Stil versprüht mehr Eleganz und Charme, kein anderer Stil lässt einen so gut angezogen sein wie der Dandy Look.

Und was mein Herz noch höher schlagen lässt als Budapester allein, sind Budapester in Kombination mit einem Rock. Egal ob Mini oder Maxi, aber auch Midi hat dieses Jahr einen Platz in meinem Schrank gefunden, und zwar in Form eines olivgrünen Pliseerocks. Wo wir nun zu den Falten kommen, die sich hier nicht am Körper, sondern auf diesem wunderschönen Rock befinden. Nachdem ich beides gekauft habe, habe ich mich ins Auto gesetzt und bin in Tagträumereien über diese Kombination versunken. Im Sommer habe ich den Rock durch die Straßen von Graz und im Herbst durch das bunte Herbstlaub flanieren gesehen. Erschreckend wie sehr einen Mode für kurze Zeit der Realität entfliehen lässt.

Und während ich Rock und Schuhe zusammen trage, fühle ich mich wie in einer modernen Version der 20er Jahre, denn die Sonnenbrille und der Rucksack bringen das Outfit ins 21te Jahrhundert. So tanze ich in meinen neuen Budapestern leichtfüßig zu Swing und Jazz und lasse die Falten zu den Tönen flattern. Um die moderne Version aufrechtzuerhalten, würde ich hier sehr Parov Stelar empfehlen.

Aber seht selbst:

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Sonnenbrille: TAS – Take a shot

Oberteil: Forever21

Rock: Vero Moda

Rucksack: Dogdaysofsummer

Schuhe: Tamaris

 

Liebe Grüße,

Coco