Diary of a messy one #2 – August

Der August, und somit auch der Sommer, ist vorbei. Auf der einen Seite freue ich mich auf den Herbst und den Unistart, aber auf der anderen Seite hätte ich gerne noch eine kleine Verlängerung. Letztens, als ich mich durch ein paar Bilder geklickt habe, habe ich erst so richtig realisiert, was für einen tollen Sommer ich eigentlich hatte. Und wie gerne ich manche Momente noch einmal erleben würde. Aber jedes Ende ist ja ein Anfang, deswegen lass ich den August einfach mal Revue passieren und freue mich auf buntes Laub, warme Pullis und Kakao.

 

 

August du hast mir…

… das bisher beste Konzert meines Lebens gegeben 

ED SHEERAN. Mehr ist nicht zu sagen. Vor über einem Jahr hatten eine Freundin und ich uns die Karten gekauft und am 7. August war es endlich so weit. Nach ewigem Warten und so langer Zeit, durfte ich diesen Sänger endlich live erleben und ich kann nicht in Worte fassen wie toll es war. Ich war wirklich schon auf vielen Konzerten, aber dieses hat all das, was vorher war, in den Schatten gestellt. Einfach schon die Tatsache, dass Ed allein 50.000 Leute für gute zwei Stunden unterhalten kann, ist der Wahnsinn. Ich habe so viel getanzt, gelacht, fast geweint und war so glücklich. Neben (fast) allen Wunschliedern sang er auch „I see fire“, mit dem ich wirklich nicht gerechnet hatte. Für mich als riesiger Herr der Ringe bzw. Hobbit Fan war das so ziemlich der beste Moment. Dieses Konzert war ein Erlebnis, bei dem man währenddessen schon wusste, dass man diesen Moment vermissen wird. Und am liebsten nie mehr aufgehört hätte, darin zu sein.

… einen neuen Haarschnitt verpasst 

Oke, das ist etwas gelogen, denn eigentlich ist das Ende Juli passiert. Aber ich habs irgendwie vergessen. Auf jeden Fall sind mir Ende Juli meine langen Haare so dermaßen auf die Nerven gegangen, dass ich einfach beschlossen habe, sie kürzer zu schneiden. Einen Tag nach dieser Erkenntnis saß ich schon beim Friseur. Und auch, wenn ich sie eigentlich gar nicht so kurz haben wollte, gefallen sie mir so mega gut. Ich bin echt sehr zufrieden mit dem Ergebnis und ich glaube, dass ich sie jetzt für eine längere Zeit gerne in dieser Länge tragen möchte.

… mein Handy genommen

Jeder, der mich kennt, weiß wie tollpatschig ich bin. Manchmal komme ich mir vor wie das hilfloseste Lebewesen der Welt. Und deswegen habe ich Anfang August mein Handy versenkt (natürlich nicht mit Absicht). Und auch, wenn ich zuerst so böse auf mich selbst war, hatte es doch etwas Positives. Als Übergang hatte ich also den ganzen Monat ein uraltes Samsung, welches mit allem überfordert war. So konnte ich eigentlich jeden Moment für mich genießen, egal ob am Konzert oder im Urlaub. Und das habe ich auch getan.

… einige erste Male gegeben 

Der erste Urlaub in Griechenland, das erste Mal Moped fahren, das erste Mal Jetski fahren – im August habe ich einige Dinge das erste Mal gemacht. Und es war echt toll. Ich wollte schon immer mal mit einem Jetski über die Wellen flitzen und bin so froh es endlich gemacht zu haben. Ich kann es euch wirklich empfehlen.

… wenig Zeit zu Hause gelassen

Es war der erste Sommer, an dem ich wirklich wenig daheim war. Also bei meiner Familie. Durch den Nebenjob in Graz, einem dreitägigen (und relativ spontanen) Kroatienurlaub, zwei Tagen in Oberösterreich, einer Woche Santorin (Blogpost könnt ihr hier lesen) und mehreren Tagen in Wien, blieb mir wenig Zeit, um wirklich daheim zu sein. Auch im Juli waren meine Tage in der schönen Südsteiermark sehr begrenzt. Was mich ja einerseits echt traurig macht, aber andererseits bin ich ja froh, so viel machen zu können. Auch den September verbringe ich hauptsächlich in Graz, also ja. Trotzdem – daheim ist halt noch immer daheim.

… Wien einmal wieder schmackhaft gemacht

Ach Wien, nur du allein. Durch das Ed Sheeran Konzert und den Flug nach Santorin, verbrachte ich wieder einmal einige Tage in unserer Hauptstadt und hab mich erneut verliebt. Ich liebe einfach die Vielfalt dieser Stadt. Vielleicht mag ich es auch einfach so gern, weil man in Wien so gut essen kann. Und ich war endlich einmal im Café Ulrich. Und sehr begeistert. Und habe indisches Essen lieb gewonnen.

… ein bisschen meine Angst genommen

Und zwar vor Karussellen. Als mein Freund und ich von Santorin heimgekommen sind, haben wir noch eine Nacht spontan in Wien geschlafen und waren im Prater. Nicht nur, dass ich generell das erste Mal mit so einem Karussell gefahren bin, sondern war es auch gleich das höchste Karussell der Welt. Hätte mir jemand vor ein paar Jahren gesagt, dass ich einmal damit fahren würde, hätte ich denjenigen echt ausgelacht. Mir wird nämlich wirklich schlecht übel, und das bei Fahrgeschäften aller Art. Deswegen war ich wirklich ein bisschen stolz.

… wieder einmal gezeigt, wie sehr ich Kroatien liebe

Seit ich denken kann, waren meine Familie und ich fast jeden Sommer in Kroatien. Nur ein paar Ausnahmen hat es gegeben. Das schöne Land am Mittelmeer gehört für mich einfach zum Sommer dazu, egal ob nur für ein paar Tage oder eine ganze Woche. Seit fast 10 Jahren (mit den Ausnahmen 2013 und 2015) bin ich mindestens einmal im Jahr dort. Dementsprechend war ich auch schon in einigen Städten und an einigen Orten. Und ich liebe es so so sehr. Es hat einfach einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen. Auch heuer war ich für drei Nächte in Medulin. Einfach in Kroatien zu sein, gibt mir so ein gutes Gefühl und ich fühle mich so unglaublich wohl dort. Das nächste Mal steht definitiv Dubrovnik, also King’s Landing, auf dem Plan.

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Meiner Meinung nach sind die diesjährigen Ferien wirklich wie im Flug vergangen. Der September hat schon einmal richtig spannend mit meinem Praktikum bei Soundportal begonnen. Aber mehr nächstes Monat. In diesem Sinne einen schönen Herbstbeginn.

Liebe Grüße,

Coco

 

From Santorini with love

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Vulkaninsel, Insel der Liebe, Hotspot – Santorin trägt viele Namen. Jeder von uns kennt die weißen Häuser mit den blauen Dächern, welche entlang des Kraterrandes über der griechischen Ägäis thronen. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich mir genau das erwartet – endloses Weiß im Zusammenspiel mit Blau. Und zu einem Teil haben sich diese Erwartungen auch erfüllt. Zu einem großen Teil aber, hat mich Santorin überrascht. Und ohne, dass ich es mitbekommen habe, hat sich die Insel in mein Herz geschlichen.

Allen voran waren es aber die kleinen Dinge, die mir so unglaublich gut gefallen haben. Griechischer Wein, viele Esel (wirklich, ich liebe Esel), schwarze Sandstrände, klares Wasser, gutes Tzatziki und vor allem die schönsten Sonnenuntergänge. Und Fira. Ach, liebes Fira.

Anfangs muss ich zugeben, war ich äußerst skeptisch. Es war mein erster „Inselurlaub“ sowie die erste Reise ins schöne Griechenland. Und ich hatte keine Ahnung, ob es mir nicht langweilig wären würde, den ganzen Tag am Strand zu liegen. Stattdessen aber fand ich seit langer Zeit endlich einmal Ruhe. Von Langweile aber war keine Spur. Wobei man das natürlich auch meiner Reisebegleitung anrechnen muss.

Sieben Tage durften wir auf der griechischen Insel verbringen und ich möchte euch nun meine persönliche What- to- do Liste vorstellen. Aber egal, was ihr auf Santorin tut, tut es mit Liebe.

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What to do:

Black beaches & more:

Santorin ist bekannt für seine kilometerlangen schwarzen Strände, die dem Vulkanausbruch zu verdanken sind. Und auch wenn der Sand jedem Fuß das Fürchten lehrt, so sind diese Strände doch wirklich etwas besonderes. Nebenbei bietet sich Santorin perfekt zum Beach hopping an. Es gibt so viele versteckte und wirklich schöne Strände, die zum Erkunden einladen. So findet man z.B. Höhlen, kann auf Muschelsuche gehen oder schnorchelt den Tag dahin. Der bekannteste Strand ist sicher der Red Beach, der als einer der schönsten Strände Europas gehandelt wird. Ich muss zugeben, dass ich davon sehr enttäuscht war, denn erstens waren viel zu viele Touristen dort und zweitens war es der einzige Strand, an dem das Wasser eher dreckig war. Trotzdem muss man es gesehen haben, denn die roten Klippen geben wirklich ein tolles Bild her! Durch Zufall sind wir dann auch zum White Beach gekommen, denn dieser befindet sich in der Nähe des Red Beach. Zwar hat der White Beach auch einen schwarzen Strand, jedoch ragen über dem Meer weiße Klippen hervor. Diesen kann ich euch wirklich empfehlen, denn er ist richtig schön, nicht ganz so überlaufen und das Wasser ist unglaublich!

Da es an den Stränden fast bis gar keinen natürlichen Schatten gibt, vermieten Restaurants bzw. Privatleute Schirme sowie Liegen. Privatpersonen verlangen meist für einen Schirm und zwei Liegen zwischen 5 – 10 Euro. Bei Restaurants hingegen gibt es 2 Möglichkeiten: entweder man isst dort und kann den ganzen Tag die Liege und den Schirm gratis benutzen, oder man zahlt ebenso meist 10 Euro. Aber es lohnt sich wirklich und die Liegen sind meist riesig und sehr bequem.

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Exploring Santorin:

Der beste und wahrscheinlich mit Abstand lustigste Weg Santorin zu erkunden, ist mit dem Moped. Wir haben uns ein Moped für drei Tage gemietet und es war die beste Idee! Man ist unglaublich flexibel, muss nicht ewig auf den Bus warten und kann stehen bleiben, wann und wo man möchte. Außerdem bietet ein Moped auch genug Platz, um Badesachen, Kamera etc. zu verstauen. Und sind wir uns ehrlich: wie kann man dem griechischen Lebensstil besser nachgehen, als den ganzen Tag auf einem Moped herumzudüsen? Vor allem auf einer Insel, auf der Sperrlinien und Geschwindigkeitsbeschränkungen scheinbar nur zum Spaß existieren. Außerdem ist das Panorama, welches sich während dem Fahren bietet, unglaublich. Und erst durch das Moped haben wir Plätze gefunden, die wir sonst vielleicht nicht gesehen hätten.

Unser Moped hat 20 Euro pro Tag gekostet, jedoch ist man für den Tank selbst verantwortlich. Helme bekommt man dort und auf Santorin findet sich wirklich an jeder Ecke ein Verleihgeschäft.

 

When the sun goes down:

Langsam und äußerst unauffällig vermischt sich das klare Blau mit den schönsten Farben des Sonnenuntergangs. Am Ende ergibt sich ein unglaubliches Bild am Horizont, in dem sich Rosa, Blau, Violett und Gelb duellieren. Man selbst sitzt währenddessen am Strand, die Füße in den angenehm warmen Sand gesteckt und betrachtet das Spektakel. Hin und wieder berührt eine Welle ganz sachte deine Haut. Und du fragst dich, wie unsere Welt etwas so Schönes hervorbringen kann? Und plötzlich ist man überzeugt davon, dass es das Paradies gibt. Und es sich finden lässt.

Kitschig hoch 10, aber so wahr. Genau so können Sonnenuntergänge auf Santorin beschrieben werden. Wem da nicht das Herz aufgeht, der ist selber schuld. Aber aufpassen: enormer Suchtfaktor! Und Glücksbärlimoment inklusive.

Mein Lieblingsplatz, um die Sonnenuntergänge zu erleben. war direkt am Strand, einfach, weil sich das Meer so schön mit dem Himmel vermischt. Es gibt aber auch einige bekannte Plätze wie der Leuchtturm von Akrotiri oder die Klippen Oias. 

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Fira und Oia:

Fira und Oia sind die zwei „größeren“ Städte Santorins. Wobei von groß hier noch lange nicht die Rede ist. Oia ist die bekannte weiße Stadt, welche auf allen Fotos und Postkarten abgebildet ist. Sie liegt an der Spitze der Insel im Norden. Fira ist die Hauptstadt und liegt eher in der Mitte der Insel. Und ich habe mich komplett in Fira verliebt! Die Stadt ist unglaublich lebhaft, hat großen Charme und bezaubert mit griechischem Flair. Außerdem kommt mir vor, dass Fira eher unterschätzt wird. Dabei sind die kleinen engen Gassen nur so zum Flanieren geschaffen. Am Besten einfach losgehen und entdecken. Verlaufen kann man sich eigentlich eh nicht. Die Stadt ist ähnlich aufgebaut wie Oia und hat ebenso schöne Häuser. Während mir Oia aber zu touristisch und zu elegant war, habe ich mich in Fira sofort wohlgefühlt. In Oia hingegen kam ich mir underdressed und ja, zwischendurch sogar etwas arm vor. Die Preise sind für normale Reisende fast nicht tragbar. Erst im Zentrum bzw. in der Mitte der Stadt lassen sich leistbare Restaurants finden. Trotzdem ist Oia wahnsinnig schön, die Stadt erstrahlt nur so in Weiß und rundherum erstreckt sich das blaue Meer. Wenn der Himmel nicht so aussieht, bin ich schwer enttäuscht.

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Tipp: Falls ihr in Fira seid, besucht unbedingt die Taverne „Daphne„. Sie befindet sich im Zentrum der Stadt, ist nicht teuer und das Essen ist sehr lecker! Außerdem ist das Lokal wirklich wunderschön und ein halber Liter Hauswein kostet 6 Euro. Mehr muss nicht gesagt werden. Aja, und das Personal ist richtig cool!

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Vulkan & heiße Quellen: 

Santorin verdankt seiner Form einem Supervulkan und dessen Ausbruch. Der Vulkan existiert heute noch ist sogar noch aktiv. Der letzte Ausbruch war vor gar nicht allzu langer Zeit, und zwar in den 50er Jahren. Dadurch wurde ein großer Teil der Insel zerstört, nur ein Hotel überdauerte den Ausbruch. Nea Kameni, die Vulkaninsel, ist wirklich einen Besuch wert, denn wie oft hat man die Chance, einen aktiven Vulkan zu besteigen? Außerdem bietet sich von dort ein toller Ausblick auf die Klippen Santorins. Nicht weit davon entfernt, befinden sich die heißen Quellen. In einer kleinen Bucht schwimmt man direkt vom kalten Meer in ein angenehmes Wasser mit ca. 29 Grad. Aber Vorsicht, durch das braun- gelbe Wasser der Quellen verfärben sich helle Bikinis bzw. Badeanzüge. Jeden Tag werden Touren angeboten. Wir haben unsere direkt an der Rezeption unserer Unterkunft gebucht und zahlten jeweils 35 Euro. Unsere Tour inkludierte den Vulkan, die heißen Quellen, Thirassia (eine noch kleinere Insel neben Santorin) und einen vierstündigen Aufenthalt in Oia. Ich finde die Tour wirklich klasse, da man für alles genug Zeit hat und etliche Informationen über die Entstehung der Insel bekommt. Ein bisschen Geschichte schadet nie.

 

Amoudi Bay:

Direkt unter den Klippen Oias, an der nördlichsten Spitze der Insel schwimmen, während man den perfekten Ausblick auf Fira hat? Genau das kann man am Amoudi Bay erleben. Durch Zufall sind wir auf diese Bucht gestoßen und waren restlos begeistert. Während sich einige Meter entfernt, im Hafen Oias, Kreuzfahrtschiffe und Yachten die Türklinke in die Hand geben, schwimmt man selbst im schönsten Blau des Meeres. Die Bucht ist etwas versteckt und man muss ein bisschen klettern, um dorthin zu gelangen, aber das ist es allemal wert. Alleine der Anblick von Leuten, die direkt auf den Steinen liegen oder es versuchen, eine gemütliche Position zu finden, bringt einem zum Schmunzeln. Und Mutige können sich am Klippenspringen austoben. Also Schnorchel einpacken, Sonnenhut mitnehmen (dort gibt es keinen Schatten) und den Amoudi Bay genießen.

 

Tipp: Wenn ihr könnt, reist nicht mit dem Auto, sondern dem Moped an. Die Parkmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Wer übrigens von Oia kommt, muss sich ein bisschen spielen, um den Weg zu den Stufen, welche zum Amoudi Bay hinführen, zu finden.

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Unsere Unterkunft: 

Wir wohnten bei „Anny Studios“ in Perissa, ganz im Süden Santorins. Unsere Unterkunft bestand aus einem Schlafzimmer mit einer kleinen Küchenzeile, sowie Badezimmer und Balkon. Im Innenhof befindet sich ein Pool mit einer Poolbar. „Anny Studios“ hat wirklich eine perfekte Lage, es ist nur 30m vom Strand entfernt und man geht ca. 5 Minuten in das Zentrum von Perissa. Supermarkt und Bäcker liegen auch gleich in der Nähe. Jeden Tag wurde das Zimmer von einer Putzfrau gereinigt, Handtücher ausgewechselt und es wurde sogar das Geschirr abgewaschen. Für eine Woche haben wir jeweils ca. 420 Euro gezahlt, was für Santorin wirklich sehr ok ist. Und das Zimmer hatte eine Klimaanlage, was wirklich wichtig ist. Die Appartements sind eng aneinandergereiht, weshalb man hin und wieder einen Blick in andere Zimmer werfen kann oder einen fremden Blick ins eigene Zimmer bekommt. Aber dafür gibt es ja Vorhänge.

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Wusstest du, dass
… Santorin eigentlich als Gemeinde bezeichnet wird? Im Winter leben hier ca. 14 000 Menschen, während es im Sommer rund 40 000 sind.
… es auf Santorin „Donkey Beer“ gibt? Dies wird in einer eigenen Brauerei gemacht und ist ein Craft Beer. Und schmeckt gar nicht mal so schlecht. Hat aber nichts mit Eseln zu tun :b
Weinbau auf Santorin eine große Rolle spielt? Es gibt verhältnismäßig viele Weinbaubetriebe für die Größe der Insel. Außerdem wächst der Wein hier am Boden.
… es auf Santorin sehr windig sein kann? So windig, dass es manchmal sogar im Bikini am Strand zu kalt wird.

Liebes Santorin, eines muss man dir lassen, den Atem hast du mir doch oft geraubt. Und um dich zu beschreiben, bedarf es doch weit mehr als das Adjektiv „schön“.

Liebe Grüße,

Coco

 

 

 

 

 

 

 

 

Landei meets Stadtkind

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Ich glaube ich bin einer der wenigen Grazer bzw. Steirer, der Wien nicht hasst. Ganz im Gegenteil, jedes Mal, wenn ich unsere Hauptstadt besuche, überkommt mich so ein ganz komisches Gefühl. Ein Gefühl von Heimkommen, Bewunderung, Freiheit. Ein ‚Warum bin ich nicht nach Wien gezogen?‘. Andererseits liebe ich Graz und bin mehr als froh es ‚Daheim‘ nennen zu dürfen. Und ich glaube für mich, als eigentliches Landkind, reicht Graz als Anfang, sozusagen als Start für das Stadtleben. Und da mich schon 10 minütige Fahrten mit der Straßenbahn nerven und ich mein Rad bevorzuge, passt Graz dann doch sehr gut zu mir.

Was mich in Wien aber immer wieder fasziniert (natürlich neben den Shoppingmöglichkeiten und den Lokalen) ist eben diese Freiheit. Hier ist jeder wie er ist, egal wie komisch es anderen Personen vorkommen mag. Und hier kann jeder sein, wie er will. Egal ob Kleidung, Sexualität, Persönlichkeit, Vorlieben. Und auch wenn ich ein großer Befürworter davon bin, dass man sich selbst auch an anderen Plätzen in Österreich entfalten kann, so ist es in Wien immer noch einfacher. Natürlich ist es die Anonymität einer Großstadt, die das alles erst möglich macht. Und natürlich ist diese Anonymität auch nicht immer gut. Aber es hat ja alles seine Vor- und Nachteile.

 

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich der Meinung bin, dass man das tragen sollte, was man mag und in dem man sich wohlfühlt. Wenn man komplett gestylt zum Wandern gehen möchte, dann soll man das eben tun. Wenn man Colour Blocking liebt, dann soll man mixen und matchen was geht. Im Endeffekt geht es darum zu wissen, wer ich sein will und wie ich mich mag. Und mir kommt vor, dass dies gerade am Land und in kleineren Städten viel schwieriger ist. Man wird leichter kritisiert, wird angestarrt, wird für anders empfunden. Auch mir fällt es bis heute schwer gewisse Dinge in Graz zu tragen, die ich sehr liebe. Und ich habe einen langen Weg hinter mir, auf dem ich gelernt habe, so außer Haus zu gehen, wie es mir gefällt. Und nicht den anderen. Ein langer Weg, der mir gezeigt hat, dass ich selbst zu sein, gar nicht so schwierig ist.

Und selbst wenn ich mich manchmal beobachtet fühle, dann ist das eben so. Es kann mir ja eigentlich egal sein. Denn meistens ist es wahrscheinlich eben nur das: ein Gefühl. Vielleicht interessiert es dann doch weit weniger Leute, was wir tragen oder wie wir uns zeigen. Kleidung ist für mich die schönste und schnellste Art meine Persönlichkeit weiterzugeben. Und das genieße ich. Egal, ob in Wien oder woanders auf der Welt.

 

Zum Outfit: 

Ich bin sehr verliebt in dieses tolle Latzkleid aus Jeans und trage es gerade überall. Es lässt sich super kombinieren und ist zu jeder Jahreszeit tragbar. Außerdem finde ich es richtig süß. Das gelbe Crop- top ist ein Mitbringsel aus Wien. Mir gefällt es gerade zum Kleid oder zu einer High Waist Hose richtig gut. Und die Farbe ist perfekt für den Sommer. Das Haarband ist eigentlich ein großes Tuch, welches ich im Sommer normalerweise zu einem Top umfunktioniere. Dieses Jahr bin ich aber ein großer Fan von Haartüchern. Es verleiht dem Outfit einen Touch von Diva und Vintage, macht es etwas elegant. Außerdem ist es wunderschön.

Das Outfit spiegelt den Titel dieses Blogposts wider. Es erinnert mich einfach an diese Mischung aus Stadt und Land. Zu einem gewissen Teil, spiegelt es auch mich wider. Je älter ich geworden bin, desto mehr wollte ich in die Stadt. Das Land war mir zu wenig, ich wollte immer mehr. Ich wollte meine kreative Seite ausleben, und das funktioniert in der Stadt eben weitaus besser. Jetzt, wo ich eine Wohnung in Graz habe, sehne ich mich oft nach Äckern und Wälder. Und das, obwohl ich doch oft nach Hause komme. Anscheinend brauche ich beides, was dann oft zu einem Konflikt mit mir selber führt, da ich nicht so ganz weiß, wohin ich möchte. Aber ich bin jung, ich werde noch einiges herausfinden.

Und manchmal denke ich mir:

Du bekommst das Kind vom Land weg, aber das Land nicht vom Kind.

Details: 

Top: Urban Outfitters

Kleid: Infected Graz

Haarband: Dogdays Of Summer

Sonnenbrille: Stilsicht

Schuhe: Vans

Liebe Grüße,

Coco 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diary of a messy one #1 – June/ July

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I am back. Nach langer, langer, viel zu langer Zeit bin ich wieder da. Mit Neuigkeiten, Ideen und hoffentlich wieder mehr Blogposts. Um wieder mehr zu schreiben, bzw. etwas Ordnung in dieses Chaos namens Blog zu bringen, möchte ich nun eine Reihe starten: Diary of a messy one. Hier möchte ich einmal im Monat einen Rückblick auf den alten und einen Vorblick auf den neuen Monat geben. Starten möchte ich nun mit dem Juni bzw. dem Juli. Somit bekommt ihr ein kleines ,Lifeupdate‘ (obwohl ich dieses Wort hasse).

Was war?

Mitte Mai hatte ich mich für eine ausgeschriebene Stelle im Medienbereich der ÖH Uni Graz beworben, sozusagen als Social Media Betreuerin. Ende Mai bzw. Anfang Juni bekam ich dann tolle Neuigkeiten – ich darf mich nun Teil des Referats für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit nennen. Es freut mich sehr, da ich einerseits viel lernen kann und andererseits mit tollen Leuten zusammenarbeiten darf. Außerdem sind einige echt coole Sachen für die Zukunft geplant.

Nachdem ich bis Ende Mai zwei Arbeiten abgeben musste, ging dann Mitte Juni die eigentliche Prüfungsphase los. Durch einen etwas holprigen Start in den Juni (persönliche Gründe) war es nicht ganz so einfach ins Lernen zu kommen bzw. verlor ich dadurch wertvolle Lernzeit, trotzdem habe ich alle Prüfungen geschafft. Zwar habe ich mein Ziel ,40 ECTS dieses Semester zu machen, leider nicht geschafft, trotzdem habe ich etwas über 30 gemacht. Und das ist ja auch nicht schlecht.

Dann haben endlich die Ferien begonnen und so sehr ich Graz und das Stadtleben auch liebe, so sehr habe ich mich auch schon wieder auf das Landleben gefreut. Egal, wie schön der Sommer in der Stadt sein kann, über den Sommer am Land gibt es eben nichts. Außerdem finde ich die Hitze in der Stadt und in meiner Wohnung unerträglich. Ich vermisse es barfuß und im Bikini den ganzen Tag durch den Hof zu laufen und ich liebe die Freiheit mein Rad nicht absperren zu müssen. Und man ist viel schneller bei einem Teich, an einem See oder bei der besten Freundin im Pool 🙂

Danach ging es für eine Woche nach Oberösterreich, um meinen Freund zu besuchen. Dort hatte ich eine unglaubliche tolle und entspannte Zeit, so entspannend wie schon lange nicht mehr. Zurzeit pendle ich immer wieder zwischen Graz und Leibnitz, da ich neben dem Studium einen Nebenjob als Kellnerin in Graz habe und diesen natürlich auch in den Ferien betreibe. Auch wenn es mir manchmal unglaublich auf die Nerven geht, ständig zu pendeln und immer wieder meine Taschen zu packen, bin ich doch froh zwei „Zuhause“ zu haben (:

 

Was kommt?

In nächster Zeit wird mal wieder ganz viel Zeit mit Freunden nachgeholt, die während des Semesters oft auf der Strecke bleibt. Ich möchte die Sommerferien wirklich komplett genießen und nur Dinge machen, die mir Spaß machen und auf die ich Lust habe. Anfang August geht es dann für ein paar Tage nach Wien und zum Ed Sheeran Konzert, worauf ich mich wirklich sehr freue! Ende August geht es dann endlich nach Santorin und ich kann es gar nicht mehr erwarten ins Flugzeug zu steigen! Falls jemand Tipps hat, bitte her damit 🙂

Empfehlung des Monats: 

Le Schnurrbart: Als meine Freunde und ich nach der Prüfungszeit endlich wieder mehr Luft hatten, spazierten wir einfach einen ganzen Tag ziemlich planlos durch Graz. Da entdeckten wir das Café ,Le Schnurrbart‘ und ich bin mehr als begeistert, denn sie haben den wohl süßesten Gastgarten überhaupt. Er liegt auf der anderen Straßenseite als das Café selbst und befindet sich in einem Innenhof. Der Garten besteht aus einer großen Wiese mit Bäumen, Rosensträuchern und süßen Sitzgelegenheiten. Obwohl man doch mitten in der Stadt ist, wirkt es so, als wäre man auf einer großen Blumenwiese am Land und man könnte dort stundenlang sitzen, Kaffee trinken und tratschen. Was wir auch gemacht haben.

Adresse: Paulustorgasse 6, 8010 Graz

Mamma Mia! Here we go again: Freundinnen schnappen und ab ins Kino! Der Film macht unglaublich gute Laune, ist perfekt für den Sommer und eine wirklich gute Fortsetzung des ersten Teils. Oh und ABBA! Das dürfte als Grund genügen.

Liebe Grüße,

Coco

 

 

 

 

 

 

Graz: KostNix- Laden

„Was nichts kostet, kann nicht gut sein.“

Ein altbekanntes Vorurteil, welches in Graz aus der Welt geschaffen wird. Der KostNix- Laden der Stadtteilarbeit EggenLend wechselte jüngst seinen Standort und ist nun in der Karl- Morre- Straße in Eggenberg zu finden. Letzten Samstag, am 12.05, fand die Neueröffnung statt, welche mit Musik und gratis Essen untermalt wurde. Der Andrang war groß, Jung und Alt machten sich ein Bild vom neuen Platz und dem bereits seit einem Jahr existierendem Laden.

Aber was genau ist das eigentlich?

Der KostNix- Laden ist ein Projekt, welches, wie bereits erwähnt, von der Stadtteilarbeit EggenLend ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die Nachbarschaft zu stärken und Ressourcen zu schonen. Acht Ehrenamtliche betreiben den Laden fünf Tage die Woche. Das Prinzip beruht auf Geben & Nehmen: man nimmt, was man braucht, natürlich völlig kostenlos, und gibt, was man nicht mehr braucht. Kleidung, Schuhe, Bücher oder Geschirr – im KostNix- Laden findet jedes Stück einen neuen Besitzer. Klingt gut? Ist es auch.

 Die Neueröffnung

Da der Laden nun seinen Standort nach Eggenberg verlegte, musste auch dementsprechend eine Neueröffnung gefeiert werden. Von Studenten der FH Joanneum des Zweiges ,Soziale Arbeit‘, die am Umzug beteiligt waren, wurde ich eingeladen, mir das Konzept etwas näher anzuschauen. Gesagt, getan. Die Reaktion der Leute war mehr als positiv, die Veranstaltung war sehr gut besucht. Die meisten Besucher gingen nicht mit leeren Händen nach Hause, jedoch wurden auch genügend neue Spenden gebracht. Der Laden begrüßt jeden mit offenen Armen. Alles in allem ein wirklich tolles Projekt, welches zu nachhaltigem Denken anregt.

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Über die Wegwerfgesellschaft & Co.

Dass unsere Generation zu einer wahren Wegwerfgesellschaft mutiert ist, ist kein Geheimnis mehr. Wenn etwas kaputt ist, reparieren wir es nicht, sondern wir ersetzen es. Wenn etwas nicht mehr gefällt, verstecken wir es in den hintersten Ecken unseres Schrankes. Wenn etwas nicht mehr passt, landet es im Müll. Wir haben so viel und geben so wenig. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen wir im Überfluss leben, können wir unsere Einstellung ändern. Besser gesagt müssen wir es. Denn eine nachhaltige Lebensweise ist etwas, wovor wir unsere Augen nicht mehr verschließen können. Natürlich kann keiner von uns Wunder vollbringen, jedoch können wir alle einen kleinen Teil dazu beitragen. Und Projekte wie der KostNix- Laden machen es uns mehr als einfach. Wenn dann das nächste Mal der Kleiderschrank oder das Bücherregal aus allen Nähten platzt, einfach darüber nachdenken, die nicht gebrauchten Stücke in den Laden bringen. Und was gibt es Besseres als einer anderen Person eine Freude zu machen?

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Standort: Karl- Morre- Straße 42

Öffnungszeiten: MO- FR; 15 bis 18 Uhr

Spenden: die Spenden können im Büro der Stadtteilarbeit oder direkt beim KostNix- Laden abgegeben werden

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Liebe Grüße,

Coco

 

 

„…und dann kam Yves“

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Ja, es war Yves. Yves, Yves, Yves. Und meine vorwissenschaftliche Arbeit, damals in der Schule. Aber was genau hat dieser Yves und eine Säule der Matura denn jetzt genau mit einem Blogpost zu tun, bei dem es eigentlich um Mode gehen sollte? Naja, das war so..

Wie bereits erwähnt, mussten wir, um unsere Matura positiv abzuschließen, Mitte der achten Klasse eine vorwissenschaftliche Arbeit abgeben. So saß ich nun eines Tages, genauer gesagt in der sechsten Klasse, vor leeren Zetteln und fragte mich, welches Thema ich denn nun 30 Seiten lang behandeln sollte. Überall um mich herum schwirrten naturwissenschaftliche Themengebiete und natürlich tendierte auch ich am Anfang in diese Richtung. Also schnappte ich mir ein Buch und las mich ein. Und ja, es war interessant, aber leider einfach so gar nicht ich. Warum sollte sich meine Arbeit denn nicht um ein Thema drehen, das mich nicht fesselte. Und so verließen meine Gedanken den naturwissenschaftlichen Pfad, den ich sowieso nie gehen wollte und kamen zurück zu meiner eigentlichen Leidenschaft – der Mode. Genauer gesagt Mode und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft. Und wer hätte gedacht, dass diese Arbeit auch Auswirkungen auf mich haben könnte?

So verbrachte ich nun Stunden und Stunden vor dem Computer, blätterte durch unzählige Modebücher, las mich in Kollektionen ein und versuchte Parallelen zwischen Kleidungsstücken und Revolutionen zu suchen. Ich behandelte unzählige Designer, träumte vom kleinen Schwarzen der Coco Chanel, war entzückt von Dior und seinem New Look, hatte pure Begeisterung für Vivienne Westwood und bewunderte Valentinos Liebe zur Farbe Rot. Doch ich suchte nach etwas Großem, nach einem Geniestreich, einem Kleidungsstück oder eine Kollektion, etwas was mich komplett in seinen Bann zog.

Und dann kam Yves. Genauer gesagt Yves Saint Laurent. Yves, der 1960 die Damen plötzlich in Anzüge hüllte und den Frauen nun Eintritt in die Männergarderobe gewährte. Er ließ sie jenes Kleidungsstück tragen, welches am meisten Macht und Rolle ausstrahlte. Man könnte fast meinen er gab den Frauen dadurch mehr Macht und trieb die Emanzipation voran. Denn ein Anzug ist stark, er setzt ein Statement, er fällt auf – besonders an Frauen.

Natürlich ging mir der Damenanzug nicht mehr aus dem Kopf und ich machte mich sofort auf die Suche nach meinem Eigenen. Und fand ihn relativ schnell.

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Mein Anzug:

Die Hose endet kurz vor dem Knöchel, weil ich diesen Schnitt besonders schön finde und der Anzug meiner Meinung nach etwas lockerer und nicht so streng wirkt. Beim Blazer war es mir wichtig, dass es ein Longblazer ist, da ich ein riesengroßer Fan dieser Art von Blazern bin. Darunter passt am besten eine einfach weiße Bluse. Ebenso liebe ich Fliegen aller Art, weil sie erstens unglaublich schön sind und zweitens dem Anzug das gewisse Etwas verleihen. Um etwas Abwechslung zu haben, habe ich mir Zwei gekauft – eine klassische Schwarze und eine Schwarz- Weiße. Trotzdem muss ich gestehen, dass ich fast nur die Schwarze trage. Sie wirkt einfach extra classy.

Anzug von: Zalando

Fliegen von: Kastner & Öhler (haben dort eine wirklich tolle Auswahl)

How to dress it:

Wenn es etwas lockerer wirken soll, passen meiner Meinung nach Budapester extrem gut dazu. Sie geben dem ganzen Look eine Coolness und versprühen Dandy Chic. Ist es hingegen ein formeller Anlass würde ich jeder Frau hohe (am besten schwarze) Pumps, sowie roten Lippenstift empfehlen. Damit wirkt der ganze Look extrem elegant. Eine schöne und ruhig etwas auffälligere Clutch dazu und der Look ist perfekt.

Und was sagt ihr so? Gefallen euch Damenanzüge?

*Die Fotos sind von der unglaublich tollen Katharina von UK Photography 

Liebe Grüße,

Coco 

 

 

 

 

Bonn

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Letzten Freitag ging es für meine Schwester, einer Freundin und mich für vier Tage nach Deutschland, genauer gesagt nach Bonn. Der eigentliche Grund für unsere Reise war der Besuch der Magiccon 2018, doch darüber wird es einen eigenen Blogpost geben. Ich war das erste Mal in Deutschland und war wirklich gespannt, was ich denn so von Österreichs großem Nachbar halten würde. Nach einigen Verständigungsschwierigkeiten (oft war ich kurz davor Englisch zu sprechen) und Problemen mit der Deutschen Bahn (wer hätte gedacht, dass ich die ÖBB jemals schätzen würde?) kam ich zu der Erkenntnis, dass Deutschland mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mein neues Lieblingsland werden würde. Vielleicht lag es aber auch daran, dass sich Bonn nicht wirklich in mein Herz geschlichen hat. Besser wäre hier der Ausdruck „schleichen konnte“, denn für die Stadt selbst hatten wir leider sehr wenig Zeit. Deswegen möchte ich der ehemaligen Bundeshauptstadt nicht Unrecht tun – liebes Bonn, vielleicht lernen wir uns das nächste Mal etwas besser kennen.

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What to do: 

Hans im Glück: Hier kommt jeder Burgerfan so richtig auf seine Kosten. Neben der riesigen Auswahl an Burgern, sei es vegetarisch, vegan oder für Fleischliebhaber, gibt es auch jede Menge leckere Cocktails und Getränke. Außerdem ist das Restaurant unglaublich süß und liebevoll eingerichtet. Fazit: Geschmacklich top und guter Preis – „Coco im Glück“.

Bonner Altstadt: Eines muss ich mir selbst eingestehen – die Altstadt von Bonn hat wirklich Charme. Die Häuser sind sehr niedlich, alles wirkt so klein und schön. Vor allem die Sternstraße ist eine von Bonns bekanntesten und sehenswertesten Straßen. Weiters sind das Beethovenhaus und das Münster beliebte Sehenswürdigkeiten. Mir persönlich haben vor allem das Alte Rathaus und das Postamt sehr gut gefallen – sie versprühen meiner Meinung nach typisch deutsches Flair. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass Bonn vor allem im Winter mit Weihnachtsmärkten überzeugen würde.

Kölner Dom: Da Bonn und Köln wirklich nur einen Katzensprung voneinander entfernt sind, lohnt es sich auf jeden Fall der viertgrößten Stadt Deutschlands einen Besuch abzustatten. Da wir wenig Zeit hatten, hielten wir uns nur rund um den Kölner Hauptbahnhof auf und besuchten den Kölner Dom, der sich direkt neben dem Bahnhof befindet. Der Eintritt ist kostenlos und der Dom wirklich riesig. Die Architektur der Kirche ist atemberaubend und wunderschön. Generell glaube ich, dass Köln eine richtig coole Stadt ist, in der man einiges erleben kann. Deswegen hat die Stadt bereits einen Platz auf meiner Reiseliste.

Übrigens braucht man von Bonn nach Köln ca. eine halbe Stunde mit dem Zug. Die Züge gehen direkt vom Bonner Hauptbahnhof und fahren ca. zwei mal in der Stunde.

Our hotel: 

Wir haben uns für das B&B Hotel Bonn entschieden. Dieses Bed & Breakfast ist ganz hübsch, hat sechs Stöcke und ist sehr sauber. Es liegt nur ca. 3 Gehminuten von der U-Bahn Station Bonn West entfernt und hat somit eine super Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Ebenso könnte man den Bus nehmen. Wir hatten ein Dreierzimmer gebucht, welches genug Platz und ein geräumiges Badezimmer bot. Meiner Meinung nach war das Hotel etwas teuer. Unser Zimmer kostete pro Nacht etwas mehr als 30 Euro pro Person, jedoch musste man für das Frühstück 8,50 Euro Aufpreis zahlen, was ich nicht so ganz verstanden habe. Das Frühstücksbuffet war zwar ganz ok, aber ich hatte schon weit Besseres für weniger Geld. Ebenso störte mich, dass unser Zimmer ein Raucherzimmer war, aber das war nicht die Schuld des Hotels. Generell finde ich die Existenz von Raucherzimmern in unserer heutigen Zeit mehr als unnötig. Ich glaube das erklärt sich von selbst. Ein weiterer Störfaktor war das Fehlen eines Föhnes im Zimmer. Alles in allem ist das B&B empfehlenswert, aber, wie bereits gesagt, finde ich es etwas zu überteuert. Auf jeden Fall hatten wir einen schönen Aufenthalt.

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Liebe Grüße,

Coco

Warner Bros. Harry Potter Studios

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Wir stehen in Leavesden, der Wind pfeift uns um die Ohren, statt blauem Himmel starrt eine graue Wolkendecke auf uns herab. Es beginnt leicht zu nieseln. Typisches englisches Wetter eben. In der Mitte des Platzes, auf dem wir uns befinden, stehen riesige Schachfiguren. Der Platz wird von großen Plakatwänden umhüllt. „Have you seen this wizard?“, steht in großen Buchstaben auf einem dieser Plakate. Alles ist trist und grau, in meinen Gedanken stelle ich mir vor, wie Todesser die Millenium Bridge nur einige Kilometer von uns entfernt zum Einsturz bringen. Plötzlich huscht ein kleiner Dementor gefolgt von Zauberschülern an mir vorbei Richtung Eingang und reißt mich aus meinen Träumereien. „Du bist hier nicht beim Halblutprinzen“, sage ich mir selbst in meinen Gedanken. Und doch war ich ihm noch nie so nah. Warum?

Weil ich vor einem großen Gebäudekomplex etwas außerhalb von London, mitten im Nirgendwo, stehe und unsere Tickets abhole. Neben mir stehen meine zwei besten Freundinnen, sie strahlen wie zwei Honigkuchenpferde. Wer braucht schon Sonne, wenn man solche Grinser sieht? Vor uns liegen wahrlich magische Stunden, denn in wenigen Minuten beginnt unsere Tour in den Warner Bros. Harry Potter Studios. Wir folgen einem langen Gang, dessen Wände die Karte des Rumtreibers sowie bekannte Zitate zieren. Unzählige Szenen tauchen vor dem inneren Auge auf, dann stehen wir plötzlich in einer großen Halle, über uns Leinwände mit den Gesichtern der Schauspieler. Die Vorfreude und Spannung steigt, kurze Zeit später befinden wir uns zusammen mit anderen Harry Potter Fans in einem dunkeln Raum. Uns werden Videos gezeigt, ein Moderator gibt einen kurzen Überblick über das weltweite Phänomen und den Hype darum. Gleich danach sitzen wir vor einer Leinwand, Harry, Ron und Hermine begrüßen uns und erzählen etwas über die Tour. Nach einigen Minuten verschwinden sie im Video hinter einer Tür. Die Leinwand geht hoch, ein Staunen geht durch die Menge. Direkt vor uns liegt jene Tür, durch die die Drei gerade verschwunden sind. Wir alle stehen davor. Eine Mitarbeiterin läuft zum Publikum, ermutigt einen kleinen Jungen die Tür zu öffnen. Die Klinke wird hinuntergedrückt, die Tür aufgestoßen, unsere Augen werden immer größer. Willkommen in Hogwarts.

 

Die Warner Bros. Harry Potter Studios. Ein Ort voller Magie. Ein Ort, an dem man der Realität für einige Stunden entfliehen kann. Ein Ort, an dem nicht an Zauberei zu glauben schon fast eine Straftat ist. Besser gesagt ein Ort, an dem nicht an Zauberei zu glauben unmöglich ist. Originalkostüme, Requisiten, Sets – all das und noch viel mehr gibt es hier zu bestaunen und zu erleben. Ob Verbotener Wald (der übrigens das beste Erlebnis überhaupt ist), Winkelgasse, Dobby, Drachen oder Dumbledore – alles ist da. Selbst Besen können hier fliegen. Besonders faszinierend ist es, dass sich so vieles wirklich bewegen kann. Mit etwas Glück verbeugt sich Seidenschnabel, der Eberkopf und das Monsterbuch bewegen sich, die Alraune springt aus dem Topf und bei den Weasleys stricken die Nadeln von selbst. Ehrlich gesagt möchte ich nicht zu viel verraten, denn sonst nehme ich ja dem Ein oder Anderen den Zauber des Besuches. Aber so viel sei gesagt: Vergiss alles für einen kurzen Moment, mach dein Herz leicht, sei für einige Stunden wieder ein Kind und lass dich verzaubern.

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Hard Facts: 

Tickets: Die Tickets müssen im Vorhinein gekauft werden und man sollte die Tour wirklich früh genug buchen, da man oft sehr schwer Tickets bekommt. Wir hatten Glück und bekamen noch relativ spontan welche. Neben den normalen Tickets für die Tour gibt es auch noch einige mit gewissen Extras, die aber deutlich mehr kosten. Ein normales Ticket für einen Erwachsenen kostet 41 Pfund. Sie sind direkt auf der Warner Bros. Seite erhältlich, es gibt zwar auch andere Anbieter, aber ich würde sie dort kaufen.

Anreise: Eines zuerst, plant genug Zeit für die Anreise ein, denn man muss eine halbe Stunde vor Beginn dort sein! Bei manchen Tickets ist die Anreise dabei, aber bei den üblichen Tickets nicht. Auf der Warner Bros. Seite gibt es eine detaillierte Beschreibung wie man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Auto zu den Studios kommt. Aber Achtung: Bei Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel kann es sein, dass man den Zug nehmen muss. Auf der Seite steht, dass der Zug 20 Minuten braucht, jedoch steht nicht, dass es einen normalen sowie einen Schnellzug gibt. Wir wussten das nicht und haben den normalen Zug genommen, der natürlich länger braucht, und hätten somit fast unsere Tour verpasst. Vor dem Bahnhof wartet dann ein zweistöckiger Harry Potter Bus und bringt die Leute direkt zum Studio. Für die Hin- & Rückfahrt zahlt man 2,50 Pfund.

Tour: Auch für die Tour muss man genug Zeit einplanen, da es wirklich viel zu sehen gibt. Die Touren haben kein Zeitlimit, sobald man drinnen ist, kann man bis zum Ende des Tages bleiben. Ebenso wird man nicht durch die Tour geführt, sondern geht eigenständig durch. Es gibt aber an jeder Ecke Tafeln und Videos, die informieren und erklären. Ist man im Winter dort, sollte man seine Jacke nicht abgeben, da ein Teil im Freien stattfindet. Und ganz wichtig: die Kamera läuft rund um die Uhr, unbedingt vorher den Akku aufladen oder einen Zweiten mitnehmen.

 

Ich kann den Besuch der Studios wirklich jedem empfehlen, sei es eingefleischter Harry Potter Fan oder auch nicht. Selbst jemand, der nur einige Teile gesehen hat, wird begeistert sein. Es lohnt sich wirklich und war das absolute Highlight meiner Londonreise. Man verlässt das Gebäude mit einem schweren Herz, dem Gefühl gerade noch ein Kind gewesen zu sein und einem lachenden sowie weinenden Auge.

Aber keiner sagt es besser als J.K. Rowling selbst:

The stories we love best do live in us forever, so whether you come back by page or by the big Screen, Hogwarts will always be there to welcome you home.

Im Endeffekt warten wir doch alle noch immer auf unseren Brief aus Hogwarts.

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Liebe Grüße,

Coco 

 

London

 

London. Schon so oft davon gehört, schon so viel davon gehört. Dementsprechend schwierig ist es über die drittgrößte Stadt Europas zu schreiben. Was gibt es da denn noch zu sagen? Eigentlich ziemlich viel, wenn man will.

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Fast jeder aus meinem Bekanntenkreis, der bereits in London war, war ganz begeistert von dieser Stadt. Natürlich waren auch meine Erwartungen ziemlich hoch, als das Flugzeug zusammen mit zwei Freundinnen und mir Richtung England abhob. Ich hatte immer meine genauen Vorstellungen von London, hatte immer ein präzises Bild vor Augen, wenn davon gesprochen wurde. Überraschenderweise war dieses Bild komplett anders. Und ich muss zugeben, dass ich noch immer nicht genau weiß, was ich von London halten soll. Nicht, weil es mir nicht gefallen hat, ganz im Gegenteil, London hat mich wirklich begeistert, sondern weil ich einfach keine passenden Wörter dafür finde. London ist so unglaublich groß, hat so viel Charme. Es kommt einem so vor, als würde sich hinter jeder U-Bahn Station eine neue Welt verstecken, Vielleicht tut es das ja auch, ist London doch wirklich ein Schmelztiegel der Kulturen. Vor allem aber ist London eines: vielseitig. Tradition trifft auf Moderne, Alt trifft auf Neu. Lässt man seinen Blick schweifen, wechseln sich Bürogebäude mit historischen Gemäuern ab, Geschichte trifft auf die heutige Zeit.

Und selbst Sonnenstrahlen wirken in London magisch. Begrüßt einem die Stadt mit einem hellen Lächeln, bekommt man das Gefühl irgendetwas richtig gemacht zu haben. Dann erstrahlt die Hauptstadt des Vereinigten Königreiches in einem eigenen Glanz, wie meine beste Freundin und großer Londonfan zu sagen pflegt: „Bei Sonne schimmert die Luft in London golden.“

What to do:

Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem BigBen oder dem London Eye, die sowieso ein Muss sind, wollte ich euch eher von jenen Dingen/ Orten erzählen, die diesen Kurztrip so toll gemacht haben und welche dieses „Londongefühl“ in mir ausgelöst haben. Übrigens waren wir auch in den Warner Bros. Harry Potter Studios, aber darüber wird es einen eigenen Beitrag geben.

Tate Modern: Da wir London unbedingt auch von oben sehen wollten, wir aber eher sparsam unterwegs waren, wurde uns vorgeschlagen ins Tate Modern zu gehen und mit dem Lift bis nach oben zu fahren. Gesagt, getan. Und ich war überwältigt. Auch wenn die Höhe des Museum nicht mit jener des Shard oder des Skygardens zu vergleichen ist, hatten wir doch einen unglaublichen Blick über London. Und da es eben nicht ganz so hoch ist, hat man ebenso einen tollen Ausblick auf die zwei erwähnten Gebäude. Auch hatten wir Glück und konnten miterleben wie sich London vom Tag verabschiedete und die Nacht mit unzähligen Lichtern begrüßte. Hoch über der funkelnden Stadt habe ich mich auf eine ganz andere Art und Weise in London verliebt. Generell finde ich London in der Nacht fast noch ein bisschen schöner als am Tag.

Übrigens ist der Eintritt ins Tate Modern kostenlos.

Straßenkünstler: Sei es am Picadilly Circus oder am Ufer der Themse -in London gibt es unzählig viele Straßenkünstler. Am Besten ist es, sich einen gemütlichen Platz zu suchen und so manchem Künstler für eine kurze oder längere Zeit zu lauschen. Neben all dem Sightseeing und dem Stress alles unter einen Hut zu bekommen, schadet es nicht abzuschalten und den Moment zu genießen. Erstens finde ich, dass erst solche Momente eine Verbindung zu einem Ort kreieren und zweitens finden sich auf Londons Straßen wirkliche Talente.

Notting Hill: Der Stadtteil mit den unzähligen bunten Häusern ist wirklich kein Geheimtipp mehr und jedem ein Begriff. Trotzdem war ich von den farbenfrohen Straßen unglaublich begeistert, dieser Stadtteil ist mit Abstand der Schönste und Charmanteste, in dem wir waren. Außerdem findet man dort den Portobello Road Market, eine großen Markt, der sich durch die Portobello Road zieht. Vintageläden, Musik oder Tee – alles, was das Herz begehrt ist hier zu finden.

Where to eat:

Da wir meist bis zum späten Nachmittag unterwegs waren, bestand unser Frühstück bzw. unser Mittagessen aus schnellen Gerichten oder food-to-go. Trotzdem hatten wir einige „kulinarische“ Highlights, die ich wirklich empfehlen kann.

Eggbreak: Dieses unglaublich süße Restaurant befindet sich in Notting Hill, nur einige Gehminuten von der U-Bahn Station entfernt, und bietet, wie bereits der Name sagt, Gerichte mit Ei in den verschiedensten Variationen an. Wir haben dort gefrühstückt, das Essen ist wirklich unglaublich lecker und die Auswahl ist riesig. Neben pikanten Gerichten gibt es auch French Toast oder Pancakes. Auch die Getränke sind toll, mein Favorit war die heiße Kokosschokolade. Ebenso bekommt man die ganze Zeit gratis Gurken-/ Ingwerwasser in Karaffen. Preismäßig liegt es im mittleren Bereich, es ist nicht gerade günstig, aber ein Besuch zahlt sich wirklich aus.

Borough Market: Dieser große Lebensmittelmarkt befindet sich fast gleich dem neben Shard und bietet eine unglaubliche Auswahl an internationalen Gerichten. Es gibt dort wirklich alles zu finden, vor allem aber hat uns der Käsekuchen und Tee überzeugt. Außerdem ist der Markt nicht wirklich teuer, bzw. unser Essen war relativ günstig und sehr lecker. Auch die Gegend um den Markt ist total schön und bietet sich perfekt zum Flanieren an.

Café Élan: Dieses Café hat zwei Standorte in London und ist vor allem durch Instagram bekannt. Wir waren im Café an der Park Lane, welches etwas kleiner ist. Überall finden sich Unmengen an Rosen, weshalb sie auch als Rosencafés bezeichnet werden und schon zum Schauplatz für so manche Bloggershootings wurden. Die Highlights sind auf jeden Fall die Rosenwand neben der Stiege und die Rosenwand im unteren Teil. Wir hatten Glück und bekamen den Tisch, der direkt an der Rosenwand steht. Man kann dort zwar auch Mittag- oder Abendessen, aber wir haben uns für Süßes und Kaffee entschieden. Unsere Süßspeisen waren zwar gut, aber nicht ganz so gut wie erwartet . Dafür gibt es eine riesige Auswahl an Kaffee, Tee und Kakao, und alles ist wirklich sehr sehr lecker. Auch unsere Bedienung war extrem freundlich und lieb. Alles in allem ein tolles Café, wobei es meiner Meinung nach etwas überteuert ist.

Our hostel: 

Wir schliefen im Wombats City Hostel in einem 8-Bett-Zimmer. Pro Nacht kostet dieses Zimmer ca.20 Euro und das Hostel hat eine sehr gute Lage, es liegt nur einige Gehminuten von der U-Bahn Station Tower Hill, sowie vom Tower und der Tower Bridge entfernt. Die Zimmer sind wirklich schön, die Betten sind Stockbetten und der Raum ist groß genug. Außerdem hat jedes Zimmer sein eigenes Badzimmer und sein eigenes WC. Jedes Bett hat seinen eigenen Kasten, der mit der Schlüsselkarte versperrt werden kann, und eine eigene Ablagefläche mit Steckdose neben dem Bett. Auch gibt es zusätzlich zum Bad einen Spiegel und ein Waschbecken direkt im Zimmer. Adapter und Föhn kann man sich für fünf Pfund ausleihen, die man aber beim Auschecken wieder zurück bekommt. Das Hostel ist wirklich groß, hat eine Bar im Keller und ist generell sehr gemütlich und hübsch eingerichtet. Das Frühstück ist nicht dabei. Auf jeden Fall kann ich es jedem empfehlen, der billig, aber schön und nicht zu weit weg vom Zentrum übernachten möchte.

 

Vielleicht habe ich ja doch Worte gefunden, um die Stadt an der Themse zu beschreiben.

London, I think you had me at hello.

 

Liebe Grüße,

Coco 

 

 

Schwestern

4 Jahre und 9 Monate. 4 Jahre und 9 Monate warst die Nummer Eins, warst ein Einzelkind und hattest die volle Aufmerksamkeit unserer Familie. Und dann, laut Oma an jenem Tag, an dem der erste Schnee in diesem Winter fiel, warst du plötzlich die große Schwester, die Erstgeborene und musstest von nun an deine Aufmerksamkeit teilen –  mit mir. Aber du hast dich nicht beschwert, sondern hast dich darüber gefreut eine kleine Schwester zu haben. Und ich weiß, dass das mit mir nie einfach war.

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Wir haben uns ein Zimmer geteilt, haben die Wände mit Pferde- und Disneyposter plakatiert und unsere selbstgebauten Barbiestädte so lange stehen gelassen, bis Mama sie einsaugen wollte.

Du hast mir meinen ersten Horrorfilm gezeigt, hast mich mit deiner Begeisterung für Herr der Ringe angesteckt und mir erklärt, wie man mit einer Playstation umgeht, und dass auch Mädchen Shooter Spiele beherrschen können. Dragon Ball, Pokemon, Digimon, Sailor Moon und Yu-Gi-Oh! faszinierten uns und wir haben alles Mögliche davon gesammelt.

Deinen Musikgeschmack und deine Liebe zu Metall habe ich damals nicht verstanden und schon gar nicht gemocht – jetzt war ich schon zwei Mal am NovaRock und einige meiner Lieblingsbands habe ich von dir.

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Deine Kreativität ist grenzenlos, du verwandelst nicht nur leere Blätter und Leinwände, sondern auch hin und wieder Menschen in Kunstwerke. Seien es Kostüme, Make-up oder Frisuren – du hast mir so ziemlich jedes Hallowen und jeden Faschingsdienstag gerettet, wenn ich ohne Verkleidung war. Und als der Frisör mir am Tag meines Maturaballs die Haare versaute und ich am Rande des Nervenzusammenbruchs stand, hast du gefühlte zehn Stunden mit mir in einem kleinem Kämmerchen gesessen, mich beruhigt und durch deine Fähigkeiten meine Haare sowie meinen Tag gerettet.

In unserem kleinem Dorf bist du mit 16 Jahren vor allem durch deinen Style aufgefallen – du warst ein Emo durch und durch. Deine Haare haben sich jeden Monat neu verwandelt, du hast uns mit der Stundenanzahl, die du im Badezimmer verbracht hast, fast in den Wahnsinn getrieben und Mama und Papa mit deiner Liebe für außergewöhnliche Kleidung fast in den Ruin (Spaß :b). Aber dir war egal, was sich andere dachten, du hast dir Schnürrsenkel in die Haare gebunden, deine bunten und extravaganten Kleider getragen und hast unserer Familie gezeigt, dass das Wort „normal“ einen großen Spielraum bietet und nicht für jeden das Gleiche bedeutet.

Genau 300 Monate hast du schon auf dieser Welt verbracht und ich wünsche dir noch unendlich viele Jahre und schöne Momente! Du hast mich zum Lachen gebracht, zum Verzweifeln, mich aufgeheitert und genervt, hast mich überrascht und mich den Kopf schütteln lassen. Du hast mich mehr geprägt als du es wahrscheinlich je erwartet hättest und ohne dich wäre ich niemals der Mensch, der ich heute bin. Du bist unendlich schlau und mir ,was Wissen angeht, meilenweit voraus. Betrachte deine Kreativität und dein Talent für Kunst als Geschenk und verfolge es weiter! Behalte den Funken Abenteuer in dir und trau dich ruhig ihn zum Feuer zu entfachen – du kannst oft so viel mehr als du glaubst! Bleib so wie du bist, besiege uns alle weiterhin in Stadt, Land, Fluss und bring uns zum Lachen!

In diesem Sinne wünsche ich Dir alles erdenklich Gute zu deinem Geburtstag! Selbst wenn ich aus allen Personen auf dieser Welt jemanden wählen könnte, um Mama und Papa zu nerven, wärst immer du diejenige, die ich als Schwester an meiner Seite haben will!

~Coco 

* Die Fotos sind von der lieben Katharina – UK Photography