Landei meets Stadtkind

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Ich glaube ich bin einer der wenigen Grazer bzw. Steirer, der Wien nicht hasst. Ganz im Gegenteil, jedes Mal, wenn ich unsere Hauptstadt besuche, überkommt mich so ein ganz komisches Gefühl. Ein Gefühl von Heimkommen, Bewunderung, Freiheit. Ein ‚Warum bin ich nicht nach Wien gezogen?‘. Andererseits liebe ich Graz und bin mehr als froh es ‚Daheim‘ nennen zu dürfen. Und ich glaube für mich, als eigentliches Landkind, reicht Graz als Anfang, sozusagen als Start für das Stadtleben. Und da mich schon 10 minütige Fahrten mit der Straßenbahn nerven und ich mein Rad bevorzuge, passt Graz dann doch sehr gut zu mir.

Was mich in Wien aber immer wieder fasziniert (natürlich neben den Shoppingmöglichkeiten und den Lokalen) ist eben diese Freiheit. Hier ist jeder wie er ist, egal wie komisch es anderen Personen vorkommen mag. Und hier kann jeder sein, wie er will. Egal ob Kleidung, Sexualität, Persönlichkeit, Vorlieben. Und auch wenn ich ein großer Befürworter davon bin, dass man sich selbst auch an anderen Plätzen in Österreich entfalten kann, so ist es in Wien immer noch einfacher. Natürlich ist es die Anonymität einer Großstadt, die das alles erst möglich macht. Und natürlich ist diese Anonymität auch nicht immer gut. Aber es hat ja alles seine Vor- und Nachteile.

 

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich der Meinung bin, dass man das tragen sollte, was man mag und in dem man sich wohlfühlt. Wenn man komplett gestylt zum Wandern gehen möchte, dann soll man das eben tun. Wenn man Colour Blocking liebt, dann soll man mixen und matchen was geht. Im Endeffekt geht es darum zu wissen, wer ich sein will und wie ich mich mag. Und mir kommt vor, dass dies gerade am Land und in kleineren Städten viel schwieriger ist. Man wird leichter kritisiert, wird angestarrt, wird für anders empfunden. Auch mir fällt es bis heute schwer gewisse Dinge in Graz zu tragen, die ich sehr liebe. Und ich habe einen langen Weg hinter mir, auf dem ich gelernt habe, so außer Haus zu gehen, wie es mir gefällt. Und nicht den anderen. Ein langer Weg, der mir gezeigt hat, dass ich selbst zu sein, gar nicht so schwierig ist.

Und selbst wenn ich mich manchmal beobachtet fühle, dann ist das eben so. Es kann mir ja eigentlich egal sein. Denn meistens ist es wahrscheinlich eben nur das: ein Gefühl. Vielleicht interessiert es dann doch weit weniger Leute, was wir tragen oder wie wir uns zeigen. Kleidung ist für mich die schönste und schnellste Art meine Persönlichkeit weiterzugeben. Und das genieße ich. Egal, ob in Wien oder woanders auf der Welt.

 

Zum Outfit: 

Ich bin sehr verliebt in dieses tolle Latzkleid aus Jeans und trage es gerade überall. Es lässt sich super kombinieren und ist zu jeder Jahreszeit tragbar. Außerdem finde ich es richtig süß. Das gelbe Crop- top ist ein Mitbringsel aus Wien. Mir gefällt es gerade zum Kleid oder zu einer High Waist Hose richtig gut. Und die Farbe ist perfekt für den Sommer. Das Haarband ist eigentlich ein großes Tuch, welches ich im Sommer normalerweise zu einem Top umfunktioniere. Dieses Jahr bin ich aber ein großer Fan von Haartüchern. Es verleiht dem Outfit einen Touch von Diva und Vintage, macht es etwas elegant. Außerdem ist es wunderschön.

Das Outfit spiegelt den Titel dieses Blogposts wider. Es erinnert mich einfach an diese Mischung aus Stadt und Land. Zu einem gewissen Teil, spiegelt es auch mich wider. Je älter ich geworden bin, desto mehr wollte ich in die Stadt. Das Land war mir zu wenig, ich wollte immer mehr. Ich wollte meine kreative Seite ausleben, und das funktioniert in der Stadt eben weitaus besser. Jetzt, wo ich eine Wohnung in Graz habe, sehne ich mich oft nach Äckern und Wälder. Und das, obwohl ich doch oft nach Hause komme. Anscheinend brauche ich beides, was dann oft zu einem Konflikt mit mir selber führt, da ich nicht so ganz weiß, wohin ich möchte. Aber ich bin jung, ich werde noch einiges herausfinden.

Und manchmal denke ich mir:

Du bekommst das Kind vom Land weg, aber das Land nicht vom Kind.

Details: 

Top: Urban Outfitters

Kleid: Infected Graz

Haarband: Dogdays Of Summer

Sonnenbrille: Stilsicht

Schuhe: Vans

Liebe Grüße,

Coco 

 

 

 

 

 

 

 

 

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