From Santorini with love

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Vulkaninsel, Insel der Liebe, Hotspot – Santorin trägt viele Namen. Jeder von uns kennt die weißen Häuser mit den blauen Dächern, welche entlang des Kraterrandes über der griechischen Ägäis thronen. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich mir genau das erwartet – endloses Weiß im Zusammenspiel mit Blau. Und zu einem Teil haben sich diese Erwartungen auch erfüllt. Zu einem großen Teil aber, hat mich Santorin überrascht. Und ohne, dass ich es mitbekommen habe, hat sich die Insel in mein Herz geschlichen.

Allen voran waren es aber die kleinen Dinge, die mir so unglaublich gut gefallen haben. Griechischer Wein, viele Esel (wirklich, ich liebe Esel), schwarze Sandstrände, klares Wasser, gutes Tzatziki und vor allem die schönsten Sonnenuntergänge. Und Fira. Ach, liebes Fira.

Anfangs muss ich zugeben, war ich äußerst skeptisch. Es war mein erster „Inselurlaub“ sowie die erste Reise ins schöne Griechenland. Und ich hatte keine Ahnung, ob es mir nicht langweilig wären würde, den ganzen Tag am Strand zu liegen. Stattdessen aber fand ich seit langer Zeit endlich einmal Ruhe. Von Langweile aber war keine Spur. Wobei man das natürlich auch meiner Reisebegleitung anrechnen muss.

Sieben Tage durften wir auf der griechischen Insel verbringen und ich möchte euch nun meine persönliche What- to- do Liste vorstellen. Aber egal, was ihr auf Santorin tut, tut es mit Liebe.

take a shot

What to do:

Black beaches & more:

Santorin ist bekannt für seine kilometerlangen schwarzen Strände, die dem Vulkanausbruch zu verdanken sind. Und auch wenn der Sand jedem Fuß das Fürchten lehrt, so sind diese Strände doch wirklich etwas besonderes. Nebenbei bietet sich Santorin perfekt zum Beach hopping an. Es gibt so viele versteckte und wirklich schöne Strände, die zum Erkunden einladen. So findet man z.B. Höhlen, kann auf Muschelsuche gehen oder schnorchelt den Tag dahin. Der bekannteste Strand ist sicher der Red Beach, der als einer der schönsten Strände Europas gehandelt wird. Ich muss zugeben, dass ich davon sehr enttäuscht war, denn erstens waren viel zu viele Touristen dort und zweitens war es der einzige Strand, an dem das Wasser eher dreckig war. Trotzdem muss man es gesehen haben, denn die roten Klippen geben wirklich ein tolles Bild her! Durch Zufall sind wir dann auch zum White Beach gekommen, denn dieser befindet sich in der Nähe des Red Beach. Zwar hat der White Beach auch einen schwarzen Strand, jedoch ragen über dem Meer weiße Klippen hervor. Diesen kann ich euch wirklich empfehlen, denn er ist richtig schön, nicht ganz so überlaufen und das Wasser ist unglaublich!

Da es an den Stränden fast bis gar keinen natürlichen Schatten gibt, vermieten Restaurants bzw. Privatleute Schirme sowie Liegen. Privatpersonen verlangen meist für einen Schirm und zwei Liegen zwischen 5 – 10 Euro. Bei Restaurants hingegen gibt es 2 Möglichkeiten: entweder man isst dort und kann den ganzen Tag die Liege und den Schirm gratis benutzen, oder man zahlt ebenso meist 10 Euro. Aber es lohnt sich wirklich und die Liegen sind meist riesig und sehr bequem.

red beach

Exploring Santorin:

Der beste und wahrscheinlich mit Abstand lustigste Weg Santorin zu erkunden, ist mit dem Moped. Wir haben uns ein Moped für drei Tage gemietet und es war die beste Idee! Man ist unglaublich flexibel, muss nicht ewig auf den Bus warten und kann stehen bleiben, wann und wo man möchte. Außerdem bietet ein Moped auch genug Platz, um Badesachen, Kamera etc. zu verstauen. Und sind wir uns ehrlich: wie kann man dem griechischen Lebensstil besser nachgehen, als den ganzen Tag auf einem Moped herumzudüsen? Vor allem auf einer Insel, auf der Sperrlinien und Geschwindigkeitsbeschränkungen scheinbar nur zum Spaß existieren. Außerdem ist das Panorama, welches sich während dem Fahren bietet, unglaublich. Und erst durch das Moped haben wir Plätze gefunden, die wir sonst vielleicht nicht gesehen hätten.

Unser Moped hat 20 Euro pro Tag gekostet, jedoch ist man für den Tank selbst verantwortlich. Helme bekommt man dort und auf Santorin findet sich wirklich an jeder Ecke ein Verleihgeschäft.

 

When the sun goes down:

Langsam und äußerst unauffällig vermischt sich das klare Blau mit den schönsten Farben des Sonnenuntergangs. Am Ende ergibt sich ein unglaubliches Bild am Horizont, in dem sich Rosa, Blau, Violett und Gelb duellieren. Man selbst sitzt währenddessen am Strand, die Füße in den angenehm warmen Sand gesteckt und betrachtet das Spektakel. Hin und wieder berührt eine Welle ganz sachte deine Haut. Und du fragst dich, wie unsere Welt etwas so Schönes hervorbringen kann? Und plötzlich ist man überzeugt davon, dass es das Paradies gibt. Und es sich finden lässt.

Kitschig hoch 10, aber so wahr. Genau so können Sonnenuntergänge auf Santorin beschrieben werden. Wem da nicht das Herz aufgeht, der ist selber schuld. Aber aufpassen: enormer Suchtfaktor! Und Glücksbärlimoment inklusive.

Mein Lieblingsplatz, um die Sonnenuntergänge zu erleben. war direkt am Strand, einfach, weil sich das Meer so schön mit dem Himmel vermischt. Es gibt aber auch einige bekannte Plätze wie der Leuchtturm von Akrotiri oder die Klippen Oias. 

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Fira und Oia:

Fira und Oia sind die zwei „größeren“ Städte Santorins. Wobei von groß hier noch lange nicht die Rede ist. Oia ist die bekannte weiße Stadt, welche auf allen Fotos und Postkarten abgebildet ist. Sie liegt an der Spitze der Insel im Norden. Fira ist die Hauptstadt und liegt eher in der Mitte der Insel. Und ich habe mich komplett in Fira verliebt! Die Stadt ist unglaublich lebhaft, hat großen Charme und bezaubert mit griechischem Flair. Außerdem kommt mir vor, dass Fira eher unterschätzt wird. Dabei sind die kleinen engen Gassen nur so zum Flanieren geschaffen. Am Besten einfach losgehen und entdecken. Verlaufen kann man sich eigentlich eh nicht. Die Stadt ist ähnlich aufgebaut wie Oia und hat ebenso schöne Häuser. Während mir Oia aber zu touristisch und zu elegant war, habe ich mich in Fira sofort wohlgefühlt. In Oia hingegen kam ich mir underdressed und ja, zwischendurch sogar etwas arm vor. Die Preise sind für normale Reisende fast nicht tragbar. Erst im Zentrum bzw. in der Mitte der Stadt lassen sich leistbare Restaurants finden. Trotzdem ist Oia wahnsinnig schön, die Stadt erstrahlt nur so in Weiß und rundherum erstreckt sich das blaue Meer. Wenn der Himmel nicht so aussieht, bin ich schwer enttäuscht.

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Tipp: Falls ihr in Fira seid, besucht unbedingt die Taverne „Daphne„. Sie befindet sich im Zentrum der Stadt, ist nicht teuer und das Essen ist sehr lecker! Außerdem ist das Lokal wirklich wunderschön und ein halber Liter Hauswein kostet 6 Euro. Mehr muss nicht gesagt werden. Aja, und das Personal ist richtig cool!

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Vulkan & heiße Quellen: 

Santorin verdankt seiner Form einem Supervulkan und dessen Ausbruch. Der Vulkan existiert heute noch ist sogar noch aktiv. Der letzte Ausbruch war vor gar nicht allzu langer Zeit, und zwar in den 50er Jahren. Dadurch wurde ein großer Teil der Insel zerstört, nur ein Hotel überdauerte den Ausbruch. Nea Kameni, die Vulkaninsel, ist wirklich einen Besuch wert, denn wie oft hat man die Chance, einen aktiven Vulkan zu besteigen? Außerdem bietet sich von dort ein toller Ausblick auf die Klippen Santorins. Nicht weit davon entfernt, befinden sich die heißen Quellen. In einer kleinen Bucht schwimmt man direkt vom kalten Meer in ein angenehmes Wasser mit ca. 29 Grad. Aber Vorsicht, durch das braun- gelbe Wasser der Quellen verfärben sich helle Bikinis bzw. Badeanzüge. Jeden Tag werden Touren angeboten. Wir haben unsere direkt an der Rezeption unserer Unterkunft gebucht und zahlten jeweils 35 Euro. Unsere Tour inkludierte den Vulkan, die heißen Quellen, Thirassia (eine noch kleinere Insel neben Santorin) und einen vierstündigen Aufenthalt in Oia. Ich finde die Tour wirklich klasse, da man für alles genug Zeit hat und etliche Informationen über die Entstehung der Insel bekommt. Ein bisschen Geschichte schadet nie.

 

Amoudi Bay:

Direkt unter den Klippen Oias, an der nördlichsten Spitze der Insel schwimmen, während man den perfekten Ausblick auf Fira hat? Genau das kann man am Amoudi Bay erleben. Durch Zufall sind wir auf diese Bucht gestoßen und waren restlos begeistert. Während sich einige Meter entfernt, im Hafen Oias, Kreuzfahrtschiffe und Yachten die Türklinke in die Hand geben, schwimmt man selbst im schönsten Blau des Meeres. Die Bucht ist etwas versteckt und man muss ein bisschen klettern, um dorthin zu gelangen, aber das ist es allemal wert. Alleine der Anblick von Leuten, die direkt auf den Steinen liegen oder es versuchen, eine gemütliche Position zu finden, bringt einem zum Schmunzeln. Und Mutige können sich am Klippenspringen austoben. Also Schnorchel einpacken, Sonnenhut mitnehmen (dort gibt es keinen Schatten) und den Amoudi Bay genießen.

 

Tipp: Wenn ihr könnt, reist nicht mit dem Auto, sondern dem Moped an. Die Parkmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Wer übrigens von Oia kommt, muss sich ein bisschen spielen, um den Weg zu den Stufen, welche zum Amoudi Bay hinführen, zu finden.

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Unsere Unterkunft: 

Wir wohnten bei „Anny Studios“ in Perissa, ganz im Süden Santorins. Unsere Unterkunft bestand aus einem Schlafzimmer mit einer kleinen Küchenzeile, sowie Badezimmer und Balkon. Im Innenhof befindet sich ein Pool mit einer Poolbar. „Anny Studios“ hat wirklich eine perfekte Lage, es ist nur 30m vom Strand entfernt und man geht ca. 5 Minuten in das Zentrum von Perissa. Supermarkt und Bäcker liegen auch gleich in der Nähe. Jeden Tag wurde das Zimmer von einer Putzfrau gereinigt, Handtücher ausgewechselt und es wurde sogar das Geschirr abgewaschen. Für eine Woche haben wir jeweils ca. 420 Euro gezahlt, was für Santorin wirklich sehr ok ist. Und das Zimmer hatte eine Klimaanlage, was wirklich wichtig ist. Die Appartements sind eng aneinandergereiht, weshalb man hin und wieder einen Blick in andere Zimmer werfen kann oder einen fremden Blick ins eigene Zimmer bekommt. Aber dafür gibt es ja Vorhänge.

sunset

Wusstest du, dass
… Santorin eigentlich als Gemeinde bezeichnet wird? Im Winter leben hier ca. 14 000 Menschen, während es im Sommer rund 40 000 sind.
… es auf Santorin „Donkey Beer“ gibt? Dies wird in einer eigenen Brauerei gemacht und ist ein Craft Beer. Und schmeckt gar nicht mal so schlecht. Hat aber nichts mit Eseln zu tun :b
Weinbau auf Santorin eine große Rolle spielt? Es gibt verhältnismäßig viele Weinbaubetriebe für die Größe der Insel. Außerdem wächst der Wein hier am Boden.
… es auf Santorin sehr windig sein kann? So windig, dass es manchmal sogar im Bikini am Strand zu kalt wird.

Liebes Santorin, eines muss man dir lassen, den Atem hast du mir doch oft geraubt. Und um dich zu beschreiben, bedarf es doch weit mehr als das Adjektiv „schön“.

Liebe Grüße,

Coco

 

 

 

 

 

 

 

 

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