Hamburg

Moin, Moin. Letzten Samstag ging es ziemlich, ziemlich früh mit meiner Familie und meinem Freund nach Deutschland, genauer gesagt in den Norden nach Hamburg. Genau ein Jahr vorher, auch am Beginn der Osterferien, besuchte ich das erste Mal unseren großen Nachbarn. Damals war ich nicht ganz so begeistert – Hamburg aber sollte eine ganz neue Chance bekommen, schließlich hab ich ja auch nur Gutes davon gehört. Gesagt, getan und ich wurde nicht enttäuscht. Die zweitgrößte Stadt Deutschlands hat wirklich Charme und besticht durch raues Wetter, großem Hafen und nordischer Coolness. Ja Hamburg, du bist schon ziemlich cool, wenn auch etwas zu windig.

What to do:

Hafenrundfahrt:

War man in Hamburg und hat keine Hafenrundfahrt gemacht, dann war man nicht wirklich in Hamburg. Wir haben uns für eine Lichterfahrt entschieden, deren Start um 21 Uhr war. Zuerst fuhren wir durch einen großen Teil des Hafens, dann ging es in die Speicherstadt. Pro Person kosten solche Fahrten meist zwischen 18 und 20 Euro. Und ich muss sagen – der Hafen von Hamburg ist wirklich imposant. Man erfährt interessante Fakten, kann die Stadt und ihre Lichter aus einer neuen Perspektive bewundern und vor allem die Speicherstadt und ihre alten Gebäude beeindrucken zu dieser Uhrzeit. Und wer hätte gedacht, dass sogar Containerschiffe interessant sein können?

Miniatur- Wunderland:

Vom Miniatur- Wunderland habe ich mir nicht allzu viel erwartet, ich dachte mir nur, die größte Modelleisenbahnanlage der Welt muss man gesehen haben. Und ja, die muss man gesehen haben. Seit Dezember 2000 wird daran gebaut, aktuell gibt es 9 Themenwelten, bis 2021 sollen vier weitere hinzukommen. Unter anderem kann man derzeit Italien, die Schweiz, Österreich, Hamburg, Skandinavien und vieles mehr bestaunen. Derzeit fahren dort 1040 Züge, der längste davon hat 14, 51 Meter. Das alles kann man sich nur schwer vorstellen, wenn man noch nicht dort war. Ich selbst bin eigentlich kein großer Fan von Modelleisenbahnen, aber im Miniatur- Wunderland spürt und sieht man die Arbeit und Liebe, die dahinter steckt. Es gibt so unzählig viele, und richtig coole Figuren, viele Landschaften und Orte sind äußerst detailliert nachgebaut und am Flughafen starten und landen die Flugzeuge wortwörtlich! Wem es dann aber doch etwas zu langweilig wird – der „Reiseführer“, den man mit jedem Ticket bekommt, beinhaltet ein Rätsel. Man muss unterschiedliche Szenen, meist lustige oder bekannte Figuren, die in der gesamten Anlage versteckt sind, suchen. Neben jeder dieser Figuren befinden sich Buchstaben – hat man alle zusammen, ergibt sich ein Lösungswort. Ich hab mich daran versucht und zumindest 7 von 15 Figuren gefunden. Auf jeden Fall eine lustige Aktion. Plus, das Miniatur- Wunderland hat wahrscheinlich die schönsten Eintrittskarten der Welt. Muss man gesehen haben!

Schanzenviertel:

Jeder der Vintage-, Hipster-, Retroflair liebt, wird auch das Schanzenviertel lieben. Richtig coole und süße Läden, tolle Atmosphäre, bisschen zugekleistert und voller Graffitis und Plakaten. Hingehen, Flanieren, Verweilen, Genießen!

schanzenviertel

König der Löwen:

Seit ich denken kann, war König der Löwen schon immer mein Lieblingsfilm. Und Afrika war das erste Land, welches ich unbedingt bereisen wollte. Leider hat das bis jetzt noch nicht geklappt, aber das Musical in Hamburg bringt ein Stück Afrika nach Hamburg. Ich hab mich wirklich schon darauf gefreut, jedoch habe ich nicht erwartet, dass es so schön sein würde! Vor allem die Kostüme und die Bühne sind wahnsinnig gut gemacht! Man taucht sofort in die bunte Welt Afrikas ein. Und „Der ewige Kreis“ sowie „Er lebt in dir“ haben Gänsehautfaktor! Das Musical spielt seit 2001 im Stage Theater im Hafen, am anderen Elbufer. Eigene Fähren bringen die Besucher über die Elbe. Die Tickets sind zwar nicht ganz billig, aber es zahlt sich auf jeden Fall aus! Egal ob Disney Fan oder nicht.

Lustiger Fakt: nur König der Löwen wird in diesem Theater gespielt.

St. Petri Hauptkirche:

Die St. Petri Kirche befindet sich im Zentrum Hamburgs, nur einige Meter vom Rathaus entfernt. Sie gehört zu den fünf Hauptkirchen Hamburgs. Die Kirche selbst ist zwar nicht so spannend, dafür aber der Ausblick. Die Kirche hat den höchsten Aussichtspunkt der Stadt – der Kirchturm hat eine Höhe von 132 Meter, 123 Meter können über 544 Treppenstufen bestiegen werden. Nichts für Leute mit Höhenangst, aber der Ausblick auf der (schwindelerregenden) Plattform zahlt sich wirklich aus. Der Eintritt kostet 3 Euro.

rathausausblick alster

Speicherstadt:

Ich glaube zur Speicherstadt muss man nicht allzu viel erzählen. Sie steht unter Denkmalschutz und gehört zum UNESCO- Weltkulturerbe. Heute ist sie eine der größten Lagerstätte für Orientteppiche. Man kann sie per Boot oder zu Fuß entdecken – ich würde beides empfehlen. Sie ist schon wirklich wirklich schön. Unter anderem befinden sich das Miniatur- Wunderland, unzählige Museen (Zollmuseum, Gewürzmuseum und weitere) und das Hamburg Dungeon in der Speicherstadt. Aja, und die Kaffeerösterei, in der man richtig guten Kaffee kaufen kann.

Was man noch machen kann:

  • Reeperbahn: Klassiker und muss man gesehen haben. Nebenbei gibt es dort eine Straße, die abgesperrt ist und die nur Männer betreten dürfen – die Herbertstraße. Auf jeden Fall am Abend bzw. in der Nacht hingehen, wenn es dunkel ist und alles beleuchtet ist. Bei Tageslicht wirkt alles nur traurig und ja, ziemlich heruntergekommen.
  • St. Michaelis Kirche: der „Michel“ ist das Wahrzeichen Hamburgs und gehört auch zu den fünf Hauptkirchen. Die Kirche ist wirklich schön, vor allem von innen.
  • planten un blomen: planten un blomen ist plattdeutsch und bedeutet Pflanzen und Blumen. Ein süßer Park, mitten in Hamburg, in dem sich das Museum für die Hamburger Geschichte befindet. Perfekt zum Durchqueren, wenn man ins Schanzenviertel möchte. Direkt daneben befindet sich der Hamburger Dom, das größte Volksfest des Nordens, welches drei Mal im Jahr für vier Wochen stattfindet. Während wir dort waren, war gerade der Frühlingsmarkt.
  • Elbphilharmonie: kennt jeder. Das Konzerthaus ist wunderschön, bietet einen tollen Ausblick auf den Hafen und man sieht es so ziemlich von überall. Der Eintritt ist kostenlos, jedoch darf man mit diesem Eintritt nicht in die Konzertsäle.
  • Stadtrundfahrt: typisch Tourist, aber eine Stadtrundfahrt bringt wirklich viel. Man bekommt einen ersten Überblick und erfährt viel Wissenswertes über Hamburg. Und man kommt an Orte, die man wahrscheinlich sonst nicht sehen würde.
  • Cap San Diego: die Cap San Diego ist das größte fahrtüchtige Museums- Frachtschiff der Welt. Das Museum ist ganz cool, nicht sehr aufregend, aber kann man sich anschauen.

Unsere Unterkunft:

Wir wohnten im Holiday Inn Hotel etwas außerhalb vom Zentrum. 4 Nächte kosteten pro Person rund 272 Euro. Die Zimmer sind relativ groß, wir hatten einen schönen Ausblick über die Elbe und auf Hamburg. Vor allem das Badezimmer war schön und hatte eine Badewanne. Im Preis war die Minibar, der Wellnessbereich mit Pool und Sauna sowie das Frühstück inbegriffen.  Und das Frühstück war wirklich super – es gab so ziemlich alles, was man sich wünscht. Und es gab Pancakes – richtig gute Pancakes sogar! Ich hab echt selten so ein ausgiebiges und reichhaltiges Frühstücksbuffet gesehen. Im Erdgeschoss des Hotels gibt es außerdem ein Pub. Die nächste Bushaltestelle ist ca. 5 Minuten zu Fuß entfernt. Der Bus mit der Nummer 3 fährt direkt in die Stadt. Die Busse fahren alle paar Minuten und sind wirklich billig. Ein Tagesticket für 5 Personen kostet rund 13 Euro. Ein sehr empfehlenswertes Hotel!

holiday inn

Hamburg, meine Perle!

Liebe Grüße,

Coco 

 

 

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