Graz: KostNix- Laden

„Was nichts kostet, kann nicht gut sein.“

Ein altbekanntes Vorurteil, welches in Graz aus der Welt geschaffen wird. Der KostNix- Laden der Stadtteilarbeit EggenLend wechselte jüngst seinen Standort und ist nun in der Karl- Morre- Straße in Eggenberg zu finden. Letzten Samstag, am 12.05, fand die Neueröffnung statt, welche mit Musik und gratis Essen untermalt wurde. Der Andrang war groß, Jung und Alt machten sich ein Bild vom neuen Platz und dem bereits seit einem Jahr existierendem Laden.

Aber was genau ist das eigentlich?

Der KostNix- Laden ist ein Projekt, welches, wie bereits erwähnt, von der Stadtteilarbeit EggenLend ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die Nachbarschaft zu stärken und Ressourcen zu schonen. Acht Ehrenamtliche betreiben den Laden fünf Tage die Woche. Das Prinzip beruht auf Geben & Nehmen: man nimmt, was man braucht, natürlich völlig kostenlos, und gibt, was man nicht mehr braucht. Kleidung, Schuhe, Bücher oder Geschirr – im KostNix- Laden findet jedes Stück einen neuen Besitzer. Klingt gut? Ist es auch.

 Die Neueröffnung

Da der Laden nun seinen Standort nach Eggenberg verlegte, musste auch dementsprechend eine Neueröffnung gefeiert werden. Von Studenten der FH Joanneum des Zweiges ,Soziale Arbeit‘, die am Umzug beteiligt waren, wurde ich eingeladen, mir das Konzept etwas näher anzuschauen. Gesagt, getan. Die Reaktion der Leute war mehr als positiv, die Veranstaltung war sehr gut besucht. Die meisten Besucher gingen nicht mit leeren Händen nach Hause, jedoch wurden auch genügend neue Spenden gebracht. Der Laden begrüßt jeden mit offenen Armen. Alles in allem ein wirklich tolles Projekt, welches zu nachhaltigem Denken anregt.

kostnixmarkt

Über die Wegwerfgesellschaft & Co.

Dass unsere Generation zu einer wahren Wegwerfgesellschaft mutiert ist, ist kein Geheimnis mehr. Wenn etwas kaputt ist, reparieren wir es nicht, sondern wir ersetzen es. Wenn etwas nicht mehr gefällt, verstecken wir es in den hintersten Ecken unseres Schrankes. Wenn etwas nicht mehr passt, landet es im Müll. Wir haben so viel und geben so wenig. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen wir im Überfluss leben, können wir unsere Einstellung ändern. Besser gesagt müssen wir es. Denn eine nachhaltige Lebensweise ist etwas, wovor wir unsere Augen nicht mehr verschließen können. Natürlich kann keiner von uns Wunder vollbringen, jedoch können wir alle einen kleinen Teil dazu beitragen. Und Projekte wie der KostNix- Laden machen es uns mehr als einfach. Wenn dann das nächste Mal der Kleiderschrank oder das Bücherregal aus allen Nähten platzt, einfach darüber nachdenken, die nicht gebrauchten Stücke in den Laden bringen. Und was gibt es Besseres als einer anderen Person eine Freude zu machen?

Hard facts

Standort: Karl- Morre- Straße 42

Öffnungszeiten: MO- FR; 15 bis 18 Uhr

Spenden: die Spenden können im Büro der Stadtteilarbeit oder direkt beim KostNix- Laden abgegeben werden

öffnungszeiten

 

Liebe Grüße,

Coco

 

 

Grazguide: Where to shop – Dogdays of Summer

Wo aus zweiter Hand zu Liebe auf den ersten Blick wird.

Drei Mädchen – eine Mission: Die Welt, vor allem Graz, mit Second-Hand-Mode zu verschönern. Passend zum dritten Geburtstag von Dogdays of Summer durfte ich Diana, eine der drei Betreiberinnen, in ihrem Shop am Lend in Graz besuchen und mit ihr über die Idee hinter Graz coolstem Vintagelieferanten sprechen.

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Die Köpfe hinter Dogdays of Summer:

Bereits seit dem Kindergarten kennen sich die zwei Studentinnen Diana und Clarissa, welche Dogdays of Summer ins Leben gerufen haben. Durch die Liebe zur Mode und auch zur Vintagekleidung kam dann die Dritte im Bunde, Johanna, hinzu. Seitdem sind sie ein unschlagbares Team, denn jede der Drei bringt das gewisse Etwas mit – so sind Clarissa und Diana durch ihr Studium vor allem für den Grafikbereich zuständig, während sie mit Johanna eine wahre Modeexpertin an Land gezogen haben, da sie eine Modeschule besuchte.

Der Name und das Logo: 

Heißer Sand, Kakteen und ein Roadtrip mit Freunden durch die sengende Hitze einer Wüste – all das assoziieren wir mit cooler Vintagekleidung und Westernflair. So auch Diana, Clarissa und Johanna und prompt fiel ihnen auch ein Name für ihren Shop ein: Dogdays of Summer – die sogenannten Hundstage und somit auch heißesten Tage des Jahres. Denn sind wir ehrlich? An diesen brennend heißen Tagen brauchen wir nichts mehr als gute Freunde und tolle Kleidung – der Rest ergibt sich dann spontan. Und auch das Logo passt perfekt zum Wüstenszenario: es zeigt einen Stierkopf und hat sich als Markenzeichen des Shops etabliert – wer diesen Kopf sieht, bekommt sofort das Gefühl von Freiheit und Sommer – aber bitte nur in genialen Outfits!

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Das Konzept:

Berlin hat es. Amsterdam auch. Wieso nicht Graz? Diese Frage stellten sich Diana und Clarissa, als sie einen Städtetrip nach Berlin machten und kamen schnell zur Entscheidung dies zu ändern. Und das mit Erfolg, denn ihr Shop ist einzigartig und bereits über die Grenzen der Steiermark hinweg bekannt. Im Gegensatz zu anderen Geschäften wie Carla oder Humana sind ihre Produkte speziell und sorgfältig ausgewählt, denn ihr Ziel war es einen Shop zu eröffnen, den man ungerne mit leeren Händen verlässt.

Das Sortiment:

Eines vorweg – das Sortiment im Store und im Online-Shop ist komplett verschieden. Das liegt aber daran, um zu verhindern, dass manche Dinge doppelt verkauft werden. ABER es ist möglich Dinge im Online Shop zu bestellen und sie dann im Store anzuprobieren, um zu sehen, ob es wirklich gefällt. Die Produkte werden von allen Drei selbst ausgesucht – sie kommen von Flohmärkten, privaten Leuten oder Seiten wie willhaben –  so ziemlich von allen Quellen, die mit Second-Hand in Verbindung stehen. Ebenso werden permanent verschiedene Kollektionen angeboten, welche auch von ihnen persönlich zusammengestellt werden. So gibt es nun z.B. die Back to School Kollektion. Auch gab es bereits eine eigene Dogdays of Summer Kollektion, bei der jedes Stück durch ihr eigene Handschrift noch individueller als sonst gestaltet wurde.

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Der Shop:

Erst seit Mai gibt es auch einen physischen Laden des bis zurzeit eigentlichen Online-Shops. Der Standort Lend ist gut gewählt, da das Viertel nicht nur jung und aufstrebend, sondern auch im Generellen sehr vielfältig ist – der perfekte Platz für einen Vintagestore in Graz. Der Shop selbst ist sehr liebevoll eingerichtet – besonders auffallend sind die vielen Pflanzen, die sich zwischen der Kleidung finden lassen. Ebenso fühlt man sich sofort wohl, sobald man den Shop betritt und auch die Musik schafft ein tolles Flair.

Fazit:

Ich persönlich bin restlos begeistert von Dogdays of Summer. Diana, Clarissa und Johanna haben mit ihrem Store etwas Außergewöhnliches und Individuelles geschaffen, was vor allem in Graz gefehlt hat. Hier wird jeder fündig, der einzigartige Stücke bevorzugt. Die Produkte sind wunderschön und kein Wunsch bleibt offen, es gibt von Schuhen bis zu Haarbändern alles. Da es alles nur einmal gibt, kann es leider passieren, dass das gewünschte Stück nicht in der richtigen Größe vorhanden ist, doch meistens findet man eine Entschädigung. Meiner Meinung nach haben sie ihr Motto verwirklicht, denn ich verlasse den Laden ungerne ohne ein neues Lieblingsstück. Definitiv einen Besuch wert!

 

Where to find:

Laden: Josefigasse 3, 8020 Graz

Öffnungszeiten: Mittwoch – Freitag: 12:00 – 19:00 Uhr

Samstag: 10:00 – 17:00 Uhr

Online-Shop: http://www.dogdaysofsummer.at

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Liebe Grüße,

Coco