Hamburg

Moin, Moin. Letzten Samstag ging es ziemlich, ziemlich früh mit meiner Familie und meinem Freund nach Deutschland, genauer gesagt in den Norden nach Hamburg. Genau ein Jahr vorher, auch am Beginn der Osterferien, besuchte ich das erste Mal unseren großen Nachbarn. Damals war ich nicht ganz so begeistert – Hamburg aber sollte eine ganz neue Chance bekommen, schließlich hab ich ja auch nur Gutes davon gehört. Gesagt, getan und ich wurde nicht enttäuscht. Die zweitgrößte Stadt Deutschlands hat wirklich Charme und besticht durch raues Wetter, großem Hafen und nordischer Coolness. Ja Hamburg, du bist schon ziemlich cool, wenn auch etwas zu windig.

What to do:

Hafenrundfahrt:

War man in Hamburg und hat keine Hafenrundfahrt gemacht, dann war man nicht wirklich in Hamburg. Wir haben uns für eine Lichterfahrt entschieden, deren Start um 21 Uhr war. Zuerst fuhren wir durch einen großen Teil des Hafens, dann ging es in die Speicherstadt. Pro Person kosten solche Fahrten meist zwischen 18 und 20 Euro. Und ich muss sagen – der Hafen von Hamburg ist wirklich imposant. Man erfährt interessante Fakten, kann die Stadt und ihre Lichter aus einer neuen Perspektive bewundern und vor allem die Speicherstadt und ihre alten Gebäude beeindrucken zu dieser Uhrzeit. Und wer hätte gedacht, dass sogar Containerschiffe interessant sein können?

Miniatur- Wunderland:

Vom Miniatur- Wunderland habe ich mir nicht allzu viel erwartet, ich dachte mir nur, die größte Modelleisenbahnanlage der Welt muss man gesehen haben. Und ja, die muss man gesehen haben. Seit Dezember 2000 wird daran gebaut, aktuell gibt es 9 Themenwelten, bis 2021 sollen vier weitere hinzukommen. Unter anderem kann man derzeit Italien, die Schweiz, Österreich, Hamburg, Skandinavien und vieles mehr bestaunen. Derzeit fahren dort 1040 Züge, der längste davon hat 14, 51 Meter. Das alles kann man sich nur schwer vorstellen, wenn man noch nicht dort war. Ich selbst bin eigentlich kein großer Fan von Modelleisenbahnen, aber im Miniatur- Wunderland spürt und sieht man die Arbeit und Liebe, die dahinter steckt. Es gibt so unzählig viele, und richtig coole Figuren, viele Landschaften und Orte sind äußerst detailliert nachgebaut und am Flughafen starten und landen die Flugzeuge wortwörtlich! Wem es dann aber doch etwas zu langweilig wird – der „Reiseführer“, den man mit jedem Ticket bekommt, beinhaltet ein Rätsel. Man muss unterschiedliche Szenen, meist lustige oder bekannte Figuren, die in der gesamten Anlage versteckt sind, suchen. Neben jeder dieser Figuren befinden sich Buchstaben – hat man alle zusammen, ergibt sich ein Lösungswort. Ich hab mich daran versucht und zumindest 7 von 15 Figuren gefunden. Auf jeden Fall eine lustige Aktion. Plus, das Miniatur- Wunderland hat wahrscheinlich die schönsten Eintrittskarten der Welt. Muss man gesehen haben!

Schanzenviertel:

Jeder der Vintage-, Hipster-, Retroflair liebt, wird auch das Schanzenviertel lieben. Richtig coole und süße Läden, tolle Atmosphäre, bisschen zugekleistert und voller Graffitis und Plakaten. Hingehen, Flanieren, Verweilen, Genießen!

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König der Löwen:

Seit ich denken kann, war König der Löwen schon immer mein Lieblingsfilm. Und Afrika war das erste Land, welches ich unbedingt bereisen wollte. Leider hat das bis jetzt noch nicht geklappt, aber das Musical in Hamburg bringt ein Stück Afrika nach Hamburg. Ich hab mich wirklich schon darauf gefreut, jedoch habe ich nicht erwartet, dass es so schön sein würde! Vor allem die Kostüme und die Bühne sind wahnsinnig gut gemacht! Man taucht sofort in die bunte Welt Afrikas ein. Und „Der ewige Kreis“ sowie „Er lebt in dir“ haben Gänsehautfaktor! Das Musical spielt seit 2001 im Stage Theater im Hafen, am anderen Elbufer. Eigene Fähren bringen die Besucher über die Elbe. Die Tickets sind zwar nicht ganz billig, aber es zahlt sich auf jeden Fall aus! Egal ob Disney Fan oder nicht.

Lustiger Fakt: nur König der Löwen wird in diesem Theater gespielt.

St. Petri Hauptkirche:

Die St. Petri Kirche befindet sich im Zentrum Hamburgs, nur einige Meter vom Rathaus entfernt. Sie gehört zu den fünf Hauptkirchen Hamburgs. Die Kirche selbst ist zwar nicht so spannend, dafür aber der Ausblick. Die Kirche hat den höchsten Aussichtspunkt der Stadt – der Kirchturm hat eine Höhe von 132 Meter, 123 Meter können über 544 Treppenstufen bestiegen werden. Nichts für Leute mit Höhenangst, aber der Ausblick auf der (schwindelerregenden) Plattform zahlt sich wirklich aus. Der Eintritt kostet 3 Euro.

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Speicherstadt:

Ich glaube zur Speicherstadt muss man nicht allzu viel erzählen. Sie steht unter Denkmalschutz und gehört zum UNESCO- Weltkulturerbe. Heute ist sie eine der größten Lagerstätte für Orientteppiche. Man kann sie per Boot oder zu Fuß entdecken – ich würde beides empfehlen. Sie ist schon wirklich wirklich schön. Unter anderem befinden sich das Miniatur- Wunderland, unzählige Museen (Zollmuseum, Gewürzmuseum und weitere) und das Hamburg Dungeon in der Speicherstadt. Aja, und die Kaffeerösterei, in der man richtig guten Kaffee kaufen kann.

Was man noch machen kann:

  • Reeperbahn: Klassiker und muss man gesehen haben. Nebenbei gibt es dort eine Straße, die abgesperrt ist und die nur Männer betreten dürfen – die Herbertstraße. Auf jeden Fall am Abend bzw. in der Nacht hingehen, wenn es dunkel ist und alles beleuchtet ist. Bei Tageslicht wirkt alles nur traurig und ja, ziemlich heruntergekommen.
  • St. Michaelis Kirche: der „Michel“ ist das Wahrzeichen Hamburgs und gehört auch zu den fünf Hauptkirchen. Die Kirche ist wirklich schön, vor allem von innen.
  • planten un blomen: planten un blomen ist plattdeutsch und bedeutet Pflanzen und Blumen. Ein süßer Park, mitten in Hamburg, in dem sich das Museum für die Hamburger Geschichte befindet. Perfekt zum Durchqueren, wenn man ins Schanzenviertel möchte. Direkt daneben befindet sich der Hamburger Dom, das größte Volksfest des Nordens, welches drei Mal im Jahr für vier Wochen stattfindet. Während wir dort waren, war gerade der Frühlingsmarkt.
  • Elbphilharmonie: kennt jeder. Das Konzerthaus ist wunderschön, bietet einen tollen Ausblick auf den Hafen und man sieht es so ziemlich von überall. Der Eintritt ist kostenlos, jedoch darf man mit diesem Eintritt nicht in die Konzertsäle.
  • Stadtrundfahrt: typisch Tourist, aber eine Stadtrundfahrt bringt wirklich viel. Man bekommt einen ersten Überblick und erfährt viel Wissenswertes über Hamburg. Und man kommt an Orte, die man wahrscheinlich sonst nicht sehen würde.
  • Cap San Diego: die Cap San Diego ist das größte fahrtüchtige Museums- Frachtschiff der Welt. Das Museum ist ganz cool, nicht sehr aufregend, aber kann man sich anschauen.

Unsere Unterkunft:

Wir wohnten im Holiday Inn Hotel etwas außerhalb vom Zentrum. 4 Nächte kosteten pro Person rund 272 Euro. Die Zimmer sind relativ groß, wir hatten einen schönen Ausblick über die Elbe und auf Hamburg. Vor allem das Badezimmer war schön und hatte eine Badewanne. Im Preis war die Minibar, der Wellnessbereich mit Pool und Sauna sowie das Frühstück inbegriffen.  Und das Frühstück war wirklich super – es gab so ziemlich alles, was man sich wünscht. Und es gab Pancakes – richtig gute Pancakes sogar! Ich hab echt selten so ein ausgiebiges und reichhaltiges Frühstücksbuffet gesehen. Im Erdgeschoss des Hotels gibt es außerdem ein Pub. Die nächste Bushaltestelle ist ca. 5 Minuten zu Fuß entfernt. Der Bus mit der Nummer 3 fährt direkt in die Stadt. Die Busse fahren alle paar Minuten und sind wirklich billig. Ein Tagesticket für 5 Personen kostet rund 13 Euro. Ein sehr empfehlenswertes Hotel!

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Hamburg, meine Perle!

Liebe Grüße,

Coco 

 

 

From Santorini with love

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Vulkaninsel, Insel der Liebe, Hotspot – Santorin trägt viele Namen. Jeder von uns kennt die weißen Häuser mit den blauen Dächern, welche entlang des Kraterrandes über der griechischen Ägäis thronen. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich mir genau das erwartet – endloses Weiß im Zusammenspiel mit Blau. Und zu einem Teil haben sich diese Erwartungen auch erfüllt. Zu einem großen Teil aber, hat mich Santorin überrascht. Und ohne, dass ich es mitbekommen habe, hat sich die Insel in mein Herz geschlichen.

Allen voran waren es aber die kleinen Dinge, die mir so unglaublich gut gefallen haben. Griechischer Wein, viele Esel (wirklich, ich liebe Esel), schwarze Sandstrände, klares Wasser, gutes Tzatziki und vor allem die schönsten Sonnenuntergänge. Und Fira. Ach, liebes Fira.

Anfangs muss ich zugeben, war ich äußerst skeptisch. Es war mein erster „Inselurlaub“ sowie die erste Reise ins schöne Griechenland. Und ich hatte keine Ahnung, ob es mir nicht langweilig wären würde, den ganzen Tag am Strand zu liegen. Stattdessen aber fand ich seit langer Zeit endlich einmal Ruhe. Von Langweile aber war keine Spur. Wobei man das natürlich auch meiner Reisebegleitung anrechnen muss.

Sieben Tage durften wir auf der griechischen Insel verbringen und ich möchte euch nun meine persönliche What- to- do Liste vorstellen. Aber egal, was ihr auf Santorin tut, tut es mit Liebe.

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What to do:

Black beaches & more:

Santorin ist bekannt für seine kilometerlangen schwarzen Strände, die dem Vulkanausbruch zu verdanken sind. Und auch wenn der Sand jedem Fuß das Fürchten lehrt, so sind diese Strände doch wirklich etwas besonderes. Nebenbei bietet sich Santorin perfekt zum Beach hopping an. Es gibt so viele versteckte und wirklich schöne Strände, die zum Erkunden einladen. So findet man z.B. Höhlen, kann auf Muschelsuche gehen oder schnorchelt den Tag dahin. Der bekannteste Strand ist sicher der Red Beach, der als einer der schönsten Strände Europas gehandelt wird. Ich muss zugeben, dass ich davon sehr enttäuscht war, denn erstens waren viel zu viele Touristen dort und zweitens war es der einzige Strand, an dem das Wasser eher dreckig war. Trotzdem muss man es gesehen haben, denn die roten Klippen geben wirklich ein tolles Bild her! Durch Zufall sind wir dann auch zum White Beach gekommen, denn dieser befindet sich in der Nähe des Red Beach. Zwar hat der White Beach auch einen schwarzen Strand, jedoch ragen über dem Meer weiße Klippen hervor. Diesen kann ich euch wirklich empfehlen, denn er ist richtig schön, nicht ganz so überlaufen und das Wasser ist unglaublich!

Da es an den Stränden fast bis gar keinen natürlichen Schatten gibt, vermieten Restaurants bzw. Privatleute Schirme sowie Liegen. Privatpersonen verlangen meist für einen Schirm und zwei Liegen zwischen 5 – 10 Euro. Bei Restaurants hingegen gibt es 2 Möglichkeiten: entweder man isst dort und kann den ganzen Tag die Liege und den Schirm gratis benutzen, oder man zahlt ebenso meist 10 Euro. Aber es lohnt sich wirklich und die Liegen sind meist riesig und sehr bequem.

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Exploring Santorin:

Der beste und wahrscheinlich mit Abstand lustigste Weg Santorin zu erkunden, ist mit dem Moped. Wir haben uns ein Moped für drei Tage gemietet und es war die beste Idee! Man ist unglaublich flexibel, muss nicht ewig auf den Bus warten und kann stehen bleiben, wann und wo man möchte. Außerdem bietet ein Moped auch genug Platz, um Badesachen, Kamera etc. zu verstauen. Und sind wir uns ehrlich: wie kann man dem griechischen Lebensstil besser nachgehen, als den ganzen Tag auf einem Moped herumzudüsen? Vor allem auf einer Insel, auf der Sperrlinien und Geschwindigkeitsbeschränkungen scheinbar nur zum Spaß existieren. Außerdem ist das Panorama, welches sich während dem Fahren bietet, unglaublich. Und erst durch das Moped haben wir Plätze gefunden, die wir sonst vielleicht nicht gesehen hätten.

Unser Moped hat 20 Euro pro Tag gekostet, jedoch ist man für den Tank selbst verantwortlich. Helme bekommt man dort und auf Santorin findet sich wirklich an jeder Ecke ein Verleihgeschäft.

 

When the sun goes down:

Langsam und äußerst unauffällig vermischt sich das klare Blau mit den schönsten Farben des Sonnenuntergangs. Am Ende ergibt sich ein unglaubliches Bild am Horizont, in dem sich Rosa, Blau, Violett und Gelb duellieren. Man selbst sitzt währenddessen am Strand, die Füße in den angenehm warmen Sand gesteckt und betrachtet das Spektakel. Hin und wieder berührt eine Welle ganz sachte deine Haut. Und du fragst dich, wie unsere Welt etwas so Schönes hervorbringen kann? Und plötzlich ist man überzeugt davon, dass es das Paradies gibt. Und es sich finden lässt.

Kitschig hoch 10, aber so wahr. Genau so können Sonnenuntergänge auf Santorin beschrieben werden. Wem da nicht das Herz aufgeht, der ist selber schuld. Aber aufpassen: enormer Suchtfaktor! Und Glücksbärlimoment inklusive.

Mein Lieblingsplatz, um die Sonnenuntergänge zu erleben. war direkt am Strand, einfach, weil sich das Meer so schön mit dem Himmel vermischt. Es gibt aber auch einige bekannte Plätze wie der Leuchtturm von Akrotiri oder die Klippen Oias. 

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Fira und Oia:

Fira und Oia sind die zwei „größeren“ Städte Santorins. Wobei von groß hier noch lange nicht die Rede ist. Oia ist die bekannte weiße Stadt, welche auf allen Fotos und Postkarten abgebildet ist. Sie liegt an der Spitze der Insel im Norden. Fira ist die Hauptstadt und liegt eher in der Mitte der Insel. Und ich habe mich komplett in Fira verliebt! Die Stadt ist unglaublich lebhaft, hat großen Charme und bezaubert mit griechischem Flair. Außerdem kommt mir vor, dass Fira eher unterschätzt wird. Dabei sind die kleinen engen Gassen nur so zum Flanieren geschaffen. Am Besten einfach losgehen und entdecken. Verlaufen kann man sich eigentlich eh nicht. Die Stadt ist ähnlich aufgebaut wie Oia und hat ebenso schöne Häuser. Während mir Oia aber zu touristisch und zu elegant war, habe ich mich in Fira sofort wohlgefühlt. In Oia hingegen kam ich mir underdressed und ja, zwischendurch sogar etwas arm vor. Die Preise sind für normale Reisende fast nicht tragbar. Erst im Zentrum bzw. in der Mitte der Stadt lassen sich leistbare Restaurants finden. Trotzdem ist Oia wahnsinnig schön, die Stadt erstrahlt nur so in Weiß und rundherum erstreckt sich das blaue Meer. Wenn der Himmel nicht so aussieht, bin ich schwer enttäuscht.

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Tipp: Falls ihr in Fira seid, besucht unbedingt die Taverne „Daphne„. Sie befindet sich im Zentrum der Stadt, ist nicht teuer und das Essen ist sehr lecker! Außerdem ist das Lokal wirklich wunderschön und ein halber Liter Hauswein kostet 6 Euro. Mehr muss nicht gesagt werden. Aja, und das Personal ist richtig cool!

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Vulkan & heiße Quellen: 

Santorin verdankt seiner Form einem Supervulkan und dessen Ausbruch. Der Vulkan existiert heute noch ist sogar noch aktiv. Der letzte Ausbruch war vor gar nicht allzu langer Zeit, und zwar in den 50er Jahren. Dadurch wurde ein großer Teil der Insel zerstört, nur ein Hotel überdauerte den Ausbruch. Nea Kameni, die Vulkaninsel, ist wirklich einen Besuch wert, denn wie oft hat man die Chance, einen aktiven Vulkan zu besteigen? Außerdem bietet sich von dort ein toller Ausblick auf die Klippen Santorins. Nicht weit davon entfernt, befinden sich die heißen Quellen. In einer kleinen Bucht schwimmt man direkt vom kalten Meer in ein angenehmes Wasser mit ca. 29 Grad. Aber Vorsicht, durch das braun- gelbe Wasser der Quellen verfärben sich helle Bikinis bzw. Badeanzüge. Jeden Tag werden Touren angeboten. Wir haben unsere direkt an der Rezeption unserer Unterkunft gebucht und zahlten jeweils 35 Euro. Unsere Tour inkludierte den Vulkan, die heißen Quellen, Thirassia (eine noch kleinere Insel neben Santorin) und einen vierstündigen Aufenthalt in Oia. Ich finde die Tour wirklich klasse, da man für alles genug Zeit hat und etliche Informationen über die Entstehung der Insel bekommt. Ein bisschen Geschichte schadet nie.

 

Amoudi Bay:

Direkt unter den Klippen Oias, an der nördlichsten Spitze der Insel schwimmen, während man den perfekten Ausblick auf Fira hat? Genau das kann man am Amoudi Bay erleben. Durch Zufall sind wir auf diese Bucht gestoßen und waren restlos begeistert. Während sich einige Meter entfernt, im Hafen Oias, Kreuzfahrtschiffe und Yachten die Türklinke in die Hand geben, schwimmt man selbst im schönsten Blau des Meeres. Die Bucht ist etwas versteckt und man muss ein bisschen klettern, um dorthin zu gelangen, aber das ist es allemal wert. Alleine der Anblick von Leuten, die direkt auf den Steinen liegen oder es versuchen, eine gemütliche Position zu finden, bringt einem zum Schmunzeln. Und Mutige können sich am Klippenspringen austoben. Also Schnorchel einpacken, Sonnenhut mitnehmen (dort gibt es keinen Schatten) und den Amoudi Bay genießen.

 

Tipp: Wenn ihr könnt, reist nicht mit dem Auto, sondern dem Moped an. Die Parkmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Wer übrigens von Oia kommt, muss sich ein bisschen spielen, um den Weg zu den Stufen, welche zum Amoudi Bay hinführen, zu finden.

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Unsere Unterkunft: 

Wir wohnten bei „Anny Studios“ in Perissa, ganz im Süden Santorins. Unsere Unterkunft bestand aus einem Schlafzimmer mit einer kleinen Küchenzeile, sowie Badezimmer und Balkon. Im Innenhof befindet sich ein Pool mit einer Poolbar. „Anny Studios“ hat wirklich eine perfekte Lage, es ist nur 30m vom Strand entfernt und man geht ca. 5 Minuten in das Zentrum von Perissa. Supermarkt und Bäcker liegen auch gleich in der Nähe. Jeden Tag wurde das Zimmer von einer Putzfrau gereinigt, Handtücher ausgewechselt und es wurde sogar das Geschirr abgewaschen. Für eine Woche haben wir jeweils ca. 420 Euro gezahlt, was für Santorin wirklich sehr ok ist. Und das Zimmer hatte eine Klimaanlage, was wirklich wichtig ist. Die Appartements sind eng aneinandergereiht, weshalb man hin und wieder einen Blick in andere Zimmer werfen kann oder einen fremden Blick ins eigene Zimmer bekommt. Aber dafür gibt es ja Vorhänge.

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Wusstest du, dass
… Santorin eigentlich als Gemeinde bezeichnet wird? Im Winter leben hier ca. 14 000 Menschen, während es im Sommer rund 40 000 sind.
… es auf Santorin „Donkey Beer“ gibt? Dies wird in einer eigenen Brauerei gemacht und ist ein Craft Beer. Und schmeckt gar nicht mal so schlecht. Hat aber nichts mit Eseln zu tun :b
Weinbau auf Santorin eine große Rolle spielt? Es gibt verhältnismäßig viele Weinbaubetriebe für die Größe der Insel. Außerdem wächst der Wein hier am Boden.
… es auf Santorin sehr windig sein kann? So windig, dass es manchmal sogar im Bikini am Strand zu kalt wird.

Liebes Santorin, eines muss man dir lassen, den Atem hast du mir doch oft geraubt. Und um dich zu beschreiben, bedarf es doch weit mehr als das Adjektiv „schön“.

Liebe Grüße,

Coco

 

 

 

 

 

 

 

 

Bonn

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Letzten Freitag ging es für meine Schwester, einer Freundin und mich für vier Tage nach Deutschland, genauer gesagt nach Bonn. Der eigentliche Grund für unsere Reise war der Besuch der Magiccon 2018, doch darüber wird es einen eigenen Blogpost geben. Ich war das erste Mal in Deutschland und war wirklich gespannt, was ich denn so von Österreichs großem Nachbar halten würde. Nach einigen Verständigungsschwierigkeiten (oft war ich kurz davor Englisch zu sprechen) und Problemen mit der Deutschen Bahn (wer hätte gedacht, dass ich die ÖBB jemals schätzen würde?) kam ich zu der Erkenntnis, dass Deutschland mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mein neues Lieblingsland werden würde. Vielleicht lag es aber auch daran, dass sich Bonn nicht wirklich in mein Herz geschlichen hat. Besser wäre hier der Ausdruck „schleichen konnte“, denn für die Stadt selbst hatten wir leider sehr wenig Zeit. Deswegen möchte ich der ehemaligen Bundeshauptstadt nicht Unrecht tun – liebes Bonn, vielleicht lernen wir uns das nächste Mal etwas besser kennen.

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What to do: 

Hans im Glück: Hier kommt jeder Burgerfan so richtig auf seine Kosten. Neben der riesigen Auswahl an Burgern, sei es vegetarisch, vegan oder für Fleischliebhaber, gibt es auch jede Menge leckere Cocktails und Getränke. Außerdem ist das Restaurant unglaublich süß und liebevoll eingerichtet. Fazit: Geschmacklich top und guter Preis – „Coco im Glück“.

Bonner Altstadt: Eines muss ich mir selbst eingestehen – die Altstadt von Bonn hat wirklich Charme. Die Häuser sind sehr niedlich, alles wirkt so klein und schön. Vor allem die Sternstraße ist eine von Bonns bekanntesten und sehenswertesten Straßen. Weiters sind das Beethovenhaus und das Münster beliebte Sehenswürdigkeiten. Mir persönlich haben vor allem das Alte Rathaus und das Postamt sehr gut gefallen – sie versprühen meiner Meinung nach typisch deutsches Flair. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass Bonn vor allem im Winter mit Weihnachtsmärkten überzeugen würde.

Kölner Dom: Da Bonn und Köln wirklich nur einen Katzensprung voneinander entfernt sind, lohnt es sich auf jeden Fall der viertgrößten Stadt Deutschlands einen Besuch abzustatten. Da wir wenig Zeit hatten, hielten wir uns nur rund um den Kölner Hauptbahnhof auf und besuchten den Kölner Dom, der sich direkt neben dem Bahnhof befindet. Der Eintritt ist kostenlos und der Dom wirklich riesig. Die Architektur der Kirche ist atemberaubend und wunderschön. Generell glaube ich, dass Köln eine richtig coole Stadt ist, in der man einiges erleben kann. Deswegen hat die Stadt bereits einen Platz auf meiner Reiseliste.

Übrigens braucht man von Bonn nach Köln ca. eine halbe Stunde mit dem Zug. Die Züge gehen direkt vom Bonner Hauptbahnhof und fahren ca. zwei mal in der Stunde.

Our hotel: 

Wir haben uns für das B&B Hotel Bonn entschieden. Dieses Bed & Breakfast ist ganz hübsch, hat sechs Stöcke und ist sehr sauber. Es liegt nur ca. 3 Gehminuten von der U-Bahn Station Bonn West entfernt und hat somit eine super Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. Ebenso könnte man den Bus nehmen. Wir hatten ein Dreierzimmer gebucht, welches genug Platz und ein geräumiges Badezimmer bot. Meiner Meinung nach war das Hotel etwas teuer. Unser Zimmer kostete pro Nacht etwas mehr als 30 Euro pro Person, jedoch musste man für das Frühstück 8,50 Euro Aufpreis zahlen, was ich nicht so ganz verstanden habe. Das Frühstücksbuffet war zwar ganz ok, aber ich hatte schon weit Besseres für weniger Geld. Ebenso störte mich, dass unser Zimmer ein Raucherzimmer war, aber das war nicht die Schuld des Hotels. Generell finde ich die Existenz von Raucherzimmern in unserer heutigen Zeit mehr als unnötig. Ich glaube das erklärt sich von selbst. Ein weiterer Störfaktor war das Fehlen eines Föhnes im Zimmer. Alles in allem ist das B&B empfehlenswert, aber, wie bereits gesagt, finde ich es etwas zu überteuert. Auf jeden Fall hatten wir einen schönen Aufenthalt.

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Liebe Grüße,

Coco

Warner Bros. Harry Potter Studios

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Wir stehen in Leavesden, der Wind pfeift uns um die Ohren, statt blauem Himmel starrt eine graue Wolkendecke auf uns herab. Es beginnt leicht zu nieseln. Typisches englisches Wetter eben. In der Mitte des Platzes, auf dem wir uns befinden, stehen riesige Schachfiguren. Der Platz wird von großen Plakatwänden umhüllt. „Have you seen this wizard?“, steht in großen Buchstaben auf einem dieser Plakate. Alles ist trist und grau, in meinen Gedanken stelle ich mir vor, wie Todesser die Millenium Bridge nur einige Kilometer von uns entfernt zum Einsturz bringen. Plötzlich huscht ein kleiner Dementor gefolgt von Zauberschülern an mir vorbei Richtung Eingang und reißt mich aus meinen Träumereien. „Du bist hier nicht beim Halblutprinzen“, sage ich mir selbst in meinen Gedanken. Und doch war ich ihm noch nie so nah. Warum?

Weil ich vor einem großen Gebäudekomplex etwas außerhalb von London, mitten im Nirgendwo, stehe und unsere Tickets abhole. Neben mir stehen meine zwei besten Freundinnen, sie strahlen wie zwei Honigkuchenpferde. Wer braucht schon Sonne, wenn man solche Grinser sieht? Vor uns liegen wahrlich magische Stunden, denn in wenigen Minuten beginnt unsere Tour in den Warner Bros. Harry Potter Studios. Wir folgen einem langen Gang, dessen Wände die Karte des Rumtreibers sowie bekannte Zitate zieren. Unzählige Szenen tauchen vor dem inneren Auge auf, dann stehen wir plötzlich in einer großen Halle, über uns Leinwände mit den Gesichtern der Schauspieler. Die Vorfreude und Spannung steigt, kurze Zeit später befinden wir uns zusammen mit anderen Harry Potter Fans in einem dunkeln Raum. Uns werden Videos gezeigt, ein Moderator gibt einen kurzen Überblick über das weltweite Phänomen und den Hype darum. Gleich danach sitzen wir vor einer Leinwand, Harry, Ron und Hermine begrüßen uns und erzählen etwas über die Tour. Nach einigen Minuten verschwinden sie im Video hinter einer Tür. Die Leinwand geht hoch, ein Staunen geht durch die Menge. Direkt vor uns liegt jene Tür, durch die die Drei gerade verschwunden sind. Wir alle stehen davor. Eine Mitarbeiterin läuft zum Publikum, ermutigt einen kleinen Jungen die Tür zu öffnen. Die Klinke wird hinuntergedrückt, die Tür aufgestoßen, unsere Augen werden immer größer. Willkommen in Hogwarts.

 

Die Warner Bros. Harry Potter Studios. Ein Ort voller Magie. Ein Ort, an dem man der Realität für einige Stunden entfliehen kann. Ein Ort, an dem nicht an Zauberei zu glauben schon fast eine Straftat ist. Besser gesagt ein Ort, an dem nicht an Zauberei zu glauben unmöglich ist. Originalkostüme, Requisiten, Sets – all das und noch viel mehr gibt es hier zu bestaunen und zu erleben. Ob Verbotener Wald (der übrigens das beste Erlebnis überhaupt ist), Winkelgasse, Dobby, Drachen oder Dumbledore – alles ist da. Selbst Besen können hier fliegen. Besonders faszinierend ist es, dass sich so vieles wirklich bewegen kann. Mit etwas Glück verbeugt sich Seidenschnabel, der Eberkopf und das Monsterbuch bewegen sich, die Alraune springt aus dem Topf und bei den Weasleys stricken die Nadeln von selbst. Ehrlich gesagt möchte ich nicht zu viel verraten, denn sonst nehme ich ja dem Ein oder Anderen den Zauber des Besuches. Aber so viel sei gesagt: Vergiss alles für einen kurzen Moment, mach dein Herz leicht, sei für einige Stunden wieder ein Kind und lass dich verzaubern.

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Hard Facts: 

Tickets: Die Tickets müssen im Vorhinein gekauft werden und man sollte die Tour wirklich früh genug buchen, da man oft sehr schwer Tickets bekommt. Wir hatten Glück und bekamen noch relativ spontan welche. Neben den normalen Tickets für die Tour gibt es auch noch einige mit gewissen Extras, die aber deutlich mehr kosten. Ein normales Ticket für einen Erwachsenen kostet 41 Pfund. Sie sind direkt auf der Warner Bros. Seite erhältlich, es gibt zwar auch andere Anbieter, aber ich würde sie dort kaufen.

Anreise: Eines zuerst, plant genug Zeit für die Anreise ein, denn man muss eine halbe Stunde vor Beginn dort sein! Bei manchen Tickets ist die Anreise dabei, aber bei den üblichen Tickets nicht. Auf der Warner Bros. Seite gibt es eine detaillierte Beschreibung wie man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Auto zu den Studios kommt. Aber Achtung: Bei Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel kann es sein, dass man den Zug nehmen muss. Auf der Seite steht, dass der Zug 20 Minuten braucht, jedoch steht nicht, dass es einen normalen sowie einen Schnellzug gibt. Wir wussten das nicht und haben den normalen Zug genommen, der natürlich länger braucht, und hätten somit fast unsere Tour verpasst. Vor dem Bahnhof wartet dann ein zweistöckiger Harry Potter Bus und bringt die Leute direkt zum Studio. Für die Hin- & Rückfahrt zahlt man 2,50 Pfund.

Tour: Auch für die Tour muss man genug Zeit einplanen, da es wirklich viel zu sehen gibt. Die Touren haben kein Zeitlimit, sobald man drinnen ist, kann man bis zum Ende des Tages bleiben. Ebenso wird man nicht durch die Tour geführt, sondern geht eigenständig durch. Es gibt aber an jeder Ecke Tafeln und Videos, die informieren und erklären. Ist man im Winter dort, sollte man seine Jacke nicht abgeben, da ein Teil im Freien stattfindet. Und ganz wichtig: die Kamera läuft rund um die Uhr, unbedingt vorher den Akku aufladen oder einen Zweiten mitnehmen.

 

Ich kann den Besuch der Studios wirklich jedem empfehlen, sei es eingefleischter Harry Potter Fan oder auch nicht. Selbst jemand, der nur einige Teile gesehen hat, wird begeistert sein. Es lohnt sich wirklich und war das absolute Highlight meiner Londonreise. Man verlässt das Gebäude mit einem schweren Herz, dem Gefühl gerade noch ein Kind gewesen zu sein und einem lachenden sowie weinenden Auge.

Aber keiner sagt es besser als J.K. Rowling selbst:

The stories we love best do live in us forever, so whether you come back by page or by the big Screen, Hogwarts will always be there to welcome you home.

Im Endeffekt warten wir doch alle noch immer auf unseren Brief aus Hogwarts.

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Liebe Grüße,

Coco 

 

London

 

London. Schon so oft davon gehört, schon so viel davon gehört. Dementsprechend schwierig ist es über die drittgrößte Stadt Europas zu schreiben. Was gibt es da denn noch zu sagen? Eigentlich ziemlich viel, wenn man will.

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Fast jeder aus meinem Bekanntenkreis, der bereits in London war, war ganz begeistert von dieser Stadt. Natürlich waren auch meine Erwartungen ziemlich hoch, als das Flugzeug zusammen mit zwei Freundinnen und mir Richtung England abhob. Ich hatte immer meine genauen Vorstellungen von London, hatte immer ein präzises Bild vor Augen, wenn davon gesprochen wurde. Überraschenderweise war dieses Bild komplett anders. Und ich muss zugeben, dass ich noch immer nicht genau weiß, was ich von London halten soll. Nicht, weil es mir nicht gefallen hat, ganz im Gegenteil, London hat mich wirklich begeistert, sondern weil ich einfach keine passenden Wörter dafür finde. London ist so unglaublich groß, hat so viel Charme. Es kommt einem so vor, als würde sich hinter jeder U-Bahn Station eine neue Welt verstecken, Vielleicht tut es das ja auch, ist London doch wirklich ein Schmelztiegel der Kulturen. Vor allem aber ist London eines: vielseitig. Tradition trifft auf Moderne, Alt trifft auf Neu. Lässt man seinen Blick schweifen, wechseln sich Bürogebäude mit historischen Gemäuern ab, Geschichte trifft auf die heutige Zeit.

Und selbst Sonnenstrahlen wirken in London magisch. Begrüßt einem die Stadt mit einem hellen Lächeln, bekommt man das Gefühl irgendetwas richtig gemacht zu haben. Dann erstrahlt die Hauptstadt des Vereinigten Königreiches in einem eigenen Glanz, wie meine beste Freundin und großer Londonfan zu sagen pflegt: „Bei Sonne schimmert die Luft in London golden.“

What to do:

Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem BigBen oder dem London Eye, die sowieso ein Muss sind, wollte ich euch eher von jenen Dingen/ Orten erzählen, die diesen Kurztrip so toll gemacht haben und welche dieses „Londongefühl“ in mir ausgelöst haben. Übrigens waren wir auch in den Warner Bros. Harry Potter Studios, aber darüber wird es einen eigenen Beitrag geben.

Tate Modern: Da wir London unbedingt auch von oben sehen wollten, wir aber eher sparsam unterwegs waren, wurde uns vorgeschlagen ins Tate Modern zu gehen und mit dem Lift bis nach oben zu fahren. Gesagt, getan. Und ich war überwältigt. Auch wenn die Höhe des Museum nicht mit jener des Shard oder des Skygardens zu vergleichen ist, hatten wir doch einen unglaublichen Blick über London. Und da es eben nicht ganz so hoch ist, hat man ebenso einen tollen Ausblick auf die zwei erwähnten Gebäude. Auch hatten wir Glück und konnten miterleben wie sich London vom Tag verabschiedete und die Nacht mit unzähligen Lichtern begrüßte. Hoch über der funkelnden Stadt habe ich mich auf eine ganz andere Art und Weise in London verliebt. Generell finde ich London in der Nacht fast noch ein bisschen schöner als am Tag.

Übrigens ist der Eintritt ins Tate Modern kostenlos.

Straßenkünstler: Sei es am Picadilly Circus oder am Ufer der Themse -in London gibt es unzählig viele Straßenkünstler. Am Besten ist es, sich einen gemütlichen Platz zu suchen und so manchem Künstler für eine kurze oder längere Zeit zu lauschen. Neben all dem Sightseeing und dem Stress alles unter einen Hut zu bekommen, schadet es nicht abzuschalten und den Moment zu genießen. Erstens finde ich, dass erst solche Momente eine Verbindung zu einem Ort kreieren und zweitens finden sich auf Londons Straßen wirkliche Talente.

Notting Hill: Der Stadtteil mit den unzähligen bunten Häusern ist wirklich kein Geheimtipp mehr und jedem ein Begriff. Trotzdem war ich von den farbenfrohen Straßen unglaublich begeistert, dieser Stadtteil ist mit Abstand der Schönste und Charmanteste, in dem wir waren. Außerdem findet man dort den Portobello Road Market, eine großen Markt, der sich durch die Portobello Road zieht. Vintageläden, Musik oder Tee – alles, was das Herz begehrt ist hier zu finden.

Where to eat:

Da wir meist bis zum späten Nachmittag unterwegs waren, bestand unser Frühstück bzw. unser Mittagessen aus schnellen Gerichten oder food-to-go. Trotzdem hatten wir einige „kulinarische“ Highlights, die ich wirklich empfehlen kann.

Eggbreak: Dieses unglaublich süße Restaurant befindet sich in Notting Hill, nur einige Gehminuten von der U-Bahn Station entfernt, und bietet, wie bereits der Name sagt, Gerichte mit Ei in den verschiedensten Variationen an. Wir haben dort gefrühstückt, das Essen ist wirklich unglaublich lecker und die Auswahl ist riesig. Neben pikanten Gerichten gibt es auch French Toast oder Pancakes. Auch die Getränke sind toll, mein Favorit war die heiße Kokosschokolade. Ebenso bekommt man die ganze Zeit gratis Gurken-/ Ingwerwasser in Karaffen. Preismäßig liegt es im mittleren Bereich, es ist nicht gerade günstig, aber ein Besuch zahlt sich wirklich aus.

Borough Market: Dieser große Lebensmittelmarkt befindet sich fast gleich dem neben Shard und bietet eine unglaubliche Auswahl an internationalen Gerichten. Es gibt dort wirklich alles zu finden, vor allem aber hat uns der Käsekuchen und Tee überzeugt. Außerdem ist der Markt nicht wirklich teuer, bzw. unser Essen war relativ günstig und sehr lecker. Auch die Gegend um den Markt ist total schön und bietet sich perfekt zum Flanieren an.

Café Élan: Dieses Café hat zwei Standorte in London und ist vor allem durch Instagram bekannt. Wir waren im Café an der Park Lane, welches etwas kleiner ist. Überall finden sich Unmengen an Rosen, weshalb sie auch als Rosencafés bezeichnet werden und schon zum Schauplatz für so manche Bloggershootings wurden. Die Highlights sind auf jeden Fall die Rosenwand neben der Stiege und die Rosenwand im unteren Teil. Wir hatten Glück und bekamen den Tisch, der direkt an der Rosenwand steht. Man kann dort zwar auch Mittag- oder Abendessen, aber wir haben uns für Süßes und Kaffee entschieden. Unsere Süßspeisen waren zwar gut, aber nicht ganz so gut wie erwartet . Dafür gibt es eine riesige Auswahl an Kaffee, Tee und Kakao, und alles ist wirklich sehr sehr lecker. Auch unsere Bedienung war extrem freundlich und lieb. Alles in allem ein tolles Café, wobei es meiner Meinung nach etwas überteuert ist.

Our hostel: 

Wir schliefen im Wombats City Hostel in einem 8-Bett-Zimmer. Pro Nacht kostet dieses Zimmer ca.20 Euro und das Hostel hat eine sehr gute Lage, es liegt nur einige Gehminuten von der U-Bahn Station Tower Hill, sowie vom Tower und der Tower Bridge entfernt. Die Zimmer sind wirklich schön, die Betten sind Stockbetten und der Raum ist groß genug. Außerdem hat jedes Zimmer sein eigenes Badzimmer und sein eigenes WC. Jedes Bett hat seinen eigenen Kasten, der mit der Schlüsselkarte versperrt werden kann, und eine eigene Ablagefläche mit Steckdose neben dem Bett. Auch gibt es zusätzlich zum Bad einen Spiegel und ein Waschbecken direkt im Zimmer. Adapter und Föhn kann man sich für fünf Pfund ausleihen, die man aber beim Auschecken wieder zurück bekommt. Das Hostel ist wirklich groß, hat eine Bar im Keller und ist generell sehr gemütlich und hübsch eingerichtet. Das Frühstück ist nicht dabei. Auf jeden Fall kann ich es jedem empfehlen, der billig, aber schön und nicht zu weit weg vom Zentrum übernachten möchte.

 

Vielleicht habe ich ja doch Worte gefunden, um die Stadt an der Themse zu beschreiben.

London, I think you had me at hello.

 

Liebe Grüße,

Coco 

 

 

Portugaldiary: Porto

Eine ewig lange Zugfahrt, die uns zwar schöne Landschaften zeigte, doch auch genug Nerven raubte, brachte uns direkt vom warmen Süden Richtung Norden in die etwas kältere und zweitgrößte Stadt Portugals: Porto.

Porto

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Von Porto selbst hatte ich ehrlich gesagt weder Erwartungen noch Vorstellungen, und auch jene Vorfreude wie bei Lissabon fehlte mir, als wir quer durch das Land fuhren. Eigentlich wurde Porto vor allem durch Überzeugungskraft von Freunden auf unserer Städteliste hinzugefügt und auch dies geschah erst relativ spät. Doch vielleicht war gerade diese Unwissenheit und dieses Desinteresse an der Stadt der ausschlaggebende Punkt dafür, dass ich mich ab der ersten Sekunde in den laut Einwohnern „alten Mann Portugals“ verliebte. Der übrigens den Titel ‚alt‘ so gar nicht verdiente. Denn Porto ist jung, pulsierend, aufstrebend und noch so vieles, was man in Worten nicht beschreiben kann, sondern erlebt haben muss. In jeder noch so kleinen Gasse lässt sich ein Abenteuer finden, hinter jedem der unzähligen Graffitis versteckt sich eine Geschichte, nach jeder der insgesamt sechs Brücken, die über den Fluss Douro führen, findet man einen neuen Ort. Die Stadt verbindet Alt mit Neu, Mystik mit Realität, graue Häuser mit grünen Parks, und schafft daraus eine einzigartige Mischung, in die man ein- und am liebsten nie mehr auftauchen möchte. Spätestens ab dem Moment, als wir mitten in der Nacht das Treiben am Fluss und auf der gegenüberliegenden Seite beobachteten, während Porto mit all seinen Lichtern unter uns glitzerte, wusste ich, dass ich nie mehr weg wollte und sich diese Stadt (natürlich neben Paris) zu einem meiner absoluten Lieblingsplätze entwickelte.

What to do:

Get lost: Porto ist die perfekte Stadt, um einfach loszugehen, sich zu verirren und sich währenddessen in die Stadt zu verlieben. Neben unglaublich süßen und schönen Gassen, eine meiner Lieblingsstraßen war die Rua das Flores (flower`s street), findet man unzählige hippe Lokale, Bars und auch Shops. Gelegentlich landet man auf einem Aussichtspunkt der Stadt oder findet sich auf der anderen Seite der Brücke wieder, was ich wirklich nur jedem empfehlen kann, denn neben den ganzen Portwein-Kellereien, hat man Ufer des Vila Nova da Gaia eine wunderbare Aussicht Porto selbst. Ebenso passiert man am Weg durch die Stadt zahlreiche kleine oder größere Gärten bzw. Parks, die sich perfekt für laue Abende mit Freunden eignen oder einen ausgezeichneten Blick auf den Sonnenuntergang bieten. Mein Lieblingspark war gegenüber der Livraria Lello (später mehr dazu) und befand sich am Dach einer kleinen Einkaufsstraße, mitten im Zentrum.

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Livraria Lello: Die Livraria Lello ist jene Bibliothek, in der J.K.Rowling Harry Potter schrieb – und somit ein Muss für jeden Harry Potter Fan, jeden, der Harry Potter ansatzweise mag (was so ziemlich jeder tun sollte) und jeden, der auch nur eine Szene eines Filmes kennt. Der Eintritt kostet zwar vier Euro, aber ist es definitiv wert und beim Kauf eines Buches werden die vier Euro auch abgezogen. Ebenso wurde das letzte Buch hier vorgestellt. Alles in allem ist Porto generell eine tolle Stadt für jeden, der ein Fan des Zauberschülers mit der blitzartigen Narbe ist, da sich die Autorin von vielen Dingen inspirieren ließ – so waren z.B. die Umhänge von den Uniformen der Studenten in Portugal das Vorbild für jene Umhänge, welche Schüler in Hogwarts tragen.

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Portwein: Porto zu verlassen ohne Portwein zu kosten, wäre so ziemlich das Gleiche als nach Irland zu fahren und kein Pub zu besuchen – schier undenkbar. Zwar schmeckt mir persönlich der etwas dunklere Wein, den man übrigens in kleinen Gläsern trinkt, so gar nicht, doch Geschmäcker sind ja verschieden und eine Verkostung sollte auf jeden Fall ganz oben auf der To-do-Liste in Porto stehen.

Art Spot: Wie bereits erwähnt, findet man in ganz Porto an so ziemlich jeder Straßenecke Graffitis und die meisten davon sind wirklich wahre Kunstwerke und verschönern die Stadt nur noch mehr. Doch besonders im Art Spot der Stadt, eine Straße in der sich Kunstgalerien und Ausstellungen aneinanderreihen, findet man diese Graffitis in konzentrierter Form vor. Jede Hausmauer, jede Wand und sogar die Stromkästen wurden hier in bunte Farben getaucht und verziert. Eine Wand ohne Zeichnungen zu finden, wird hier schon fast zur Herausforderung.

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Vintage Shops: Ich liebe Vintagekleidung und bin immer wieder begeistert davon neue Shops, die diese Art von Kleidung vertreiben, zu finden. Und so war ich im Himmel als wir durch Zufall auf einen wunderbaren Vintage Shop stießen, der sich direkt neben unserem Hostel befand. Noch besser war dann jener Augenblick als wir auf die Idee kamen, eine Vintage Shop Tour zu machen, da es erstens in Porto extrem viele dieser Shops gibt und sie zweitens alle sehr nah beieinander liegen. So schlenderten wir von Laden zu Laden und mein Modeherz schlug jedes Mal, wenn wir einen neuen Shop betraten und die tolle Kleidung sowie Einrichtung sahen, höher und höher. Leider waren wir eben mit dem Rucksack unterwegs und so gingen sich nur zwei Stücke aus. Auf jeden Fall sollte jeder, der in Porto ist und dessen Herz genauso für Vintage schlägt wie meines, diese Tour machen. Glaubt mir ihr werdet begeistert sein.

Meine Favoriten waren übrigens Mon père vintage und UR.

Bridge Climb: Auch durch Zufall hörten wir von einem Bridge Climb, den man in Porto machen konnte und beschlossen recht schnell dies zu tun. Die Tour kostet 12,50, dauert circa eine halbe Stunde und findet ein paar Mal am Tag statt. Und war eines der besten Erlebnisse, die ich in meinem bisherigen Leben hatte. Da wir die Tour um 19 Uhr machten und es an diesem Tag auch etwas neblig war, hatten wir die besten Voraussetzungen für spektakuläre Augenblicke. Gerade als wir am höchsten Punkt der Brücke ankamen und wir über uns die Autos hörten, ging die Sonne unter, versank in einem Nebelmeer und ließ den Douro das letzte Mal an diesem Tag in Gelb- und Rottönen leuchten. Während man aber rechts den Sonnenuntergang beobachten konnte, sah man links wie sich Porto vom Tag verabschiedete und die ersten Lichter zu leuchten begannen. Wäre in diesem Moment die Zeit stehengeblieben, hätte ich wahrscheinlich kein Problem damit gehabt.

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Übrigens ist die Tour weder gefährlich, noch anstrengend, da man im Endeffekt durch Treppen die Bücke „erklimmt“. Auch erwartet einem am Ziel eine kleine Überraschung, die aus einer Portwein –  und Schokoladenverkostung besteht.

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Palacio de Cristal: Leider findet man heute, an jener Stelle des ehemaligen Kristallpalasts, eine nicht ganz so schöne, runde Kuppel vor, in der Sportveranstaltungen abgehalten werden. Doch dafür lohnt sich ein Besuch des Parks, der sich um die Kuppel herum befindet, nur noch mehr. Der Park ist riesig, bietet wundervolle Aussichtsplätze, Brunnen, Pflanzen und Teiche. Während des Rundgangs trifft man hier und da einen Pfau, Enten oder andere Vögel. An unterschiedlichen Tagen finden sich hier Märkte oder Stände und der Eintritt in den Park ist frei.

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Tipp: In Porto fanden wir die besten Restaurants und Lokale in ganz Portugal! Für Veganer bzw. Vegetarier kann ich vor allem das Restaurant daTerra empfehlen, welches ein all-you-can-eat-buffet bietet, das schwer zu übertreffen ist. Auch eines meiner Lieblingsrestaurants war das Reitoria, bei dem es Tapas und Focaccia gibt, die eine regelrechte Geschmacksexplosion auslösen. Unbedingt sollte man in Porto auch in den schönsten McDonalds der Welt gehen, der neben Suppen auch Gemüseburger für Vegetarier anbietet. Und Naschmäuler sollten einer der vielen Nutellandias einen Besuch abstatten – und vergesst ja nicht dort die Pancakes zu probieren.

 

 

Our hostel:

Besonders gespannt waren wir auf unser Hostel in Porto, das Pilot Design Hostel & Bar, welches mit vielen Awards ausgezeichnet wurde. Und unsere Erwartungen übertrafen sich. Das Hostel wirkte nicht ansatzweise wie ein Hostel, sondern eher wie ein Hotel mit Schlafsälen. Das Design des Hostels war unglaublich modern, auf jeder Wand fanden sich Zitate zum Reisen oder Backpacken und das Hostel lag fast mitten im Zentrum. Jedes Zimmer hatte neben einem verschließbaren Kasten noch ein kleines Fach für jeden Gast. Ebenso befand sich in jedem Zimmer ein Spiegel, was besonders für uns, da wir in einem Schlafsaal für Mädchen mit acht Betten schliefen, sehr praktisch war. Die Betten waren wie immer Stockbetten und so ziemlich die Bequemsten, die wir auf unserer ganzen Reise hatten. Auch hatte jedes Bett eine eigene Steckdose sowie eine kleine Ablage für die wichtigsten Dinge. Im Gegensatz zu allen anderen Hostes war dies das Erste, bei dem es Vorhänge neben den Betten gab, die man zuziehen konnte. Auch die Badezimmer waren toll eingerichtet und es gab genauso wie in Lissabon ein Gemeinschafts- sowie ein Einzelbadezimmer pro Stock. Was mich aber besonders begeistert hat, war das Frühstück, welches zwar drei Euro extra kostete, aber sich mehr als sehen lassen konnte. Das Angebot war riesig, neben vielen verschiedenen Müslisorten, gab es Pancakes, Waffeln (mit sogar zwei verschiedene Waffelteigen), Toast, Eierspeis, Kipferl sowie unzählige Fruchtsäfte und Kaffee. Ein weiterer großer Pluspunkt war die Tatsache, dass das Frühstück bis 11 Uhr ging. Gleich wie in Lissabon wurden auch hier gratis Walking Touren angeboten, die man auch wirklich nützen sollte.

Fun fact: Jeden Abend um 22 Uhr gab es in unserem Hostel free shots. Sobald das Lied „Shots“ von LMFAO ertönte, wusste jeder, dass es wieder Zeit war, sich zur Bar zu begeben. Im Generellen kann ich auch die Bar dort sehr empfehlen, weil es wirklich studentenfreundliche Preise sind.

Leider habe ich keine Fotos vom Hostel, da mein Handy diese (warum auch immer) gelöscht hat.

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Fazit: Porto war auch schon der letzte Stopp unserer Portugalrundreise und ich muss zugeben, dass ich wirklich nicht mehr nach Hause wollte. Ich habe mich in Lissabon, aber vor allem in Porto; in die Algarve mit ihrer wunderschönen Küste; in die Kultur und die Leute; einfach in das ganze Land verliebt. Portugal ist so anders und doch so gleich. Als wir nach zehn wundervollen Tagen im Flugzeug saßen und Richtung Wien abhoben, erstreckte sich das leuchtende Porto ein letztes Mal unter uns und ich hab mir selbst das Versprechen gegeben wiederzukommen.

I lost my heart in Porto and I am perfectly fine with never getting it back.

 

Liebe Grüße,

Coco

 

 

 

Portugaldiary: Lagos

Unser zweiter Stopp führte uns in den Süden Portugals, direkt an die Algarve und ans Meer: Lagos.

Lagos

Als wir nach 4h Fahrt mit dem Zug in Lagos ankamen, war ich anfangs etwas perplex. Meine Vorstellungen lagen etwa im Bereich eines Fischerdorfes. Klein, gemütlich und sehr ruhig. Dabei präsentierte sich uns eine Stadt, in der es doch bunt zuging und besonders das Nachtleben schien hier eine große Rolle zu spielen. Viele Bars, Clubs und Pubs säumten die Straßen. Leider war das auch schon das einzige Highlight. Die Stadt ist zwar hübsch, vor allem die Promenade gefiel mir gut, da sie sich perfekt für Abendspaziergänge eignete, doch sonst war sie nicht wirklich spannend. Im Gegensatz zu Lissabon gab es keine einzige Straße oder Gasse, welche mich in ihren Bann gezogen hätte, keinen einzigen Augenblick an dem ich wirklich stehen blieb und mir dachte: Schau wie schön! Lagos kam mir eher wie eine Abwandlung von kroatischen Touristenstädten wie Umag vor. Aber auch wenn es diese Wow-Momente nicht in der Stadt gab, so gab es diese doch zu genüge in den vier Tagen, die wir an der Algarve verbrachten – und zwar an den Stränden, Küsten oder Klippen. Die Landschaft im Süden des Landes ist atemberaubend, riesige Felsen ragen aus dem Atlantik, hohe Klippen in Braun- und Gelbtönen reihen sich nacheinander an der Küste an und das Wasser glitzert in wunderschönem Blau. Am liebsten würde man sich den ganzen Tag an den Strand legen, die Füße im warmen Sand vergraben und den Wellen zusehen.

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What to do:

Beach hopping: Der cliff walk von Lagos, ein ausgetretener Pfad auf den Klippen, welcher zu den schönsten Stränden führt, bietet sich perfekt zum beach hopping an. Selbst ‚faule Abenteurer‘ müssen hier beim Wort cliff walk nicht zurückschrecken, denn der Pfad ist weder gefährlich, noch anstrengend und zu jedem Strand führt ein Weg oder eine Stiege hinunter. Doch allein der Ausblick während des Weges zahlt sich aus, denn hier kann man meilenweit den Horizont sowie die Küste beobachten – Postkartenflair inklusive. Wem es dann doch zu fad ist, den ganzen Tag im Sand zu liegen und sich für jeweils fünf Minuten im eiskalten Meer aufzuhalten (denn länger hält man es nicht aus), dem kann ich es nur wärmstens empfehlen Muscheln zu sammeln. Denn erstens gibt es davon viel zu viel, der ganze Strand ist damit übersät, und zweitens erlebt man dadurch das ein oder andere ‚kleine‘ Abenteuer. Wir zum Beispiel fanden eine Art Höhle durch welche wir an einen verlassenen Strand kamen.

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Surfen: Hoch oben auf meiner Bucket List und ein großer Grund, wieso ich mich so unbeschreiblich auf die Algarve freute, war das Surfen. Seit Monaten redete ich schon begeistert davon und ich sah mich bereits mit dem Surfboard unter dem Arm durch das Meer laufen. Dieses Bild vor meinem inneren Auge verschwand aber sofort wieder, als ich das Board sah. Es war riesig, da man sich als Anfänger mit einem größeren Surfboard etwas leichter tut, und man konnte es sich nicht einmal ansatzweise unter den Arm klemmen. Auch das Surfen selbst stellte sich anders als erwartet heraus und es war so ziemlich der anstrengendste Sport, den ich jemals gemacht habe. Trotzdem zahlte sich das ständige ‚Kämpfen-gegen-die-Wellen‘ und die unzähligen Male, die ich länger unter Wasser als am Board verbrachte aus, als ich es am Ende des Tages schaffte aufzustehen und ein paar Sekunden zu surfen. Leider ging sich bei uns nur ein Kurstag aus, doch ich hatte so viel Spaß, dass ich nächstes Jahr unbedingt einen längeren Kurs machen möchte. Auch kann man bereits nach einem Tag kleine Erfolge verzeichnen, weshalb ich es wirklich jedem ans Herz legen möchte mindestens einen Tag diesen Sport auszuprobieren. Glaubt mir dieses Gefühl zu surfen, auch wenn nur für ein paar Sekunden, ist wirklich unbeschreiblich.

Übrigens hieß unsere Surfschule: The Salty Wave

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Sagres: Ein Ort, der bei jeder Portugalrundreise besucht werden sollte, ist Sagres, der südwestlichste Punkt des europäischen Festlandes. Zwar ist die Stadt selbst eher klein und wenig spektakulär, doch dafür sind die Klippen und der kleine Leuchtturm einige Kilometer entfernt wirklich sehenswert und bieten einem ein Gefühl von Freiheit. Stündlich fahren Busse aus Lagos nach Sagres, doch leider geht nur ein Bus pro Tag direkt zu jenem Leuchtturm. Als Alternative würde es sich hier anbieten Fahrräder in Sagres zu mieten, denn zu Fuß ist es doch etwas weit. Wir hatten Glück und lernten zwei nette Deutsche im Hostel kennen, mit denen wir einen kleinen Roadtrip dorthin starteten.

22375474_1536501563103474_2146820332_oFun fact: Direkt neben den Klippen befindet sich die letzte Bratwurst vor Amerika, bei der man sogar ein Zertifikat bekommt, wenn man einen Hotdog bestellt.

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Our hostel:

Lagos war der einzige Ort unserer Reise, bei dem wir unsere Unterkunft erst recht spontan in Portugal buchten. Und so kamen wir durch Zufall zu „The Shelter“ – ein kleines, aber recht feines Hostel nahe der Innenstadt. Besonders der Ausdruck ‚Surfhostel‘ beschreibt diese Unterkunft recht gut, da das Hostel nicht nur von zwei Brüdern betrieben wird, welche beide richtige Surfer sind (der eine nimmt sogar an Wettbewerben teil), sondern auch die Einrichtung sowie die Atmosphäre sehr treffend auf diese Beschreibung passen. Da das Hostel wie bereits gesagt eher klein ist und Platz für wenig Leute bietet, lernt man auch extrem leicht neue Leute kennen und kommt auch mit den Betreibern sehr schnell ins Gespräch. Leider gab es nur zwei Badezimmer, was für diese Anzahl an Leuten zu wenig war, doch einer der zwei Brüder erzählte uns, dass sie ab Herbst mit Renovierungsarbeiten und einem Umbau beginnen werden. Ebenso sollte jeder, der wenig Lust auf Abenteuer hat und neuen Menschen nicht gerade schnell vertraut, nicht in dieses Hostel gehen, da man weder die Zimmer zusperren konnte, noch gab es einen Kasten für die Rucksäcke. Auch war die Haustüre selbst nie verschlossen und der Schlüssel steckte immer. Einen großen Pluspunkt gibt es aber vor allem für die toll eingerichtete Terrasse mit Lichterketten, vielen Pflanzen und Palettenmöbeln. Und auch das Frühstück, welches zwar nicht die größte Auswahl hatte, aber in den Preis inkludiert war, fand dort statt. Alles in allem gefiel mir „The Shelter“ sehr, da es im Gegensatz zu allen anderen Hostels, welche sich bei Design und Angebot nur mehr übertrumpfen und somit fast schon eher an Hotels erinnern (nicht, dass das schlecht ist), ein Gefühl von Einfachheit und Leichtigkeit übermittelt. Es zeigt einfach, dass man neben tollen Leuten und der warmen Sonne auf der Haut wenig braucht, um glücklich zu sein.

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Highlight: Im Hostel gab es einen extrem süßen und flauschigen Golden Retriever namens Luca, der sozusagen der Haushund ist und den ich ab der ersten Sekunde in mein Herz schloss. Man kann ihm sogar auf Instagram unter white_luca folgen.

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Tipp: Noch ein kleiner Tipp zum Schluss – probiert unbedingt ein, zwei, drei….zehn Gläser des portugiesischen Grünweins. Und trinkt ihn kalt!

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Liebe Grüße,

Coco

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Portugaldiary: Lissabon

Zehn Tage, drei Städte, ein Rucksack.

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Mitte September entflohen zwei Freunde und ich für zehn Tage dem kalten Österreich und es ging nach Portugal. Mit im (Hand-)Gepäck: ein Rucksack. Es war das erste Mal, dass ich auf Backpackerreise ging und ich war sehr gespannt, da ich erstens leicht dazu tendiere, extrem viele Souvenirs und neue Kleidungsstücke im Urlaub zu kaufen und zweitens oftmals gerade noch mit einem großen Koffer auskomme. So musste ich also nun, gewappnet für jedes Wetter, meine eigentliche Reisegarderobe für den Sommer auf einen Rucksack reduzieren. Da aber Not erfinderisch macht, wurden somit Tücher zu Tops umgewandelt und nur leicht kombinierbare Teile durften mit in den Westen Europas. Nach unzähligen Neuinterpretationen meiner Outfits und Besuchen im Waschsalon war ich restlos davon begeistert, wie wenig Kleidung man doch für zehn Tage braucht (auch wenn sich dadurch trotzdem nichts an meinem Shoppingverhalten ändern wird). Aber genug von Reiseoutfits und Backpackermode, kommen wir zum eigentlichen Thema dieses, und den folgenden, Blogposts: Portugal. Da wir ja nicht nur eine Stadt, sondern Drei und auch dort nahegelegene Orte besuchten, kam ich auf die Idee eine dreiteilige Blogserie über jede einzelne Stadt zu schreiben. Beginnen möchte ich mit der, laut Einwohnern, „jungen Dame Portugals“: Lissabon.

Lissabon

Der erste Gedanke der mir durch den Kopf gingen, als wir nach 18-stündiger Reise endlich die Hauptstadt erreichten, war: San Francisco, Triest oder Wien? In Lissabon scheinen sich all diese Städte zu vereinen. Zwar war ich noch nie in San Francisco, doch die rote Brücke über den Fluss Tejo (welche übrigens den selben Architekten wie die Golden Gate Bridge hat) und die schmalen Gassen , lassen schnell auf die amerikanische Stadt schließen. Und auch Wien und Triest lassen sich in der Architektur schnell wieder finden. Doch Lissabon ist mehr als eine Erinnerung an diese drei Orte: es ist wunderschön, freundlich, hell und perfekt, um sich selbst zu verlieren und gleich danach wieder zu finden. Die unzähligen bunten Gassen und die wunderschönen Häuser mit Fassaden aus Fliesen machen die „weiße Stadt“ unglaublich charmant und laden nur so zum Flanieren und Entdecken ein. Unglaublich viele Tuk-Tuks und die weltbekannten Trams in allen Farben zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht. Und der Fluss Tejo ist nicht nur ein toller Entspannungsplatz, sondern auch die perfekte Orientierungshilfe, da der Süden der Stadt immer beim Fluss liegt. Anzukommen fühlt sich richtig an, abzureisen viel zu falsch.

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What to do:

Pastéis:

Wer die kleinen Blätterteigkuchen mit Puddingfüllung nicht kostet, der ist selbst schuld. Wer sie nicht mag, der sollte ganz schnell nach Hause fliegen. Ein Biss in dieses Nationalgericht ist wie der Himmel auf Erden, besonders warm sind sie noch besser. Zu kaufen gibt es sie überall in Portugal, doch man sollte sie unbedingt in Belem, in jenem Cafe, in dem sie entstanden sind, kosten. Zwar schreckt die lange Schlange vor dem Cafe schnell ab, doch uns wurde geraten einfach an den Leuten vorbei hineinzugehen und auf einen Tisch zu warten, was meistens nicht länger als fünf Minuten dauern sollte. Und siehe da nach ca. zwei Minuten saßen wir schon an einem Tisch und bestellten Pastéis.

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Ginjinha:

Schmecken tut es zwar nicht, kosten sollte man es trotzdem. Das Nationalgetränk Portugals ist ein Sauerkirschlikör mit jeweils 1-2 Kirschen pro Glas. Erst die Kirschen bringen den sauren und bitteren Geschmack mit sich. Kosten tut es zwischen ein und zwei Euro, vor allem im ältesten Ginjinhashop sollte man es probieren.

Pensao Amor:

Am Ende bzw. am Anfang der Pink Street, dem Clubviertel Lissabons, befindet sich das Haus der Liebe, ein früheres Bordell und jetziger Club und wenn man in Lissabon ist, muss man dort feiern. Gleich nach dem Eingang befindet sich eine Art Lounge, welche im Stil des Bordells gehalten ist. Im nächsten Raum befindet sich eine Bar mit exzellenten Cocktails, welche bei uns nicht zu finden sind, und eine Tanzfläche. Vor der Toilette gibt es einen Spiegelraum mit Sesseln aus Samt und sogar eine Wahrsagerin findet man hier. Überall hängen Bilder aus früheren Zeiten, die Decke ist gesäumt von anzüglichen Zeichnungen. Die Musik ist toll, perfekt zum Tanzen und der Eintritt ist kostenlos – definitiv einen Besuch wert.

Belem:

Dieses Stadtviertel von Lissabon liegt etwas außerhalb und ist mit der Straßenbahn in circa einer Viertelstunde erreichbar. Dort findet man das berühmte Kloster von Lissabon, den Turm Torre de Belém und das Entdeckerdenkmal. Besonders hier kommt einem der Name „Weiße Stadt“ in den Sinn, da dieses Viertel und die Sehenswürdigkeiten sich vor allem durch die Nicht-Farbe auszeichnen. Ebenso ist es der perfekte Platz, um sich ans Ufer des Tejo zu setzen, Straßenmusikanten zuzuhören und Schiffe zu beobachten.

Sintra:

Etwa 40 Minuten mit dem Zug entfernt, liegt Sintra, jenes Städtchen, das für seine vielen Burgen und Schlösser bekannt ist. Ist man erst einmal dort, kann man zwischen Märchen und Realität schwer unterscheiden. Besonders zu empfehlen ist der Palast Palácio Nacional da Pena, welcher stark an das Disneyland erinnert, und die Burg Castelo dos Mouros, welche mit ihren alten Mauern eine verwunschene Aura hervorbringt. Ebenso sind die Ausblicke, die man von beiden Plätzen hat wirklich atemberaubend. Zwar muss man für beides Eintritt bezahlen, doch es lohnt sich wirklich.

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Cabo da Roca:

Last but not least einer der schönsten Orte auf der ganzen Welt und der westlichste Punkt des europäischen Festlandes: Cabo da Roca. Schroffe Klippen, peitschender Wind und ein Leuchtturm – das Ende der Welt scheint in Portugal zu finden zu sein. Zwar fährt man mit dem Bus ab Sintra noch immer eine Stunde dorthin, doch es zahlt sich wirklich aus. Wenn man am Ende einer Klippe sitzt, Wellen gegen Stein brechen und die Sonne sich mit dem Meer vermischt, scheinen alle Probleme auf einmal ganz klein.

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Our hostel:

In Lissabon übernachteten wir im Lisbon Lounge Hostel. Es war das erste Mal, dass ich wirklich nur Hostel gebucht hatte und ich war mehr als positiv überrascht. Das Hostel selbst geht über mehrere Stockwerke, im Untergeschoss befindet sich ein schön eingerichtetes Wohnzimmer sowie eine gemütliche Küche mit einem großen Tisch. Wir schliefen in einem Sechsbettzimmer und ich kann es nur empfehlen. Die Leute waren sehr angenehm, es gab für jeden einen Kasten, in dem man seinen Rucksack einsperren konnte und das Zimmer war groß und hatte sogar einen Balkon. In jedem Stockwerk gab es ein Gemeinschafts- sowie ein Einzelbadezimmer und auch ein „kleines“ Wohnzimmer mit einem Bücherregal und einem Computer. Vor allem hat mich aber die Sauberkeit überzeugt, da man an dieser wirklich gar nichts aussetzen konnte. Ebenso war auch das Frühstück im Preis inkludiert und neben Müsli, Semmeln und Kaffee, fand man hier auch Palatschinken. Sehr zu empfehlen ist das Dinner, welches jeden Abend angeboten wird. Für 10 Euro bekommt man Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise sowie Wein als Getränk und ich muss zugeben, dass es das beste Essen war, welches wir in Lissabon hatten. Falls es sich anbietet, sollte man unbedingt eine „Free Walkers Walking Tour“ machen. Die Touren sind kostenlos und basieren auf Trinkgeld. Es gibt unterschiedliche Touren mit verschiedenen Stops, welche von Portugiesen durchgeführt werden. So lernt man nicht nur die Kultur und Geschichte etwas näher kennen, sondern weiß auch, was man auf keinen Fall machen sollte und bekommt eventuell einige Insidertipps.

 

Besonders toll fand ich, dass jede Lampe im Hostel aus Materialien wie Plastikbecher gemacht wurde.

Tipp: Noch ein kleiner Tipp zum Schluss – geht nicht in Lokale, in denen die Speisekarte auf so ziemlich allen Sprachen übersetzt ist oder jene, welche Fotos vom Essen vor dem Lokal hängen haben. Sucht eher kleine typisch portugiesische Restaurants. Als Vegetarier hingegen würde ich es empfehlen in pure vegane oder vegetarische Restaurants zu gehen, da es in den meisten Lokalen fast nichts für Vegetarier und schon gar nichts für Veganer gibt.

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Liebe Grüße,

Coco